Minnesota Wild v Colorado Avalanche - Game Two

Am Samstag stehen in der Zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026 zwei Partien an. Die Minnesota Wild gehen in Spiel 3 ihrer Serie gegen die Colorado Avalanche (9 p.m. ET; So. 3 Uhr MESZ) in ihr erstes Heimspiel. Die Philadelphia Flyers spielen ebenfalls zu Hause. Sie bestreiten bereits die vierte Partie ihrer Best-of-7-Serie gegen die Carolina Hurricanes (6 p.m. ET; So. 0 Uhr MESZ). Die Gastgeber warten beide noch auf ihren ersten Sieg in der Serie.

Minnesota braucht seine Stars

Über mangelnde Tiefe oder zu wenig Tore können sich die Wild kaum beschweren. In Zwei Spielen erzielten sie acht Tore und zwölf verschiedene Spieler trugen mindestens einen Punkt bei. Selbst Verteidiger Daemon Hunt, der nur aufgrund der Verletzung von Jonas Brodin in die Aufstellung rutschte, verzeichnete einen Assist. Rookie Danila Yurov, der für den verletzten Center Joel Eriksson Ek nachrückte, kommt auf zwei Assists. Es mangelt aber an der Durchschlagskraft der größten Stars.

„Es kommt ein Spiel nach dem anderen“, sagte Stürmer Matt Boldy, der zweitbeste Scorer der Wild in der regulären Saison. „Wir müssen unser Spiel anpassen und besser sein. Man gewinnt eine Serie nicht mit zwei Siegen, das ist unsere Einstellung. Wir wissen, dass wir in einigen Bereichen besser sein müssen. Ich habe vertrauen darin, dass unser Team die nötigen Schritte in die richtige Richtung machen kann.“

Boldy erzielte in den ersten zwei Spielen gegen die Avalanche nur einen Assist. Superstar Kirill Kaprizov kommt immerhin auf ein Tor und einen Assist. Mit den besten Stürmern des Gegners, bei dem Nathan MacKinnon bereits sechs Punkte (zwei Tore, vier Assists) und Martin Necas fünf Punkte (ein Tor, vier Assists) gelangen, kann aber auch Kaprizov nicht annähernd mithalten.

Mehr Härte könnte Wild helfen

Ein offener Schlagabtausch in der Offensive spielt Colorado in die Karten. Das zeigten die ersten beiden Begegnungen sehr klar. Minnesota könnte aber noch einen Trumpf in der Hand haben, den der Underdog bisher noch nicht ausgespielt hat. Wenn die Wild den Avalanche mit körperlicher Härte zusetzen, damit ihre Offensive und ihr Umschaltspiel stören und ihnen die Lust am Spiel nehmen, könnte das einen entscheidenden Einfluss auf den Spielverlauf haben.

Das nötige Personal dafür haben die Wild. Yakov Trenin führte die NHL in der regulären Saison mit 413 Checks an. Die Brüder Marcus Foligno und Nick Foligno sind für ihre Härte bekannt. Genau wie Nick Foligno kam auch der Hüne Michael McCarron (1,98 Meter, 105 Kilogramm) zur Trade Deadline. In der Abwehr sind Zach Bogosian und Jake Middleton Optionen für eine körperbetonte Spielweise. Bisher brachte Minnesota diese Stärke nicht wirklich zur Geltung, doch genau das könnte das Mittel der Wahl gegen diese beeindruckende Mannschaft aus Denver sein.

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Colorado Avalanche und den Minnesota Wild

Special Teams nehmen entscheidende Rolle ein

In beiden Serien sind die Special Teams ein entscheidender Faktor. Das gilt besonders für die Wild, die bereits in der Ersten Runde damit strauchelten. Gegen Colorado gelang Minnesota noch kein einziges Powerplaytor, während die Avalanche bei sieben Gelegenheiten drei Treffer erzielte. Carolina bestrafte Philadelphia in Spiel 3 für neun Strafen mit zwei Toren. In der Serie kommen die Hurricanes auf drei Powerplaytore bei 15 Chancen, während die Flyers nur eine ihrer zwölf Gelegenheiten nutzten.

„Es gibt einiges, was wir ausbügeln müssen“, ist sich Minnesotas Verteidiger Brock Faber bewusst. „Unsere Wechsel und unser Stellungsspiel waren nicht detailliert und konstant genug und unsere Rollen waren nicht genug in unseren Köpfen zementiert. Wir hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme in Unterzahl, aber seit Januar waren wir da unter den fünf besten Teams. Wir kamen hier mit Selbstvertrauen an. Dann ist alles in die Brüche gegangen. Dinge ändern sich eben.“

Die Torwartfrage

Besonders im Duell zwischen den Wild und Avalanche sind die Torhüter ein wichtiger Faktor und für Minnesotas Trainer John Hynes eine schwierige Frage. Rookie Jesper Wallstedt spielte eine geniale Erste Runde gegen die Dallas Stars mit einer Fangquote von 90,3 Prozent. Gegen Colorado kassierte er in Spiel 1 neun Tore. Für die zweite Partie wurde er durch Filip Gustavsson ersetzt. Doch auch er war mit vier Gegentoren und einer Fangquote von 81,8 Prozent nicht sattelfest. Colorados Scott Wedgewood kam nach dem 9:6 in Spiel 1 hingegen im zweiten Duell mit einer Fangquote von 93,5 Prozent wieder in seine bisher so starke Form.

In der Serie zwischen den Hurricanes und Flyers stehen sich hingegen zwei starke Torhüter gegenüber. Philadelphias Dan Vladar hielt 90,4 Prozent aller Schüsse, eine respektable Quote. Gegen Carolinas Frederik Andersen verblassen seine Leistungen aber. Der Däne spielt absolut überragend und kommt auf eine Quote von 94,5 Prozent.

„Er ist ein sehr erfahrener Torwart und man spürt, dass er gerade einen Lauf hat“, lobte Andersens Teamkollege und Landsmann Nikolaj Ehlers. „Wir wollen uns als Mannschaft nicht zu sehr auf ihn verlassen, das haben wir in einigen Spielen aber getan. Das passiert manchmal. Er muss dann wichtige Saves machen und das hat er bis jetzt geschafft.“

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Philadelphia Flyers und den Carolina Hurricanes

Bleiben die Hurricanes ungeschlagen?

Das Bollwerk Andersen ist in Verbindung mit der auf Puckbesitz ausgelegten Spielweise der Hurricanes und den guten Special Teams ein Problem für Carolinas Gegner, für das es bisher keine Lösung gab. Die Hurricanes warfen in der Ersten Runde die Ottawa Senators mit einem Sweep in vier Spielen aus den Playoffs. In den ersten fünf Partien lag das Team nicht ein Mal zurück und nach sieben Spielen sind die Hurricanes noch ungeschlagen. Das gab es in über 100 Jahren NHL-Geschichte zuvor erst zwölf Mal. Die Flyers stehen mit ihrem 0:3-Rückstand in der Serie nun vor einer Mammutaufgabe.

„Wir müssen in den ersten fünf Minuten bestehen und dann sehen wir weiter“, mahnte Vladar zum Fokus auf die unmittelbaren Aufgaben. „Wir müssen das erste Drittel gewinnen, dann das zweite und das dritte und dann können wir uns auf das nächste Spiel konzentrieren.“

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