Anaheim Ducks v Vegas Golden Knights - Game Two

Zwei möglicherweise wegweisende Spiele stehen am heutigen Freitag in der Zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs an. Die Buffalo Sabres gewannen das Auftaktspiel gegen die Montreal Canadiens und sind auch in Spiel 2 (7:00 PM ET, Sa. 1:00 Uhr) der Gastgeber. Die Anaheim Ducks empfangen in Spiel 3 (9:30 PM ET, Samstag 3:30 Uhr) die Vegas Golden Knights. Beide Mannschaften gewannen bislang jeweils ein Spiel.

Wir stimmen mit fünf Schlagschüssen auf diese beiden Duelle ein. 

Ducks setzen auf Heimstärke, Fans sind euphorisiert

Nachdem die Ducks die Serie in Spiel 2 mit einem 3:1 ausgeglichen haben, kehren sie ins heimische Honda Center zurück, wo sie in diesen Playoffs bislang eine makellose Bilanz von drei Siegen aus drei Spielen vorzuweisen haben. Diese drei Triumphe kamen in der Ersten Runde gegen Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers zustande. Anaheim könnte zum dritten Mal in der Franchise-Geschichte – nach 2015 (6:0) und 2007 (4:0) – jedes der ersten vier Heimspiele in einer Postseason gewinnen. 

Die Begeisterung in Anaheim, die erstmals seit 2018 wieder an den Playoffs teilnehmen, ist groß. Die Fans - vielfach mit einer Entenmaske oder zumindest einem Trikot bekleidet - feiern ihre Mannschaft und trauen ihr das Maximum zu. „Sie werden alles gewinnen“, sagte der Fan Ryan Quibodeaux gegenüber „NHL.com“ und fügte hinzu: „Diese junge Mannschaft hat bereits jetzt alle Erwartungen übertroffen.“ Nic Bermel, die gemeinsam mit ihrem Mann die Spiele besucht, sagte: „Eishockey ist der erste Sport, in den ich mich verliebt habe.“

Die Gäste aus Vegas sind euphorische Stimmungen gewohnt. Die T-Mobile Arena gilt als eine der lautesten Arenen der NHL. Doch die Fans der Ducks werden in ihrer Euphorie versuchen, dies zu übertreffen.

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Vegas Golden Knights und den Anaheim Ducks

Knights suchen nach ihrem Spiel, doch der Trainer hat eine Idee

John Tortorella war nach der Niederlage in Spiel 2 mit der Analyse beschäftigt. „Ich habe mir den ganzen Tag Spielvideos angeguckt“, sagte er bei einer Medienrunde am Vortag des Spiels. „Es geht vor allem um die Zweikämpfe. Wir sind noch immer dabei, unser Spiel zu finden. Es ist ja nicht so, dass wir in der Serie aktuell im Rückstand wären. Aber wir müssen zu unserem Spiel finden. Das ist uns bislang nicht gelungen.“ 

Auf die Ducks ging er in der Gesprächsrunde kaum ein: „Ich möchte nicht allzu viel über das gegnerische Team sprechen, aber sie haben ihre Sache gut gemacht.“ Was seine Mannschaft tun müsse, um in Spiel 3 besser zu funktionieren? Tortorella gibt Rätsel auf: „Ich habe da zwar etwas Konkretes im Kopf, aber das werde ich hier nicht verraten.“ Es bleibt abzuwarten, ob seine Idee auf dem Eis erkennbar sein wird.

Leo Carlsson: Einer der effektivsten Ducks der Playoff-Geschichte

Leo Carlsson ist in den Playoffs mit vier Toren und fünf Assists einer der Erfolgsgaranten der Ducks. In Spiel 2 gelang ihm der Siegtreffer. Nun steht er möglicherweise vor dem zehnten Playoff-Punkt seiner Karriere. Der 21-Jährige wäre nach Jackson LaCombe (7 Spiele im Jahr 2026) und Paul Kariya (8 Spiele im Jahr 1997) erst der dritte Spieler in der Geschichte der Ducks, der diese Marke in zehn oder weniger Spielen erreicht.

Der Schwede wurde beim NHL Draft 2023 an Position 2 von Anaheim gepickt und befindet sich in seiner dritten NHL-Saison. Über die Spielweise seiner Mannschaft sagt er: „Wir haben viel Tempo in unserem Spiel und versuchen, das ständig auszunutzen. Wir spielen simpel vom Verteidiger bis zum Stürmer.“

Ein dramatischer Blick auf Leo Carlsons Siegtreffer in Spiel 2

Montreal schlägt nach Niederlagen meist zurück

Buffalo setzte sich im Auftaktspiel der Zweiten Runde mit 4:2 gegen Montreal durch. Doch die Canadiens haben in den laufenden Playoffs bewiesen, nach Niederlagen immer besonders motiviert zu sein. In der aktuellen Postseason gelang es ihnen bereits dreimal, auf eine Niederlage mit einem Sieg zu reagieren.

Verteidiger Noah Dobson erklärt den Grund: „Wir haben, ob wir nun gewonnen oder verloren haben, während der gesamten Playoffs gute Arbeit bei der Spielanalyse geleistet. Wir haben genau bewertet, was wir gut gemacht haben und was wir noch verbessern müssen.“ Es gehe darum „kleine Anpassungen von Spiel zu Spiel vorzunehmen“, erklärte der Verteidiger. 

„Ich habe das Gefühl, dass die Mannschaft gut auf diese Botschaften reagiert, sie im nächsten Spiel umsetzt und sich so die Chance erarbeitet, eine Reaktion zu zeigen und erfolgreich zu sein. Morgen darf das nicht anders sein.“

Ein vierter Sieg infolge einer Niederlage würde den geteilten fünften Platz in der Franchise-Geschichte innerhalb einer einzigen Postseason bedeuten. Die Bestmarke wurde 1971 aufgestellt, als die Canadiens sechs Siege nach einer Niederlage zustande bekamen. Damals gewann das Traditions-Franchise den Stanley Cup.

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Buffalo Sabres und den Montreal Canadiens

Sabres wollen Top-Reihe der Canadiens weiter im Zaum halten 

Die Top-Reihe der Canadiens mit Nick Suzuki, Cole Caufield und Juraj Slafkovsky kommt in den laufenden Playoffs nicht in Fahrt. Suzuki verbuchte bei gleicher Spielerzahl bislang ein Tor und einen Assist, während Flügelspieler Caufield und Slafkovsky nach acht Spielen im 5-gegen-5 noch gar nicht gescort haben. 

Und doch ist den Sabres bewusst, dass diese drei Top-Spieler jederzeit den Unterschied ausmachen können. In der regulären Saison erzielten sie bei gleicher Mannstärke insgesamt 72 Tore und 161 Punkte. Der Fokus wird weiterhin darauf liegen, die Top-Reihe im Zaum zu halten.

„Das ist eine wirklich gute Reihe. Sie haben großartige Fähigkeiten und lesen das Spiel sehr gut“, sagte Sabres-Kapitän Rasmus Dahlin. „Sie sind gefährlich, wenn sie ihre Chance bekommen, daher müssen wir ihnen die Zeit und den Raum nehmen, ihnen eng auf den Fersen bleiben und es ihnen schwermachen. Wir haben bislang einen guten Job gemacht, können es aber noch besser.“

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