Die Detroit Red Wings haben ihre Niederlagenserie nach vier Spielen beenden können und sich am Dienstagabend in der heimischen Little Caesars Arena mit 5:4 gegen die Boston Bruins durchgesetzt. Dabei erlebte der deutsche Verteidiger Moritz Seider einen regelrechten Gala-Abend mit einem Drei-Punkte-Spiel (1-2-3, +1, vier Blocks, 22:55 Minuten Eiszeit).
Seider befeuert die Offensive
Erstmals in der laufenden Saison und erstmals seit dem 14. April 2025 gelangen Seider wieder drei Scorerpunkte in einem einzelnen Spiel. In seiner noch jungen NHL-Karriere steht der 24-Jährige aus Zell (Mosel) nun bei 199 Scorerpunkten (33-166-199 in 355 Spielen) und ist nur noch einen Punkt von der Schallmauer von 200 Punkten entfernt, die vor ihm erst zwei andere deutsche Verteidiger durchbrachen: Christian Ehrhoff (74-265-339 in 789 Spielen), Uwe Krupp (69-212-281 in 729 Spielen) und Dennis Seidenberg (44-207-251 in 859 Spielen).
Gegen Boston hatte Seider direkt bei den ersten beiden Treffern seine Hände im Spiel. Beim 1:0 klärte er den Puck zur Seite, wo ihn Albert Johansson in den Lauf von James van Riemsdyk spielte, der seinen Alleingang eiskalt nutzte (7.).
Beim 2:0 lauerte der 1,88 Meter große Rechtsschütze links an der blauen Linie, täuschte eine Schlagschuss-Direktabnahme an, kontrollierte aber den Puck noch einmal und gab einen Handgelenksschuss ab, der sich durch den Verkehr vor dem Tor ins Ziel bohrte (14.).
„Ich will es nichts erzwingen. Natürlich willst du deine Schüsse immer durchbringen und hast Mitspieler vor dem Tor, die sie verarbeiten, abfälschen oder dem Torwart die Sicht nehmen. Da haben wir heute einen exzellenten Job gemacht“, freute sich Seider.
Der dritte Streich gelang Anfang des dritten Drittels im Powerplay, als Seider Teil einer feinen Direktpassstafette war: Patrick Kane spielte vom rechten Flügel hoch an die blaue Linie zu Seider, der den Puck direkt zum auf der linken Seite positionierten Lucas Raymond weiterschickte, dessen Direktabnahme zum 5:2 einschlug (44.).
„Schon die ganze Saison spielen wir gut im Powerplay, treffen aber nicht. Es war schön, dass er reingegangen ist und schlussendlich der Siegtreffer war“, freute sich Detroits Angreifer Alex DeBrincat.
Auch Trainer Todd McLelland war ob des Überzahltreffers erleichtert: „Wir haben darüber diskutiert, was wir im Powerplay brauchen - und sie sind rausgegangen und haben es umgesetzt. So einfach ist das.“





















