Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Buffalo Sabres und den Montreal Canadiens

Die Montreal Canadiens haben mit einem fulminanten Auswärtssieg den Ausgleich in der Zweiten Runde der Eastern Conference gegen die Buffalo Sabres hergestellt. Am Freitag setzten sie sich in Spiel 2 im KeyBank Center mit 5:1 durch. Damit leisteten sie Wiedergutmachung für die 2:4-Niederlage vom Mittwoch an gleicher Stelle.

Den Grundstein für den Triumph legten die Canadiens mit einem fulminanten Start und zwei Toren in den ersten fünf Minuten. Alex Newhook brachte die Gäste mit 1:0 in Front (2.). Er lenkte einen Pass von Kaiden Guhle über die Linie. Mike Matheson stellte den Zwischenstand kurz darauf mit einem Schlenzer im Anschluss an einen Bullygewinn auf 2:0 (5.). Es war erst das dritte Mal in den vergangenen 35 Jahren, dass Montreal in einer Playoff-Begegnung nach fünf Minuten zweimal zugeschlagen hatte.

„Uns ist vollkommen klar gewesen, dass wir eine Reaktion auf das verlorene Auftaktspiel zeigen müssen und dass das eine enorme Kraftanstrengung erfordern würde“, sagte Newhook. „Wenn die Aufstellung verlesen wird, erzeugt das bei allen Beteiligten einen Energieschub. Dieser hat meinen Mitspielern und mir geholfen, einen guten Start hinzulegen“, erläuterte er den Grund für den starken Beginn der Canadiens.

MTL@BUF, Sp. 2: Newhook sorgt früh im ersten Drittel für die Führung

Im zweiten Abschnitt brauchte Newhook erneut nicht lange, um den Puck in die Maschen zu setzen. Diesmal dauerte es viereinhalb Zeigerumdrehungen. Vier Sekunden nach Ablauf eines Sabres-Powerplays erzielte er nach einem Konter das 3:0 (25.) und machte so seinen Doppelpack perfekt. Damit war eine Vorentscheidung gefallen. Buffalo konnte zwar kurz vor Ablauf des Mitteldurchgangs durch Zach Benson auf 1:3 verkürzen (40.), zu mehr reichte es jedoch nicht. Alexandre Carrier (44.) stellte in der Anfangsphase des letzten Abschnitts den Drei-Tore-Vorsprung der Canadiens wieder her und Nick Suzuki band den Sack mit einem Empty-Net-Goal zum 5:1 (56.) zu.

Nach Ansicht von Montreals Trainer Martin St. Louis war die Reaktion des Teams auf die Auftaktniederlage ein Ausweis ihrer Reife. „Wir haben viel gelernt aus Rückschlägen und den Playoffs im letzten Jahr. Im Vergleich zu unserem ersten Spiel hier in Buffalo haben wir einige Dinge besser gemacht. Ich bin stolz darauf, wie die Jungs die Niederlage weggesteckt und die passende Antwort gegeben haben“, erläuterte der Coach. „Ich war übrigens nicht sonderlich überrascht davon. Jedes Spiel und jede Serie schreiben ihre eigene Geschichte. Und wenn einem die Geschichte nicht gefällt, schreibt man sie eben um.“

Ein Blick in die Statistik verdeutlich, wie wichtig der Sieg für die Canadiens gewesen ist. Wenn eine Mannschaft in der Vergangenheit in einer Best-of-7-Serie der Stanley Cup Playoffs mit 2:0 in Führung lag, zog sie in 86,2 Prozent der Fälle in die nächste Runde ein. Wenn eine Serie mit zwei Heimsiegen begann, betrug die Quote sogar 88,3 Prozent. Dieses Szenario konnte Montreal erfolgreich abwehren.

Zugleich bestätigten die Canadiens ihren Trend in den Playoffs 2026. Nach einem zuvor verlorenen Match haben sie nun eine Bilanz von 4:0 im folgenden Duell vorzuweisen. Das zeigt die Entschlossenheit des Teams, einen schlechten Auftritt unmittelbar danach vergessen machen zu wollen.

Sein Scherflein zum Erfolg in Spiel 2 beigetragen hat Torwart Jakub Dobes. Er wehrte 28 von 29 Schüssen auf sein Gehäuse ab und brachte es auf eine Fangquote von 96,6 Prozent. Zugleich avancierte er zum dritten Rookie zwischen den Pfosten des Traditionsklubs, der in den vergangenen 40 Jahren in einer Postseason mindestens fünf Siege eingefahren hat. Seine Vorgänger sind Patrick Roy (15/1986) und Carey Price (5/2008).

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Laut Dobes hatte Trainer St. Louis das Team vor der Begegnung mit einer emotionalen Rede angestachelt. „Ohne auf den genauen Inhalt einzugehen: Daran werde ich mich für den Rest meiner Karriere erinnern. Ich hatte das Gefühl, dass jeder nach seinen Worten lichterloh brannte. Das Feuer, das wir anschließend auf dem Eis entfacht haben, hat mir gut gefallen“, sagte der Goalie gegenüber Sportsnet. „Jetzt freue ich mich darauf, nach Hause zurückzukehren. Ich hoffe, dass unser Coach auch für die nächste Begegnung wieder etwas Gutes auf Lager hat.“

Spiel 3 der Serie zwischen den Sabres und den Canadiens findet am Sonntag (7 p.m. ET; Mo. 1 Uhr MESZ) im Bell Centre von Montreal statt.

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