Mit den Vegas Golden Knights steht der erste Teilnehmer am Stanley Cup Finale 2026 fest. Sie setzten sich im Western Conference Finale mit einem Sweep in vier Spielen gegen die Colorado Avalanche durch.
Noch Mitte April, kurz vor Beginn der Postseason, hatten die Mannschaft nicht den Ruf eines Favoriten. Die reguläre Saison verlief eher durchwachsen, doch wichtige Transfers und Verpflichtungen, ein überraschender Trainerwechsel und Spitzenleistungen von einigen Spielern ermöglichten den beeindruckenden Durchmarsch.
Wichtige Verpflichtungen und Trades
Verfolgt man die Schritte, die die Golden Knights ins Finale führten, beginnt alles am 1. Juli vorigen Jahres. General Manager Kelly McCrimmon gelang der Coup des Sommers, als er Starstürmer Mitch Marner in einem Transfer von den Toronto Maple Leafs holte. Marners Vertrag in Toronto lief damals aus und er war das Traumziel jedes GM, der mit Abstand beste Free Agent. Er verlängerte aber nochmal für acht Jahre, da Free Agents mit anderen Teams nur Verträge über höchstens sieben Jahre abschließen können, und ging sofort nach seiner Vertragsunterschrift im Austausch für Nicolas Roy nach Vegas.
Der Trade für Marner war aber nicht die einzige wichtige Aktion von McCrimmon. Im Oktober nahm er Torhüter Carter Hart unter Vertrag, der sich ebenfalls als Schlüsselfigur herausstellen sollte. Im Januar holten die Golden Knights den starken Verteidiger Rasmus Andersson von den Calgary Flames und zur Trade Deadline kamen im März mit Cole Smith und Nic Dowd zwei Stürmer, die Vegas wichtige Tiefe in der Offensive verschafften.
Trainerwechsel bringt die Wende
Die reguläre Saison der Golden Knights war nicht überragend. Die Pacific Division wurde die meiste Zeit über von den Anaheim Ducks angeführt. Die Leistungen der Pacific-Teams war so wenig überzeugend, dass Connor McDavid, der Kapitän der Edmonton Oilers, die Division despektierlich als „Kissenschlacht“ bezeichnete.
Das änderte sich allerdings mit einem überraschenden Schritt der Golden Knights gegen Ende der Saison. Nur acht Spiele vor den Playoffs entließen sie Trainer Bruce Cassidy und ersetzten ihn durch John Tortorella. Zu diesem Zeitpunkt lag Vegas mit 80 Punkten auf Rang drei der Division, drei Punkte hinter den Oilers und sechs Zähler hinter den Ducks. Unter Tortorella holte Vegas in den restlichen Partien mit einer sensationellen Bilanz von 7-0-1 insgesamt 15 von 16 möglichen Punkten und stürmte noch zum Divisionstitel.





















