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Timo Meier ganz stark im ersten Sturm

Der Schweizer Stürmer der San Jose Sharks bekommt immer mehr Eiszeit und liefert

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Timo Meier steht noch ganz am Beginn seiner NHL-Karriere. Nachdem er im Juni 2015 beim NHL Draft von den San Jose Sharks in der ersten Runde an Nummer neun ausgewählt wurde, absolvierte er in der Saison 2016/17 34 Einsätze, in denen er es auf drei Tore und drei Assists für das Franchise an der Grenze zum Silicon Valley brachte.

In der laufenden Spielzeit gehört er zum Stammkader der Sharks und kommt immer wieder mal in der ersten Sturmformation zu Einsätzen, so wie in der Nacht von Sonntag auf Montag beim 5:2-Erfolg über die Dallas Stars im SAP Center.

Zu den wichtigen ersten zwei Treffern seines Teams durch Joe Pavelski und Melker Karlsson leistete Meier jeweils die Vorarbeit und trug seinen Beitrag dazu bei, dass früh die Zeichen auf Sieg gestellt wurden.

An der Seite des erfahrenen Pavelski fühlt sich der 21-jährige Schweizer pudelwohl. Es hat sich also bewährt, dass er mit seinem Teamkapitän regelmäßig Videoanalysen betreibt, um sich dessen Spielweise einzuprägen, wie er kurz vor der Jahreswende nhl.com/de verriet.

Meier legt weniger Wert auf Statistiken, ließ er ebenso wissen.

Gefühle, Wohlbefinden und Missbehagen sind ohnehin nicht in Zahlen auszudrücken oder vielleicht doch?

In den 14 Partien im Januar gelangen dem Herisauer sieben Scorerpunkte (5 Tore, 2 Assists), womit er innerhalb eines Monats seine Marke aus der gesamten Vorsaison überbot. Bereits nach nur neun Partien im Februar, von denen die Sharks deren sechs gewannen, egalisierte das Sturmtalent seinen Bestwert vom Januar.

Video: SJS@ANA: Meier kann das Spiel spät ausgleichen

Seine Formkurve steigt ähnlich steil nach oben, wie die Eiszeit, die er bekommt. In den letzten drei Heimspielen gegen die Arizona Coyotes, Vancouver Canucks und Stars stand Meier durchschnittlich 20:16 Minuten auf dem Eis, im Vergleich zu 14:15 Minuten in den ersten 55 Saisonpartien.

Ein bisschen ist der 1,84m große und 97 kg schwere Center auch zu einem Sieggaranten für die Sharks geworden. Von den 19 Begegnungen in denen Meier punktete (in fünf Spielen gelangen ihm jeweils zwei Punkte), gewann San Jose deren 13, was einer Siegquote von 68,4 Prozent entspricht. Insgesamt weisen die Sharks eine Quote von 54,24 Prozent (32 Siege / 59 Spiele) aus.

Es zeichnet sich nun ab, dass General Manager Tom Wilson nicht daneben lag, als er sich dazu entschied sich die Rechte an dem Appenzeller zu sichern, der immer ein Aktivposten im Spiel der Sharks ist. Nach Pavelski (165) versuchte sich kein anderer Sharks-Stürmer häufiger im Torabschluss als Meier (151). Bei den Schüssen pro Minute Einsatzzeit liegt Meier (0,179) sogar knapp vor Verteidiger Brent Burns (0,165) und deutlich vor Pavelski (0,146).

Meier kommt seinem Ziel, das er sich vor der Saison gesteckt hat "durchgehend in der NHL zu spielen und immer ein wenig besser zu werden" Monat für Monat, Woche für Woche und Tag für Tag näher. Wer mag da noch daran zweifeln, dass er sich zu einem überragenden Stürmer entwickelt, der uns noch viel Freude in den kommenden Jahren bereiten wird.

 

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