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Ab Mitte September beginnen in der NHL die Training Camps zur Vorbereitung auf die Saison 2022/23. Vom 1. August an nimmt NHL.com/de in der Serie 32 in 32 täglich ein Team der Liga genauer unter die Lupe. Die zweiteilige Bestandsaufnahme umfasst die wichtigsten personellen Veränderungen, die Schlüsselspieler, die Stärken und Schwächen sowie die Playoff-Chancen.
In dieser Ausgabe: Arizona Coyotes

Das Beste der Arizona Coyotes

Bei den Coyotes treiben sie den Neuaufbau der Mannschaft in diesem Sommer weiter konsequent voran. Doch im Gegensatz zu einigen NHL-Teams in der Vergangenheit, setzen sie in Arizona weniger auf die Hilfe älterer, erfahrener Top-Spieler, die das Rahmengerüst einer im Umbau befindlichen Mannschaft bilden sollen. Die Coyotes versuchen fast ausnahmslos mit jungen, hochtalentierten Spielern den Weg an die Spitze zu schaffen. Die Konsequenz, dass die Neustrukturierung der Mannschaft länger dauern dürfte, nehmen sie aus voller Überzeugung mit in Kauf.
Eines dieser Talente, das in Scottsdale möglichst schnell Verantwortung übernehmen soll, ist Conor Geekie, den das Franchise beim NHL Draft 2022 an elfter Stelle auswählte. Geekie muss in diesen Tagen nicht nur mit der Umstellung auf ein neues Spielniveau klar kommen, er ist auch mit einem völlig anderen Klima konfrontiert, als er das bislang gewohnt war.
Reguläre Saison 2021/22: 25-50-7, 8. Platz in der Central Division
Stanley Cup Playoffs 2022: keine Teilnahme
Trainer: André Tourigny, 2. Saison
Top-Zugänge:F Nick Bjugstad, D Troy Stecher, D Josh Brown, D Patrik Nemeth, F Zack Kassian
Top-Abgänge: F Phil Kessel, D Anton Stralman, F Alex Galchenyuk, F Loui Eriksson

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Bisher scheinen Geekie die notwendigen Umstellungen mit einer überraschenden Leichtigkeit zu gelingen, wie alle Beteiligten beobachtet zu haben glauben. Insbesondere die für ihn ungewöhnliche Hitze, bereitet dem Talent Freude. "Ich liebe es hier regelrecht und bin ganz aufgeregt", gab sich der Neuling begeistert von dem ungewohnten Klima. "Ich mag es, nach draußen zu gehen", gab der aus Strathclair, Manitoba, stammende Center zu Protokoll. "Neulich bin ich sogar zum Einkaufszentrum gelaufen, und einige Leute haben mich für verrückt erklärt. Aber es hat viel Spaß gemacht, und ich fühle mich hier wohl."
Der 18-Jährige hofft, dass der Wechsel von Winnipeg aus der Western Hockey League in die NHL zu den Coyotes sportlich ebenso nahtlos verläuft wie der beim Wetter. Die Konkurrenz innerhalb des Kaders wird groß sein, wenn Geekie gemeinsam mit vielen jungen talentierten NHL-Jungspunden, darunter der Schweizer J.J. Moser, möglichst schon im Herbst auf die Jagd nach vielen Punkten gehen soll.
In Arizona trauen sie ihm zu, in diesem harten Wettbewerb auf Anhieb zu bestehen. Die Verantwortlichen waren von Geekies Physis, seiner Torgefährlichkeit und seinem beidfüßigen Spiel dermaßen überzeugt, dass sie das junge Talent als Nummer elf des NHL Draft 2022 auswählten und dafür in einem Tauschgeschäft mit den San Jose Sharks kurzfristig um 16 Plätze aufrückten.

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Der Jugendtrend in Arizona nimmt durch diese Entscheidung weiter Form an, nachdem mit Logan Cooley (Nr. 3 beim NHL Draft 2022), Geekie und Jack McBain, der in der letzten Saison bereits zehn NHL-Spiele (zwei Tore, ein Assist) absolvierte, drei hochtalentierte, aber eben noch immer sehr junge Center, die Regie auf dem Eis übernehmen sollen.
"Ein Center Nr. 1, ein Center Nr. 2, sie stehen immer an erster Stelle", betonte Arizonas General Manager Bill Armstrong während des Development Camps die Bedeutung dieser Strategie des Neuaufbaus auch öffentlich. "Sie machen jeden besser. Sie sind dein Motor."
Geekie war in der vergangenen Saison mit 70 Punkten (24 Tore, 46 Assists) in 63 Spielen der regulären Saison und elf Punkten (drei Tore, acht Assists) in 15 Playoff-Spielen der Antrieb der Offensive von Winnipeg Ice in der WHL. Sein immenses Potenzial hat er dort über Monate gezeigt. Wie die meisten Spieler seines Alters ist auch er aber noch dabei, sein Spiel stetig zu verfeinern.
Geekie glaubt schon zu wissen, was er tun muss, um es möglichst direkt in die NHL zu schaffen. "Ich würde keineswegs sagen, dass ich langsam bin", gab sich Geekie am 18. Juli, als er einen dreijährigen Einstiegsvertrag unterschrieben hatte, entsprechend selbstbewusst. "Wenn ich in Fahrt komme, bin ich ein guter Schlittschuhläufer, aber man kann immer schneller werden, man kann immer stärker werden, man kann immer schlauer werden. Mir wurde immer gesagt, dass man IQ und Sehvermögen früh lernen kann, aber nicht spät. Besser Schlittschuhlaufen kann man früh und spät lernen."
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Und obwohl sich Geekie eine nicht näher benannte Verletzung zugezogen hat, die ihn während des Camps einschränkte, geht er davon aus, dass er bis zum Beginn des Trainingslagers der Coyotes im September wieder gesund und völlig fit sein wird. "Ich möchte unbedingt versuchen, direkt ins Team zu kommen. Das ist der Traum eines jeden 18-Jährigen", meinte er. "Ich muss noch ein bisschen schneller werden, mein Spiel insgesamt noch ein bisschen beschleunigen. Ich bin einfach sehr gespannt, was passiert."
Doch zu sehr möchte er sich auch noch nicht unter Druck gesetzt sehen. Geekie betonte zugleich, er wäre auch nicht enttäuscht, wenn er doch noch einmal in die WHL zurückkehren müsste. Der GM der Coyotes klang zuletzt recht zuversichtlich, mit Geekie eine kurzfristige Hilfe verpflichtet zu haben: "Er hat mit seiner Größe und seinen Fähigkeiten sowie seiner Energie und seinem Einsatz einige dominante Leistungen gezeigt", lobte Armstrong. "Für einen großen Kerl wie er einer ist, fehlt es ein wenig an Konstanz, an der er arbeiten muss. Ich denke, das wird ein Reifeprozess, bis er jeden Abend das Beste abliefern kann. Aber er hat all das, was wir lieben. Er hat die Größe, spielt körperbetont und er hat die Fähigkeiten."
Das klingt verdächtig danach, als könnte Geekie schon bald erleben, wie sich Arizona auch außerhalb des Hochsommers anfühlt. Er wäre dann das nächste Mosaiksteinchen, das sie bei den Coyotes zu ihrem ungewöhnlich gut besetzten Pool an Talenten erfolgreich hinzugefügt hätten.