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Der Sonntag bietet zwei Partien in der Zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026: In der Eastern Conference empfangen die Montreal Canadiens die Buffalo Sabres für Spiel 3 im Bell Centre (7 p.m. ET; Montag, 1 Uhr MESZ; Serien-Stand: 1:1). Später steigt in der Western Conference Spiel 4 zwischen den Anaheim Ducks und den Vegas Golden Knights im Honda Center (9:30 p.m. ET; 3:30 Uhr MESZ; Serien-Stand: 1:2). 

NHL.com/de blickt mit fünf Slapshots auf die Partien der kommenden Nacht…

Sabres wollen Fehler abstellen und Emotionen kontrollieren

Buffalo hatte Spiel 2 der Best-of-7-Serie mit 1:5 gegen Montreal verloren und sich dabei teils haarsträubende Fehler - sowohl individuell als auch mannschaftstaktisch - in der Defensive geleistet. Ein Auftritt, der so gar nicht ins Bild der bisherigen Sabres in den Playoffs passt. „Das ganze Team war einfach schlampig“, nahm Stürmer Tage Thompson kein Blatt vor den Mund. 

Kapitän Rasmus Dahlin hatte nach dem Spiel angekündigt, die Niederlage tags darauf aufzuarbeiten und über ein paar Dinge reden zu wollen. „Wir hatten ein gutes Treffen und sind rausgegangen, um zu trainieren. Wir haben uns alle ein wenig locker gemacht“, gab Power Forward Alex Tuch einen Einblick hinter die Kulissen. „Wir haben Hockey gespielt, haben gelacht und probiert es locker zu halten. Wir haben versucht, gegenseitig Selbstvertrauen aufzubauen und zu unserem Spiel zurückzukehren.“

Canadiens at Sabres | Zusammenfassung

Im Training übte Buffalo den Eintritt in die Offensivzone, das Zurückerobern von Pucks und das Powerplay, bevor es ins Flugzeug Richtung Montreal ging.

„Wir haben darüber gesprochen, die Emotionen von Siegen und Niederlagen in den Playoffs auszubalancieren“, so Trainer Lindy Ruff. „Wir wollen die gleichen Emotionen zeigen, wie nach Spiel 2 der vorausgegangenen Serie. Wir wussten, dass wir in Boston richtig gut spielen müssen. Das haben wir getan.“

Carrick kehrt für Buffalo zurück

Bei den Sabres könnte Sam Carrick zurückkehren. Der Mittelstürmer hatte seit dem 31. März verletzt gefehlt, gab nun aber Grünes Licht für einen Einsatz in Spiel 3 bei den Canadiens. Der 34-jährige Routinier könnte die vierte Reihe centern und Buffalo in Sachen Faceoffs weiterhelfen. Immerhin gingen bislang 59,6 Prozent der Anspiele an Montreal - und das, obwohl die Sabres hier eigentlich einen zusätzlichen Heimvorteil hatten. Carrick gewann in 13 Spielen der regulären Saison (5-1-6, ein Siegtreffer, +4, zwölf Strafminuten) starke 57,3 Prozent seiner Bullys und könnte seiner Mannschaft neues Momentum geben.

Montreal hofften auf den ersten zweiten Sieg in Folge

Nein, diese Zwischenüberschrift ist kein Tippfehler. Die Canadiens konnten in den Playoffs 2026 tatsächlich noch keine zwei Spiele in Folge gewinnen. Gelänge dieses Kunststück in Spiel 3 gegen die Sabres, wäre es also das erste Mal. Ebenso gut reagierte Montreal auf Niederlagen, hier hat es in den folgenden Partien eine 4-0-Bilanz. 

„Man möchte Anpassungen vornehmen, muss dabei aber diszipliniert bleiben. Darüber hinaus braucht es Umsetzung, Gelassenheit und Disziplin. Es ist nicht nur eine Sache. Es gibt Spiele, die wir verloren haben, obwohl wir gut gespielt haben. Wir müssen uns auf die anstehende Aufgabe konzentrieren“, fordert Canadiens-Trainer Martin St. Louis.

