GettyImages-2274846835

Auf dem Weg zu zwei Sweeps in Folge in den ersten beiden Runden der Stanley Cup Playoffs 2026 in den Eastern Conference gab es viele Helden bei den Carolina Hurricanes. Doch das Rückgrat der Mannschaft war zweifellos ihr Torhüter Frederik Andersen. Er vollbringt Leistungen, die noch kein anderer Torhüter aus Carolina – oder beim Vorgängeteam des Franchise Hartford Whalers – je geschafft hat. Nicht nur sein Gegentorschnitt mit 1,12 und seine Fangquote mit glatt 95 Prozent sticht in diesen Playoffs heraus.

Mit seinem Sieg in Spiel 4 gegen die Philadelphia Flyers in der Zweiten Runde stellte Andersen mit seinem achten Sieg in Folge einen neuen Franchise-Rekord für die längste Siegesserie in den Playoffs auf. Er übertraf damit Cam Wards Serie von sieben Spielen in den Playoffs 2006, als die Hurricanes den Stanley Cup gewannen.

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Philadelphia Flyers und den Carolina Hurricanes

Der NHL-Rekord liegt bei 11 Siegen in Folge, aufgestellt von Ed Belfour (Chicago Blackhawks) und Tom Barrasso (Pittsburgh Penguins) in den Playoffs 1992 und 1993 von Patrick Roy (Montreal Canadiens) egalisiert. Es ist eine unglaubliche Serie für Andersen, von dem nicht unbedingt erwartet wurde, dass er überhaupt acht Spiele in Folge für Carolina bestreiten würde, wie der Trainer Rod Brind'Amour klarstellte.

„Ich lehne mich einfach zurück und schaue zu", erklärte der Coach. „Ich glaube nicht, dass das irgendjemand vorhergesagt hat. Wir sind sicherlich mit der Einstellung in die Playoffs gegangen, dass wir wahrscheinlich beide (Torhüter) einsetzen würden. Warum auch nicht? Beide haben es verdient zu spielen. Es gab einfach keinen Grund, anders zu entscheiden. Er spielt einfach überragend. Natürlich müssen wir so weitermachen.“

Andersen ist der vierte Torhüter in der Geschichte der NHL, der in jedem seiner ersten acht Playoff-Einsätze zwei oder weniger Tore kassiert hat, und der erste seit Jacques Plante bei den St. Louis Blues im Jahr 1969. Neben Andersen und Plante sind die weiteren Torhüter mit dieser Leistung Terry Sawchuk bei den Detroit Red Wings von 1952 und Clint Benedict, dem dies bei den Montreal Maroons von 1928 in neun Spielen in Folge gelang.

„Jede Serie ist eine neue Serie", erklärte Andersen und legte den Fokus auf das gesamte Team. „Wir haben bisher offenbar vieles richtig gemacht, aber es ist erst Halbzeit und wir müssen dort anknüpfen, wenn es in der nächsten Runde weitergeht."

Doch seine Mitspieler sehen sehr wohl, in welcher Topform sich Andersen zur richtigen Zeit befindet. „Ich meine, jeder leistet seinen Beitrag, von oben bis unten", verdeutlichte Jackson Blake. „Freddie ist... Ich weiß nicht, ob ich jemals einen Torwart gesehen habe, der so gut spielt, den Puck so gut beherrscht und das tut, was er da hinten macht. Wir haben so viel Vertrauen in ihn und darin, was er jeden Abend leisten wird."​

CAR@PHI, Sp4: Andersen macht im zweiten Drittel gegen Hathaway dicht

Überzeugt von Andersen ist auch Taylor Hall. „Er ist so ruhig", betonte der Stürmer. „Man erwartet das fast jeden Abend von ihm, und das ist ihm gegenüber irgendwie unfair. Er zwingt sie dazu, fast den perfekten Schuss oder das perfekte Spiel zu machen, um gegen ihn zu treffen. Und er ist ein wichtiger Grund dafür, dass unser Unterzahlspiel so gut ist. Manche Leute bemerken vielleicht gar nicht, wie er mit dem Puck umgeht. Er ist da hinten so ruhig und macht jedes Mal das Richtige, und das macht es für unsere Verteidigung viel einfacher.“

Verwandte Inhalte