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NHL.com/de wirft in der Rubrik Draft Watch jeden zweiten Dienstag einen Blick auf die Kandidaten für den NHL Draft 2027. In dieser Ausgabe: Die Favoriten.

Eine neue Saison hat begonnen und damit auch das Rennen zum NHL Draft 2027 für die talentiertesten Nachwuchsspieler der Welt. In diesem Jahr gibt es einen klaren Favoriten mit bekanntem Namen sowie große Hoffnungen für Deutschland und die Schweiz.

Dupont unterstreicht Favoritenrolle

Bereits seit Jahren wird Landon DuPont als der große Star des NHL Draft 2027 angesehen. Vielen Fans in Deutschland und der Schweiz ist sein Name bekannt. Er ist der Sohn von Micki DuPont, der lange für die Eisbären Berlin, den EV Zug und die Kloten Flyers aktiv war.

Genau wie der Vater ist auch der Sohn, der einen großen Teil seiner Kindheit in der Schweiz und in Berlin verbrachte, ein nicht sonderlich großer Verteidiger. Doch genau wie DuPont Senior macht er diesen Nachteil durch Skating, Übersicht, Spielintelligenz und Technik mehr als wett.

Nach aktuellem Stand sieht es so aus, als könnte kein anderer Spieler des Jahrgangs dem jungen DuPont auch nur annähernd das Wasser reichen. Er bekam mit dem Exceptional Player Status die Ausnahmegenehmigung, bereits mit 15 Jahren in der kanadischen Juniorenliga WHL zu spielen. In seiner ersten Saison erzielte er 2024/25 60 Punkte (17 Tore, 43 Assists), gefolgt von 73 Punkten (18 Tore, 55 Assists) in seiner zweiten Spielzeit.

Zur aktuellen Saison wechselte DuPont in die US-Universitätsliga NCAA an die University of Michigan, wo er gegen deutlich ältere und erfahrenere Gegner antritt. Diesen Weg beschritt ein Jahr zuvor bereits Gavin McKenna, der erste Pick im NHL Draft 2026. Ihm brachte das anfangs Kritik ein, da er einen etwas langsamen Start in die Saison erwischte und sich erst später richtig in die Liga eingewöhnte. Von einem langsamen Start kann man bei DuPont nicht sprechen, er hat nach zwei Spielen schon zwei Assists auf dem Konto.

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Neuenschwander weit vorne

Für Teams, die Verstärkung im Zentrum suchen, ist das der richtige Jahrgang. Keine andere Position ist unter den Kandidaten für die erste Runde auch nur annähernd so oft vertreten. Neben einigen Nordamerikanern wie Alexis Joseph, Carter Meyer und Sammy Nelson ist unter den aussichtsreichsten Mittelstürmern auch ein Schweizer.

Jonah Neuenschwander hatte in den vergangenen Jahren einen beeindruckenden Werdegang. In der Saison 2024/25 trat er mit nur 15 Jahren bereits bei der U20 WM an und bestritt seine ersten 15 Spiele für den EHC Biel-Bienne in der National League, der höchsten Spielklasse der Schweiz. Vergangene Saison erzielte er in der NL zwölf Punkte (fünf Tore, sieben Assists) in 32 Spielen. In der laufenden Saison kommt er auf ein Tor und zwei Assists in acht Spielen. Viele Scouts und Draft-Experten sehen den jungen Schweizer unter den Top 10 des Jahrgangs, teilweise unter den besten fünf.

Carter Meyer erfreut sich bei den Scouts besonderer Beliebtheit. In seinen ersten sechs Saisonspielen gelangen ihm in der QMJHL neun Punkte (zwei Tore, sieben Assists) für die Quebec Remparts. Beachtung verdient aber auch Nelson. Er durchlief bisher das angesehene US National Team Development Program, das in den vergangenen Jahren viele hochklassige Spieler hervorbrachte. Er tritt in dieser Saison in der NCAA für die University of Notre Dame an. Sein Team bestritt erst ein Spiel, in dem er sofort sein erstes Tor erzielte.

Calce lässt Taten sprechen

Auch Deutschland schickt für diesen Draft ein vielversprechendes Talent ins Rennen. Zu Saisonbeginn wurde Max Calce als Pick für die zweite, vielleicht die späte erste Runde gesehen.

Das könnte sich aber schnell ändern, denn der Center der Adler Mannheim weiß in den ersten Wochen der DEL-Saison zu beeindrucken. In acht Spielen verbuchte er schon vier Punkte (drei Tore, ein Assist). Vergangene Saison kam er in 14 DEL-Spielen nur auf zwei Treffer. Sollte Calce in diesem Tempo weitermachen, könnte er in den Ranglisten für den Draft schnell nach oben klettern. Zum Vergleich: Lukas Reichel, der 2020 an 17. Stelle gedraftet wurde, erzielte in seiner Draft-Saison für die Eisbären Berlin 24 Punkte (zwölf Tore, zwölf Assists) und sammelte damit, wie Calce bisher, etwa einen halben Punkt pro Spiel.

Qualität auf den Flügeln

Außenstürmer sind unter den Favoriten nicht annähernd so oft vertreten wie Center, doch einige von ihnen gehören zu den angesehensten Talenten des Jahrgangs. Die beiden Russen Nazar Privalov und Sergei Skvortsov haben wohl nicht DuPonts Qualität, stehen im Kampf um den zweiten Pick aber ganz weit oben. Beide spielen bereits in der russischen KHL, Privalov wartet aber noch auf seinen ersten Punkt, Skvortsov kommt in neun Spielen auf ein Tor und einen Assist.

Neben den beiden Russen spielen sich auch zwei kanadische Flügelspieler in den Vordergrund, Dima Zhilkin und Brock England. Zhilkin ist mit zwölf Punkten (sieben Tore, fünf Assists) der viertbeste Scorer und zweitbeste Torjäger der Ontario Hockey League. England ist eher ein Zwei-Wege-Stürmer, der weniger Punkte erzielt, dafür aber die stärkere Option für die Defensive ist. Er bestritt erst drei Saisonspiele in der WHL und verzeichnete einen Assist.

Außerdem sollte man Luca Santala im Auge behalten. Der Finne wurde innerhalb der OHL nach nur einem Spiel für die London Knights an die Kitchener Rangers abgegeben. Dort sammelte er in sechs Spielen fünf Punkte (vier Tore, ein Assist).

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