Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Montreal Canadiens und den Buffalo Sabres

Dem Vorbild einer klassischen Sinfonie folgend entschieden die Montreal Canadiens am Sonntag Spiel 3 der Zweitrundenserie in den Stanley Cup Playoffs der Eastern Conference für sich. Die Frankokanadier bezwangen im heimischen Bell Centre die Buffalo Sabres mit 6:2 und liegen nun in der Serie mit 2:1 in Front.

Zum Auftakt, der Sonatensatzform, trug Kirk Muller die Mannschaftsfackel in die Arena. Muller war 1993 der Held im fünften Spiel des Stanley Cup Finales gewesen, indem er das Tor schoss, das den Canadiens ihren bis dato letzten Stanley Cup Sieg bescherte. Nach dieser rasanten Einführung ließen es die Canadiens langsam angehen und mussten bereits nach 53 Sekunden durch einen Schlagschuss von Tage Thompson das 0:1 hinnehmen. Dahlins Schuss von der blauen Linie prallte von der Bande ab, traf das rechte Bein von Canadiens-Verteidiger Alexandre Carrier und änderte die Richtung, bevor Thompson den Rebound vor dem Tor verwertete.

Thompsons Tor war das zweitschnellste Tor zu Beginn eines Spiels in den diesjährigen Playoffs 2026. Kasperi Kapanen von den Edmonton Oilers traf am 26. April nach 38 Sekunden im vierten Spiel der ersten Runde der Western Conference, einer 3:4-Niederlage nach Verlängerung gegen die Anaheim Ducks.

Die Hausherren verloren durch das frühe Gegentor jedoch nicht den Faden, behielten die Ruhe, wie in einem 2. Satz der Variationenform, und fanden schließlich zurück ins Spiel. Noch im ersten Drittel sorgte Alex Newhook erstmals für großen Jubel unter den knapp 21.000 Besuchern im weiten Rund. Nach einem gewonnenen Zweikampf hinter dem von Alex Lyon gehüteten Kasten der Sabres, kam Newhook nach vorne und verwandelte den Abpraller von Jack Evans' Schuss zum 1:1.

Mit dem leistungsgerechten Remis verabschiedeten sich die Kontrahenten in die erste Pause. Im zweiten Durchgang der Partie, dem 3. Satz oder Menuett, verschärften die Canadiens das Tempo und zogen auf drei Tore davon. Binnen gut sechs Minuten, zwischen der 27. und 33. Minute, sorgten Cole Caufield, Zachary Bolduc und Juraj Slafkovsky für eine 4:1-Führung, wobei Caufield und Slafkovsky bei ihren Treffern jeweils von einer Überzahlsituation profitierten.

„Ich versuche einfach, an die letzten paar Spiele anzuknüpfen. Es ist natürlich eng da draußen, es gibt wenig Platz, aber wenn sich eine Lücke bietet, muss man sie nutzen. Und ich glaube, das gelingt mir langsam, und hoffentlich können wir so weitermachen“, erklärte Caufield, der Schütze des 2:1, dem bei Slafkovskys Tor noch ein Assist zugesprochen wurde.

BUF@MTL, Sp 3: Hutson bedient Caufield zur Führung im Powerplay

„Mir hat unser Powerplay gefallen, wir hatten so viel mehr Torchancen. Manchmal hat man Glück und so ein Abpraller geht rein, während vielleicht einige größere Chancen nicht genutzt werden. Aber wir nehmen es gerne mit. Es war ein weiteres Tor für uns, wodurch wir unsere Führung ausbauen konnten, also nehme ich das gerne mit“, so Slafkovsky, der den Schlagschuss von Lane Hutson abgefälscht hatte.

Unter die Rubrik Schönheitsfehler konnte das Powerplaytor von Rasmus Dahlin zum 2:4 abgelegt werden, denn die Gastgeber wussten im Finale, dem Rondo, noch einen Zahn zuzulegen. Kirby Dach stellte mit einem Snapshot in der 49. Minute den alten 3-Tore-Vorsprung wieder her und Newhook wurde sein zweites Tor im Spiel zum Endstand vom Schiedsrichter zugesprochen. 

Der 25-jährige Center wurde von Dahlin gefoult wurde und traf den Pfosten, nachdem er auf das leere Tor zugelaufen war, während Lyon zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers bereits das Eis verlassen hatte. Dem tosenden Applaus des Publikums konnten sich die Canadiens sicher sein. Newhook ist der erste Spieler der Canadiens seit Mark Recchi im Jahr 1997, dem in den Playoffs in zwei aufeinanderfolgenden Spielen jeweils mehr als ein Tor gelang.

„Wir hatten oft die Oberhand. Wir konnten sie lange Zeit halten. Natürlich wechselt auch einmal das Momentum, Buffalo ist schließlich eine hervorragende Mannschaft, aber wir haben uns nicht allzu sehr geschadet, als das passierte“, zog Canadiens-Trainer Martin St. Louis ein positives Fazit.

Buffalos Trainer Lindy Ruff zollte den Kanadiern Respekt: „Wir hatten den bestmöglichen Start in das Spiel, doch dann haben wir ein paar Mal den Puck nicht aus der eigenen Zone gebracht und dabei einige unüberlegte Spielzüge und schlechte Entscheidungen getroffen, die wir sonst nicht treffen. Montreal ist eben eine gute Mannschaft und sie haben uns unsere Fehler teuer bezahlen lassen.“

In Spiel 4 dürfen die Canadiens erneut zuhause im Bell Centre antreten. Ausgetragen wird dieses am Dienstag in der frankokanadischen Metropole (7:00 p.m. ET; Mi 1:00 Uhr MESZ).

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