Für den Punkt Gelassenheit steht Torwart Jakub Dobes wie kaum ein anderer in seinem Team. In neun Playoff-Spielen kommt er auf fünf Siege, 2,14 Gegentore/Spiel und 91,7 Prozent Fangquote. Zuletzt brillierte der 24-jährige Tscheche mit 28 Saves und 96,6 Prozent Fangquote in Spiel 3. Er ist erst der dritte Rookie-Goalie in der Franchise-Geschichte der Canadiens, der mindestens fünf Playoff-Siege festhalten konnte.

„Man weiß seine Leistung einfach zu schätzen“, so St. Louis. „Man macht sich nicht so viele Gedanken über sein Alter oder seine Erfahrung. Ich denke, die Position an sich ist so wichtig, dass es selten vorkommt, dass ein junger Spieler sie übernimmt, aber es gab das schon früher. Wir haben großes Vertrauen in ihn.“

McTavish vor Rückkehr in Anaheims Aufstellung

Auch Anaheim wird nach der 2:6-Klatsche in Spiel 3 gegen Vegas ein paar Dinge verändern. Das betrifft auch die Aufstellung, in die aller Voraussicht nach Power Forward Mason McTavish zurückkehren wird. In den letzten zwei Partien war der 23-Jährige in Zürich geborene Kanadier ein Healthy Scratch. Jetzt soll er die Ducks mit seiner Physis, seinem Spielverständnis und seinem harten Schuss beflügeln.

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Anaheim Ducks und den Vegas Golden Knights

„Er sollte uns im Powerplay weiterhelfen“, hofft Anaheims Trainer Joel Quenneville, denn sein Überzahlspiel hat in der Serie gegen die Golden Knights bislang überhaupt keinen Einfluss (0/11). „Er ist geduldig am Puck, hat einen guten Schuss, gestaltet Spielzüge rund ums Tor und hat gute Hände in engen Räumen. Er ist ein Typ, der den Puck halten kann, wenn Vegas aggressiv im Penalty Killing spielt. Manchmal bekommst du nicht viele Chancen.“

Übrigens wird auch Lukas Dostal erneut den Start bekommen. Die Stammkraft der Ducks war in Spiel 3 nach drei Gegentoren auf acht Schüsse für Ville Husso gezogen worden. In Spiel 4 soll der 25-jährige Tscheche der Ducks-Defensive wieder Halt und Stabilität verleihen.

„Manchmal kann das helfen, zur Ruhe zu kommen, neue Energie zu tanken und wieder startklar zu sein“, so Quenneville. 

Wird Marner wieder zum Matchwinner?

Mitch Marner bestimmte die Schlagzeilen in Spiel 3: Der Stürmer der Vegas Golden Knights hatte seinen ersten Karriere-Hattrick in den Stanley Cup Playoffs erzielt und war an vier von sechs Vegas-Treffern unmittelbar beteiligt (3-1-4; +4, fünf Torschüsse). Diese Spielfreude will der 29-jährige Kanadier, der seine Mannschaft als Top-Torjäger und -Scorer anführt (neun Spiele, 6-7-13), erneut im Orange County zeigen.

VGK@ANA, Sp. 3: Marner trifft dreimal zum lupenreinen Hattrick gegen die Ducks

Marner, der bislang in jede ihm zugeteilte Rolle schlüpfte, bildete eine neue, schlagkräftige zweite Reihe neben Center William Karlsson (0-1-1) und Linksaußen Brett Howden (1-1-2), die es kumuliert also auf sieben (!) Scorerpunkte (4-3-7) in Spiel 3 brachte.

Es wird spannend sein, wo Trainer John Tortorella den pfeilschnellen, wendigen und spielfreudigen Angreifer dieses Mal einsetzen wird.

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