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Global Series Blog: Mirco Müller

Der Verteidiger der Devils freut sich auf die anstehende Reise und darauf vor den Fans in Schweiz spielen zu können

von Mirco Müller @nhlde / Kolumnist auf NHL.com/de

Die New Jersey Devils und die Edmonton Oilers werden an der NHL Global Series 2018 teilnehmen. Die Devils treten am Montag zu einem Preseason-Spiel gegen den SC Bern in der PostFinance Arena (19:30 Uhr MESZ; NHLN, SN, MSG+)an und eröffnen danach die Hauptrunde der neuen Saison am 6. Oktober (19 Uhr MESZ; SN, MSG+) mit einem Punktspiel gegen die Oilers im Scandinavium zu Göteborg (Schweden).

Devils-Verteidiger Mirco Mueller, der in Winterthur in der Schweiz geboren wurde, wird seine Eindrücke und Erlebnisse des Trips in seinem eigenen Blog auf NHL.com/de teilen. 

Hier ist sein erster Eintrag:

 

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Winnipeg - Hallo Eishockey-Fans! Unsere Preseason in Nordamerika haben wir also erfolgreich mit einem 5:3-Sieg über die Winnipeg Jets im Bell MTS Place abschließen können.

Offensichtlich war es gut noch ein Auswärtsspiel in Kanada zu bestreiten, bevor wir jetzt in Richtung Europa aufbrechen. Es waren viele Fans mit dabei und ich denke, dass ich ganz gut gespielt habe. Die Jungs sind schon voller Vorfreude. Das habe ich gemerkt, als wir in New Jersey waren um unsere Sachen für die Reise zu packen. Viele in unserer Mannschaft waren noch nie zuvor in der Schweiz. Es wird also eine tolle Erfahrung für sie werden.

In diesem Spiel hatte ich die Chance zusammen mit Sami Vatanen zu spielen. Er hat mir viel Selbstvertrauen vermittelt. 

Aus irgendeinem Grund habe ich mich mich nach der Weltmeisterschaft in Dänemark viel wohler gefühlt auf dem Eis. Hinter mir liegt eine schwierige NHL-Saison. Ich hatte mit Verletzungspech zu kämpfen. Das war mental sehr belastend. Doch ich denke, dass ich letztendlich gestärkt zurück gekommen bin. Ich habe in den Stanley Cup Playoffs immer alles gegeben. Dann konnte ich sogar die Silbermedaille mit der Schweiz bei der Weltmeisterschaft gewinnen. Das gab mir viel Selbstbewusstsein, das ich mit in die Sommerpause nehmen konnte. Zu Beginn des Trainingslagers war ich, so denke ich zumindest, dann in guter Form. Am Donnerstag wurde ich dadurch belohnt, dass ich gemeinsam mit Vatanen spielen durfte. Ich hoffe, dass es bei mir nun auch weiterhin in eine positive Richtung läuft. 

Video: WSH@NJD: Müller gleicht mit Schlagschuss aus

Nachdem diese Reise bekannt gegeben wurde, wollte ich zunächst noch nicht allzu viel darüber nachdenken. Im Eishockey kann ja viel passieren. Es gibt Trades usw.. Man weiß letztendlich nie, was alles passieren kann. Doch als dann der Sommer kam, das Trainingslager ins Haus stand, da hatte ich sofort wieder diesen Trip im Hinterkopf. 

Viele Leute werden kommen um mich zu sehen. Ich musste zahlreiche Tickets besorgen für Leute, die mich durch meine Karriere begleitet haben. Vermutlich kommen auch Leute, die ich gar nicht persönlich kenne. Ich bin gespannt wer alles dabei sein wird. Es wird ein einmaliges Erlebnis in meiner Karriere werden.

In der Schweizer Nationalliga habe ich für die Kloten Flyers gespielt. Es werden viele ehemalige Mitschüler aus gemeinsamen Zeiten in Winterthur in Bern mit dabei sein. Mit dem Zug dauert die Fahrt nur rund 90 Minuten. Ich habe stets gerne mit meinen Nationalmannschaftskollegen aus der Schweiz vor den heimischen Fans gespielt. Jetzt mit meinen Teamkameraden von den Devils vor ihnen spielen zu dürfen, wird sehr aufregend sein. 

 

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Die Tickets waren rasch ausverkauft, es herrscht offenkundig eine große Begeisterung in Bern und im Umland. Man freut sich dort offensichtlich sehr auf uns. Wir werden an diesem Wochenende auch einiges unternehmen.

Am Freitag trainieren wir in Winnipeg noch einmal, bevor es dann auf den elfstündigen Flug in Richtung Schweiz geht. Die Trainer erwarten, dass wir an Bord des Flugzeugs noch ein paar Stunden schlafen. Erfahrungsgemäß bekomme ich da jedoch nicht mehr als eine oder zwei Stunden Schlaf. Die helfen dann dabei den Jetlag nach der Ankunft möglichst rasch zu überwinden. 

Einige Jungs aus dem Team werden vermutlich Karten spielen. Für mich ist das was sie spielen jedoch nichts. Ich spiele gerne Poker auf so einem langen Flug. An der Ostküste hat man solch lange Flüge jedoch nur selten. Als ich noch bei den San Jose Sharks gespielt habe, da war das anders. 

Ich erinnere mich auch noch gut an meine Zeit mit den Barracudas aus der American Hockey League, als ich in San Jose unter Vertrag stand. Ein Mitspieler hatte einen Tisch, der gut in den Bus gepasst hat. Damit konnten wir dann bis 4 Uhr in der Früh durch Kalifornien fahren und spielen. Das war eine schöne Zeit. Wir hatten viel Spaß. In den Minor Leagues war das Leben eines Eishockeyspielers ganz anders. Besonders im Westen, wo das Team sehr viel reisen musste.

Ich habe an diesen Dingen immer viel Spaß. Denn wenn man eine gute Truppe beisammen hat, so wie jetzt auch hier in New Jersesy, dann kann so etwas ein Team wirklich zusammenschweißen. 

Ich bin jedoch nicht verantwortlich für die Organisation des Pokerspiels. Brian Boyle macht die Buchführung für uns. Ich selber bin kein so guter Kartenspieler. Dass Spiel, das die Jungs gerne spielen heißt, glaube ich 'Seven up Seven down'. Darin war ich nicht sehr gut. Deshalb spiele ich es nicht mehr. 

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Einige Jungs haben mich kürzlich schon gefragt wohin sie gehen sollen, was sie kaufen und was wir vor Ort machen können, wenn wir in der Schweiz sind. Mir schwebt da so einiges vor. Doch wir müssen erst einmal abwarten, wie viel Zeit uns wirklich für so etwas bleibt. Ich berichte Euch in meinem nächsten Beitrag darüber. Bleibt also dabei. 

Bis dahin, und danke für Eure Aufmerksamkeit!

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