Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Montreal Canadiens und den Carolina Hurricanes

Die Carolina Hurricanes sind nur noch einen Sieg entfernt vom Einzug ins Stanley Cup Finale 2026. Im Eastern Conference Finale führt das Team aus Raleigh dank eines klinischen 4:0-Erfolgs gegen die Montreal Canadiens in Spiel 4 am Mittwoch im Bell Centre mit 3:1-Siegen. Es ist die „Gabel-Taktik“, die immer wieder zum Erfolg führt und gegen die kein Kraut gewachsen scheint.

Perfektioniertes Schuss-Management

Torschuss-Management war schon in der gesamten regulären Saison 2025/26 das Geheimrezept der Hurricanes. In der Hauptrunde gaben sie im Schnitt 32,2 Torschüsse/Spiel (2.) ab und ließen nur 23,9 gegnerische Torschüsse/Spiel (1.) zu.

Genau das führt auch in den Stanley Cup Playoffs 2026 zum Erfolg. Hier gibt Carolina 33,9 Torschüsse/Spiel (1.) ab und lässt nur 22,2 gegnerische Torschüsse/Spiel zu.

Im Eastern Conference Finale gegen die Montreal Canadiens wurde diese Herangehensweise weiter perfektioniert. Nach vier Spielen geben die Hurricanes durchschnittlich 34 Torschüsse ab und lassen nur 16,3 zu.

„Wir schauen uns jeden Tag Videos an, um noch eine Kleinigkeit zu finden, in der wir besser werden können“, verrät Carolinas Stürmer Sebastian Aho. „Wir sind definitiv noch nicht zufriedengestellt. Es war ein gutes Spiel, ein guter Sieg, aber gleichzeitig wollen wir uns jeden Tag weiter verbessern. Das Trainerteam macht einen fantastischen Job und fordert uns diesbezüglich immer wieder. Hoffentlich können wir im nächsten Spiel den nächsten Schritt machen.“

CAR@MTL, ECF, GM4: Andersen zeigt drei Paraden in kurzer Zeit

Die „Gabel-Taktik“ geht voll auf

Doch wie und warum gelingt den Hurricanes, in Sachen Schüsse derart den Stempel aufzudrücken?

Einerseits zeigt Carolina ein herausragendes Positionsspiel in der Defensive, steht in den Pass- und Schusswegen, spielt auch dank enormer Reichweite sehr gute Schläger und hält den Gegner auf den Außen.

„Das Lob geht an unsere Verteidiger und wie gut sie spielen“, sagt Angreifer Logan Stankoven. „Sie halten die Abstände eng und spielen großartige Schläger. Die Jungs opfern ihre Körper, um Schüsse zu blocken.“

„Situationen, die zu großen Chancen hätten führen können, konnten wir verhindern. Genau das brauchst du in den Playoffs“, fügt Ehlers hinzu.

Andererseits sorgen die Hurricanes für Dauerdruck in der Offensive. Dies gelingt durch permanentes und konsequentes Forechecking, das den Gegner in seiner eigenen Zone regelrecht erstickt.

„Ihre Wechsel werden länger und ihre Verteidigung hat alle Hände voll zu tun, einen Aufbau hinzubekommen. Es folgen also immer wieder Puckverluste. Dann kommt unsere nächste Reihe und macht genau da weiter“, beschreibt Verteidiger Shayne Gostisbehere die Erfolgs-Taktik. „Es ist, als ob wir immer wieder die Gabel ins Fleisch rammen, um zu sehen, ob es schon gar ist. Das kann manchmal langweilig sein, aber das ist uns egal. Wir wollen es dem Gegner so unangenehm wie möglich machen.“

„Wir halten es einfach“, erklärt Stankoven. „Wenn du Wechsel für Wechsel immer mehr Druck aufbaust, dann werden gute Dinge passieren.“

„Wir bringen die Pucks nach Pässen schnell aufs Tor“, ergänzt Ehlers.

Guter Start ebnet den Weg in Spiel 4

In Spiel 4 profitierte Carolina von einem guten ersten Drittel, in dem binnen 2:47 Minuten gleich drei Tore fielen. Sebastian Aho gelang mit dem 1:0 der achte Siegtreffer seiner Playoff-Karriere (15.). Ein Schussvorteil von 12:5 im ersten Durchgang drückte sich dank Jordan Staal (17.) und Stankoven (18.) dann auch in Toren aus.

„Wir waren gut vorbereitet und voll fokussiert auf den Start und die ersten Wechsel“, so Aho. „Wir hatten ein paar Situationen, die uns Momentum gegeben haben, waren in der Lage, ein paar Tore zu schießen und das Spiel zu übernehmen. Wir denken nicht darüber nach, wie das Spiel laufen könnte, sondern wir wollen einfach einen guten Start haben und bauen darauf auf.“

CAR@MTL, ECF, GM4: Aho trifft mit einem Direktschuss im Powerplay zum 1:0

„…dann ist es wirklich entmutigend für den Gegner“

Beeindruckend war, wie gut die Gabel-Taktik im Schlussabschnitt aufging. Normalerweise erhöhen Team in Rückstand die Schlagzahl und geben viele Torschüsse ab. Nicht so gegen Carolina: Die Hurricanes hatten 19:3 Torschüsse im dritten Drittel und ließen den ersten erst nach 17:02 Minuten zu. Mehr Bollwerk geht kaum.

„Wenn wir konstant so spielen, dann haben wir in jedem Spiel eine gute Chance“, sagt Stankoven. „‚Freddie‘ (Torwart Frederik Andersen) hat die Saves gezeigt, als wir sie gebraucht hatten, aber ich finde, auch ihr Torwart hat gut gehalten. Wir hätten mehr als vier Tore schießen können, haben nicht jeden Abpraller bekommen. Aber wenn wir uns an unser Spiel halten, dann ist es wirklich entmutigend für den Gegner.“

Nur noch ein Sieg bis zum Stanley Cup Finale

Brutales Schuss-Management und „Gabel-Test“ sollen für Carolina auch in Spiel 5 aufgehen, das am Freitag (8 p.m. ET; Samstag, 2 Uhr MESZ) im Lenovo Center in Raleigh steigt. Die Hurricanes brauchen nur noch einen Sieg in maximal drei Spielen, um ins Stanley Cup Finale einzuziehen.

„Zu dieser Zeit im Jahr kannst du nicht dein zweitbestes Spiel abliefern, du musst an jedem Abend dein bestes Spiel zeigen, um zu gewinnen“, betont Stankoven. „Wir sind noch nicht zufrieden gestellt, haben noch viel Hockey zu spielen und müssen einen Weg finden, einen weiteren Sieg zu holen.“

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