Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Buffalo Sabres und den Philadelphia Flyers

Es hat klick gemacht. Die Philadelphia Flyers haben sich nach einem Horror-Start in die Saison 2026/27 mit neun Niederlagen (0-6-3) wieder gefangen und zuletzt drei Siege in Folge gefeiert. Dies ist sogar die längste aktive Siegesserie in der Liga (zusammen mit den Dallas Stars und dem Tampa Bay Lightning). Am Mittwochabend gelang Philadelphia im KeyBank Center mit einem 3:1 bei den Buffalo Sabres der erste Auswärtssieg in dieser Spielzeit.

Der Aufschwung in Philly

„Ich bin stolz auf die Jungs, denn wir haben viele Verletzte, für die andere Jungs jetzt einspringen und mehr Minuten bekommen“, sagte Flyers-Trainer Rick Tocchet. „In den letzten Spielen haben wir mehr von unserer Identität gezeigt. Es gibt viel Positives, wir wissen aber auch, dass wir noch viel Arbeit vor uns haben.“

Die Leistungssteigerung bei Philadelphia ist beeindruckend und betrifft die Offensive, Defensive und die Special Teams: In den ersten neun Spielen erzielten die Flyers gerade einmal 1,22 Tore/Spiel (32.) und kassierten 3,56 Gegentore/Spiel (24.). Das Powerplay hatte eine Erfolgsquote von 7,7 Prozent (31.), das Penalty Killing von 82,9 Prozent (13.). In den letzten drei Spielen lesen sich diese Statistiken ganz anders: 3,0 Tore/Spiel (T-14.), 1,33 Gegentore/Spiel (2.), 30 Prozent in Überzahl (T-10.) und 85,7 Prozent in Unterzahl (9.).

Auch individuell lässt sich eine klare Leistungssteigerung erkennen. Trevor Zegras etwa steigerte sich von drei Scorerpunkten (1-2-3) aus den ersten neun Partien auf deren fünf (2-3-5) aus drei Spielen.

PHI@BUF: Zegras lauert im Powerplay vor dem Tor und trifft mit einem Baseball-Schwung

Die jungen Wilden

Insbesondere viele junge Spieler sprangen zuletzt ein: Verteidiger Oliver Bonk (21; 0-3-3) sowie die Stürmer Matvei Michkov (21; 3-2-5), Cole Knuble (22; 2-0-2), Porter Martone (19; 1-1-2) oder Denver Barkey (21; 0-2-2) wussten in den letzten drei Begegnungen zu überzeugen und hatten einen riesigen Anteil am Aufschwung in Philadelphia.

„Ihre Energie ist ansteckend“, bestätigt Tocchet. „Sie kommen gerne in die Arena und legen ihre Ausrüstung an - es ist keine lästige Pflicht für sie. Es ist schön, das zu sehen. Es ist ein Spiel, das du lieben musst. Sie genießen es und treiben sich gegenseitig an.“

Knuble markiert seine ersten beiden NHL-Tore

In Buffalo erzielte Knuble seine ersten beiden NHL-Tore. Beim 1:0 fiel er nach einem Zweikampf aufs Eis, stand aber schnell wieder auf, zog zum Tor und verwandelte mit der Rückhand (15.). Beim 3:1 traf er frech von hinter der Grundlinie, als er Sabres-Torwart Ukko-Pekka Luukkonen als „lebendige Bande“ nutzte (44.).

„Ich habe in den letzten Jahren viel Arbeit investiert“, so Knuble nach seinem zweiten NHL-Spiel. „Ich vertraue auf meine Fähigkeiten. Es ist natürlich ein großer Sprung nach oben zu den besten Spielern der Welt.“

PHI@BUF: Knuble steht auf, zieht zum Tor und schießt mit der Rückhand sein erstes NHL-Tor

Der US-Amerikaner wurde im NHL Draft 2023 in der 4. Runde an 103. Stelle von den Flyers ausgewählt und begann die Saison 2026/27 im Farmteam Lehigh Valley Phantoms (sechs AHL-Spiele, 1-3-4).

„Ich freue mich so für den Jungen - und dann schießt er gleich noch eins“, grinste Tocchet. „Wir wussten, dass er ein gutes Training Camp hatte, aber er ist drangeblieben und hatte eine gute Einstellung da unten. Das hat sich für ihn ausgezahlt.“

Verteidiger Bonk, ein Erstrunden-Pick (22. Stelle) aus dem Draft 2023, erlebte derweil sein zweites Multi-Punkte-Spiel seiner Karriere (0-2-2).

„Er hat sich definitiv mehr gefreut - und ich mich so sehr für ihn“, sagte Bonk über Knuble. „Dieses erste Tor vergisst du nie. ‚Knubs‘ hatte ein großartiges Spiel und hat sich belohnt. Ich bringe einfach nur die Pucks Richtung Tor, sie erledigen den Rest. Es ist großartig mit ihnen zu spielen, denn sie arbeiten hart. Ich liebe diese Reihe mit ‚Gosh‘ (Gaucher), ‚Knubs‘ (Knuble) und ‚Barks‘ (Barkey), denn ich weiß, immer wenn ich nach vorne gehe, dann kann ich mich darauf verlassen, dass sie mich hinten absichern. Es macht so viel Spaß, mit ihnen zu spielen.“

Vladar wird zum Stabilisator

Apropos Absicherung: Towart Dan Vladar (27 Saves, 96,4 Prozent Fangquote) trug mit einer „einfach grundsoliden“ Leistung, wie es Tocchet nannte, zum Sieg bei. „Wir bekommen in jedem Spiel starke Torhüterleistungen“, betont sein Trainer. „‚Vladi‘ ist ein Kämpfer. Er hat ein paar wichtige Paraden gezeigt.“

Auch die Leistungssteigerung von Vladar ist ein Mikrokosmos der gesamten Flyers-Mannschaft: Der Tscheche startete mit einer 0-3-1-Bilanz, 4,21 Gegentoren/Spiel und 87,5 Prozent Fangquote in die neue Saison. Zuletzt kann der 29-Jährige aber einen 2-0-0-Record, 1,0 Gegentore/Spiel und 96,3 Prozent Fangquote vorweisen.

Nicht ohne Grund klettert Philadelphia (3-6-3) in der Tabelle und ließ in der Metropolitan Division bereits die Pittsburgh Penguins (3-6-1) und Columbus Blue Jackets (3-5-0) hinter sich. Am Samstag (1 p.m. ET; 19 Uhr MESZ) wollen die Flyers ihre Siegesserie im Heimspiel gegen die Anaheim Ducks fortsetzen.

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