Entscheidende Highlights aus dem Spiel zwischen den Philadelphia Flyers und den Washington Capitals

Die Philadelphia Flyers haben am Mittwochabend in der Xfinity Mobile Arena einen wichtigen 4:1-Heimsieg gegen die Washington Capitals gelandet und sprechen im engen Playoff-Rennen in der Eastern Conference damit wieder ein ernstes Wörtchen mit. Eine Attraktion in der City of Brotherly Love ist aktuell Stürmer Owen Tippett.

Täglich grüßt das Murmeltier

Dass Washington in diesem Spiel in Führung gehen würde, war rein statistisch fast schon eine Gewissheit: Philadelphia geriet in 44 von 64 Spielen zunächt in Rückstand, was einen Negativwert in der gesamten Liga darstellt. An diesem Abend nutzten Ryan Leonard eine Powerplay-Situation zum 1:0 für die Capitals (10.).

„Zuletzt haben wir ein paarmal das erste Tor in einem Spiel kassiert und sind von unserem Spiel abgekommen. Auch früher in dieser Saison haben wir ein paar Gegentore bekommen, konnten aber direkt wieder zurückschlagen. Heute haben wir gezeigt, dass wir zu dieser Mentalität zurückfinden können“, sagte Flyers-Stürmer Travis Konecny. „Es war einfach wichtig für uns, dass wir drangeblieben sind.“

Konecny selbst war es, der im zweiten Drittel den Ausgleich besorgte. Nach einem Querpass von Travis Sanheim verzögerte er kurz im rechten Faceoff-Kreis und tunnelte dann Gäste-Torwart Logan Thompson (18 Saves, 85,7 Prozent Fangquote) zum 1:1 (25.).

WSH@PHI: Konecny tunnelt Thompson zum Ausgleich

Traumtor mit einer noch schöneren Vorarbeit

Ein echter Hingucker war die 2:1-Führung durch Trevor Zegras, der aus einem Angriff resultierte, der Tempo, Kraft, Explosivität, Balance und perfektes Zusammenspiel vereinte. Tippett startete in der eigenen Zone, drängelte sich mit dem Puck an zwei Verteidigern vorbei, hielt sich nach Kontakt in der neutralen Zone gerade noch auf den Beinen, überquerte die blaue Linie, spielte zwei kurze Doppelpässe auf engem Raum und sah, wie Zegras die Scheibe aus der Nahdistanz unter die Latte schoss (33.).

„Mit ihm zu spielen ist ein echtes Vergnügen“, frohlockte Zegras. „Er hatte heute etwa sechs Alleingänge. Bei unserem 2-auf-0-Spielzug ist er gestürzt, aber er war immer noch schneller als ich.“

„Der Kerl ist ein Pferd“, schwärmte Flyers-Verteidiger Jamie Drysdale. „Er ist für uns ein absolutes Arbeitstier, so wie er diese Saison insgesamt und auch heute gespielt hat. Heute ist er 50-mal von einem Ende zum anderen gelaufen. Jedes Mal, wenn er den Puck berührt, ist er eine Gefahr. Ich möchte nicht in der Verteidigung der gegnerischen Mannschaft stehen und gegen diesen Kerl mit seinem Elan antreten müssen.“

„Er ist ein wahrer Power Forward. Er spielt eine richtig gute Saison und konnte sich nochmal steigern. Ich habe ihn ein paarmal umgestellt, aber er kann das Spiel im Alleingang vorantreiben“, sprach auch Philadelphias Trainer Rick Tocchet ein Sonderlob an seine Nummer 74 aus.

„Meine Beine haben sich gut angefühlt“, sagte Tippett nach seinem Multi-Punkte-Spiel (1-1-2). „Ich glaube, wenn man einen guten Start hinlegt und sich frühzeitig etwas lockern kann, gibt einem das das Selbstvertrauen, das ganze Spiel über durchzuhalten.“

WSH@PHI: Zegras und Tippett starten einen schnellen Konter mit zwei Doppelpässen

Drysdale bleibt heiß

Im dritten Drittel machte Philadelphia den Deckel drauf. In einer 4-gegen-4-Spielsituation verzögerte Drysdale an der blauen Linie und traf per Distanzknaller zum 3:1 (48.). Der Offensivverteidiger ist gerade richtig formstark und konnte in den letzten zehn Spielen vier Tore erzielen, nachdem er in seinen ersten 51 Partien nur drei Treffer erzielt hatte.

„Ich glaube, es geht eher darum, nicht so zurückhaltend bei Abschlüssen zu sein“, sagte Drysdale. „Wenn man den Puck schießt, passieren gute Dinge, und das hat sich in letzter Zeit auch gezeigt.“

Schlussendlich durfte Tippett seinen Gala-Auftritt 63 Sekunden vor dem Ende mit einem Empty-Net-Tor krönen (59.). Sein 21. Saisontreffer war das 100. Tor für Philadelphia.

Tocchet lobt das Kollektiv

„Heute haben sich viele Spieler gezeigt“, lobte Tocchet. „Es war eines dieser Spiele, in denen wirklich jeder etwas beitragen konnte und sich alle gegenseitig unterstützt haben.“

„Wir haben Fehler im zweiten Drittel gemacht, die es uns gekostet haben“, analysierte Washingtons Trainer Spencer Carbery. „Insgesamt haben wir hart gespielt und waren voll da. Das Chancenverhältnis war recht ausgeglichen. Wir haben einfach nur nicht genügend Spielzüge gestartet.“

Die Flyers (30-23-11) ziehen punktemäßig mit den Capitals (32-27-7) gleich und haben sieben Zähler Rückstand auf einen Wildcard-Platz in der Eastern Conference.

Am Donnerstag (8 p.m. ET; Freitag, 1 Uhr MEZ) ist Philadelphia auswärts bei den Minnesota Wild gefordert.

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