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Duchene bürgt für erfolgreiches Powerplay

NHL.com/de 31 in 31: Nashville Predators hoffen 2019/20 auf mehr Tore und ein besseres Überzahlspiel

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Autor

Ab dem 1. August nimmt NHL.com/de mit seiner 31 in 31 Serie jedes Team genauer unter die Lupe. Von den wichtigsten Geschehnissen und Spielern bis hin zu Stärken und Schwächen, bieten wir eine umfassende Bestandsaufnahme der Klubs in der Liga.

In dieser Ausgabe geht es um die Nashville Predators.

Wenn man sich auf Ursachenforschung für das Erstrundenaus der Nashville Predators in den Stanley Cup Playoffs im April begibt, stößt man unweigerlich auf zwei Faktoren. Zum einen das lausige Powerplay und zum anderen die für eine mit so vielen starken Stürmen besetzte Mannschaft schwache Torausbeute. Alle 15 Überzahlsituationen in den sechs Partien gegen die Dallas Stars ließen die Predators ungenutzt verstreichen. Und die insgesamt 12 Treffer reichten am Ende nicht aus, um den Rivalen aus Texas in die Knie zu zwingen.

Die Werte in beiden Bereichen waren symptomatisch für die gesamte Saison. Die Erfolgsquote im Powerplay während der Hauptrunde lag lediglich bei 12,7 Prozent. Keiner der Mitstreiter in der Liga schnitt schlechter ab. Und die 240 geschossenen Tore bedeuteten gerade einmal Platz 19.

 

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So war es wenig verwunderlich, dass General Manager David Poile und Trainer Peter Laviolette bei der Free Agency den Markt nach Spielern durchforsteten, mit denen sich diese Malaise in der Saison 2019/20 abstellen lässt. Die Wahl fiel schließlich auf Matt Duchene, der bei den Ottawa Senators und ab Februar bei den Columbus Blue Jackets als Scorer geglänzt hatte. Um genügend Cap-Space für dessen Verpflichtung zu bekommen und um zudem eine langfristige Liaison mit Stürmer Colton Sissons eingehen zu können, trennten sich die Predators von Star-Verteidiger und Großverdiener P.K. Subban und tradeten ihn zu den New Jersey Devils.

Bilanz 2018/19: 47-29-6, 3. Platz in Western Conference
Playoffs 2019: erste Runde, 2:4 gegen die Dallas Stars
Trainer: Peter Laviolette, seit 2014/15
Zugänge: Matt Duchene, Steven Santini, Daniel Carr
Abgänge: P.K. Subban, Brian Boyle, Wayne Simmonds, Tyler Gaudet, Philip Di Giuseppe, Justin Kirkland

"Es war unser vordringlichstes Ziel für die Offseason, unsere Offensive besser auszustatten. Dass wir dabei ein Auge auf Matt Duchene geworfen hatten, war ja nicht zu verbergen. Mit ihm haben wir einen dynamischen Scorer und Torjäger hinzugewonnen, der zudem über Spielmacherqualitäten verfügt", sagte Poile über den Neuzugang.

Für den Umworbenen gab ein längeres Gespräch mit Coach Laviolette den Ausschlag, seine Unterschrift unter einen Siebenjahresvertrag zu setzen, der mit 56 Millionen US-Dollar dotiert ist. "Bei dem Treffen habe ich sofort gemerkt, dass wir auf gleicher Wellenlänge liegen. Er hat unter anderem gesagt, dass er sich mehr Tore von seinem Team wünscht. Bei einem offensivfreudigen Kerl wie mir stieß er damit natürlich auf offene Ohren", berichtete Duchene von der Unterredung.

Video: BOS@CBJ, Sp3: Duchene baut Führung im Powerplay aus

Mit 70 Punkten (31 Tore, 39 Assists) aus 73 Hauptrunden-Partien für die Senators und die Blue Jackets stellte der Center in der abgelaufenen Spielzeit seine NHL-Bestleistung von 2013/14 ein. In den Playoffs kam er in 10 Begegnungen zum Einsatz und erzielte 10 Punkte (5 Tore, 5 Vorlagen).

Seine NHL-Laufbahn begann der Linksschütze bei den Colorado Avalanche, die ihn 2009 beim Draft an Gesamtposition 3 ausgewählt hatten. Er sicherte sich sofort einen Stammplatz in Denver und gehörte fortan zu den besten Offensivkräften des Teams. Im November 2017 wurde er von den Avalanche zu den Senators transferiert.

Für seine drei bisherigen Klubs absolvierte Duchene 727 Spiele in der regulären Saison und verbuchte 547 Punkte (232 Tore, 315 Vorlagen). In der Postseason-Statistik sind für ihn 18 Auftritte und 16 Punkte (5 Tore, 11 Assists) festgehalten. Über die Hälfte seiner Playoff-Punkte (7) gelangen ihm im Powerplay, das zu seinen großen Stärken zählt.

 

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Ebenfalls um sieben Jahre dehnte Mittelstürmer Sissons sein Arbeitsverhältnis in Nashville aus. Dafür streicht der Angreifer 20 Millionen US-Dollar ein. Mit 15 Toren und 30 Punkten in der Saison 2018/19 erreichte er jeweils persönliche NHL-Rekorde und betrieb damit Werbung in eigener Sache. Hinzu kommt, dass er im Sturm variabel einsetzbar ist. Sissons fühlt sich sowohl auf der Centerposition als auch auf dem rechten Flügel wohl. Seit seinem Ligadebüt 2013/14 absolvierte er 265 Einsätze in der regulären Saison für die Predators und sammelte 77 Punkte (37 Tore, 40 Vorlagen). In den Playoffs fügte er 19 Zähler (9 Tore, 10 Assists) in 51 Auftritten hinzu.

"Ich bin wahnsinnig glücklich und stolz darauf, das goldene Trikot zu tragen", betonte Sissons nach der Vertragsunterzeichnung. "Ich hoffe, dass mir in Zukunft noch einige Höchstleistungen gelingen. Zumal ich das Gefühl habe, dass ich noch lange nicht im Zenit stehe." Die Verantwortlichen der Predators dürften diese Worte mit Wohlwollen vernommen haben.

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