Wenn man sich auf Ursachenforschung für das Erstrundenaus der Nashville Predators in den Stanley Cup Playoffs im April begibt, stößt man unweigerlich auf zwei Faktoren. Zum einen das lausige Powerplay und zum anderen die für eine mit so vielen starken Stürmen besetzte Mannschaft schwache Torausbeute. Alle 15 Überzahlsituationen in den sechs Partien gegen die Dallas Stars ließen die Predators ungenutzt verstreichen. Und die insgesamt 12 Treffer reichten am Ende nicht aus, um den Rivalen aus Texas in die Knie zu zwingen.
Die Werte in beiden Bereichen waren symptomatisch für die gesamte Saison. Die Erfolgsquote im Powerplay während der Hauptrunde lag lediglich bei 12,7 Prozent. Keiner der Mitstreiter in der Liga schnitt schlechter ab. Und die 240 geschossenen Tore bedeuteten gerade einmal Platz 19.
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So war es wenig verwunderlich, dass General Manager David Poile und Trainer Peter Laviolette bei der Free Agency den Markt nach Spielern durchforsteten, mit denen sich diese Malaise in der Saison 2019/20 abstellen lässt. Die Wahl fiel schließlich auf Matt Duchene, der bei den Ottawa Senators und ab Februar bei den Columbus Blue Jackets als Scorer geglänzt hatte. Um genügend Cap-Space für dessen Verpflichtung zu bekommen und um zudem eine langfristige Liaison mit Stürmer Colton Sissons eingehen zu können, trennten sich die Predators von Star-Verteidiger und Großverdiener P.K. Subban und tradeten ihn zu den New Jersey Devils.
Bilanz 2018/19: 47-29-6, 3. Platz in Western Conference
Playoffs 2019:erste Runde, 2:4 gegen die Dallas Stars
Trainer: Peter Laviolette, seit 2014/15
Zugänge: Matt Duchene, Steven Santini, Daniel Carr
Abgänge:P.K. Subban, Brian Boyle, Wayne Simmonds, Tyler Gaudet, Philip Di Giuseppe, Justin Kirkland
"Es war unser vordringlichstes Ziel für die Offseason, unsere Offensive besser auszustatten. Dass wir dabei ein Auge auf Matt Duchene geworfen hatten, war ja nicht zu verbergen. Mit ihm haben wir einen dynamischen Scorer und Torjäger hinzugewonnen, der zudem über Spielmacherqualitäten verfügt", sagte Poile über den Neuzugang.
Für den Umworbenen gab ein längeres Gespräch mit Coach Laviolette den Ausschlag, seine Unterschrift unter einen Siebenjahresvertrag zu setzen, der mit 56 Millionen US-Dollar dotiert ist. "Bei dem Treffen habe ich sofort gemerkt, dass wir auf gleicher Wellenlänge liegen. Er hat unter anderem gesagt, dass er sich mehr Tore von seinem Team wünscht. Bei einem offensivfreudigen Kerl wie mir stieß er damit natürlich auf offene Ohren", berichtete Duchene von der Unterredung.