Moritz Seider hat Detroit im Sturm erobert. Aus „Motor City“ ist buchstäblich „Mo-Town“ geworden. Der deutsche Verteidiger ist es, der bei den Red Wings Spiel für Spiel den Bus fährt. Wagt man passend zur Autostadt den Vergleich mit einem Auto, so wäre der 24-Jährige aus Zell Lenkrad, Motor und Stoßdämpfer gleichzeitig.
NHL.com/de hat Seider über drei Tage vor Ort begleitet und sich mit seinen Teamkollegen über ihn unterhalten. Der Respekt für den 1,88 Meter großen Rechtsschützen könnte kaum größer sein.
Kanes erster Eindruck täuscht nicht
„Er ist ein überragender Typ“, sagt Flügelstürmer Patrick Kane über Seider. „Er bringt viel Energie aufs Eis, sowohl mit seiner Persönlichkeit als auch durch die Art, wie er spielt. Er ist physisch stark und es ist schwer, gegen ihn zu spielen. Auch in der Offensive ist er richtig produktiv für uns in dieser Saison. Für mich ist er einer der besten Verteidiger in der Liga. Ich bin froh, dass ich mit ihm spielen darf und nicht gegen ihn spielen muss.“
Kane muss es wissen. Der 37-jährige Routinier spielt aktuell seine 19. NHL-Saison (1366 Spiele, 508-891-1399) und gewann bis zu diesen Punkt alles, was man in dieser Liga gewinnen kann: Drei Stanley Cups (2010, 2013 und 2015 mit den Chicago Blackhawks) und individuelle Trophäen wie die Conn Smythe Trophy (Playoff-MVP), Hart Trophy, Ted Lindsay Award (beides MVP-Awards), Art Ross Trophy (Top-Scorer) und Calder Trophy (bester Rookie). Bei Kane, der zur Saison 2023/24 als Free Agent bei den Red Wings anheuerte, hinterließ schon der erste Kontakt mit Seider bleibenden Eindruck.
„Vor meinem ersten Spiel für Detroit habe ich neben ihm im Flugzeug gesessen und habe mich lange mit ihn unterhalten. Seitdem ist er einer meiner engeren Freunde in der Mannschaft“, erzählt Kane. „Er ist wirklich ein guter, durchdachter Mensch. Ich bin froh, dass ich ihn kennenlernen durfte.“






















