Edmonton Oilers v Los Angeles Kings - Game Six

Bevor die Preseason 2023/24 am 24. September beginnt, wirft NHL.com/de einen
tiefgehenden Blick auf jedes Team.

Heute: Los Angeles Kings

Die Los Angeles Kings haben ihre sportliche Durststrecke offenbar überwunden. Nachdem die Franchise aus Kalifornien dreimal in Folge die Stanley Cup Playoffs verpasste, konnten sie sich in den vergangenen beiden Spielzeiten wieder für die K.o.-Runde qualifizieren. 

In der zurückliegenden Saison belegten die Kings mit einer Bilanz von 82-47-25 den 3. Platz in der Pacific Division, scheiterten dann aber umgehend in der ersten Runde mit 2:4-Siegen an den Edmonton Oilers. Bitter: Auch ein Jahr zuvor mussten sie sich in Runde 1 Leon Draisaitl & Co. geschlagen geben. Die letzte erfolgreiche Playoff-Runde liegt bereits neun Jahre zurück, als die Kings im Jahre 2014 den Stanley Cup gewannen. 

In Anze Kopitar und Drew Doughty sowie Rückkehrer Trevor Lewis befinden sich noch immer Franchise-Ikonen im Kader, die bereits damals Bestandteil des Teams gewesen sind. Ob sich die glorreichen Zeiten von einst wiederholen lassen?

Doughty

In den vergangenen beiden Spielzeiten wurde der Kader jedenfalls massiv aufgerüstet, sodass Top-Spieler wie Phillip Danault, Viktor Arvidsson, Vladislav Gavrikov und der Schweizer Kevin Fiala nach Kalifornien kamen. 

In dieser Offseason ist der Kader punktuell weiter verstärkt worden. Im Rahmen eines großen Mega-Trades gelang die Verpflichtung von Stürmer Pierre-Luc Dubois. Im Austausch dafür gingen Alex Iafallo, Rasmus Kupari und Gabriel Vilardi zu den Winnipeg Jets, zudem gab es für die Kanadier noch einen Zweitrunden-Pick für den NHL Draft 2024 obendrauf. Die Investition ist also groß! Der 24-jährige Vilardi beispielsweise ist ein aufstrebender Top-Stürmer, der in der vergangenen Saison mit 23 Toren und 18 Assists seinen Durchbruch hatte. 

Auf der Torwart-Position gab es ebenfalls Veränderungen. Joonas Korpisalo wechselte zu den Ottawa Senators. Dafür wurde von dort Cam Talbot, der die Erfahrung aus 432 NHL-Spielen mitbringt, verpflichtet. Ebenfalls neu dabei ist David Rittich, der aus Winnipeg kam und bislang 172 NHL-Partien absolvierte. Pheonix Copley hingegen stand bereits vergangene Saison im Kader der Kings, hat mit seinen 31 Jahren jedoch erst 68 Spiele in der NHL absolviert.

talbot

Das Goalie-Trio kostet in der kommenden Saison insgesamt lediglich 3,375 Millionen US-Dollar und ist somit verhältnismäßig günstig. Ob sie den Ansprüchen einer Mannschaft gerecht werden können, die in den Playoffs weit kommen möchte, bleibt abzuwarten. Möglicherweise lässt die Preseason bereits erahnen, wie stark der Rückhalt der Kings sein wird. 

L.A. testet in den Vorbereitungsspielen gegen die Arizona Coyotes, die Anaheim Ducks, die Vegas Golden Knights und die San Jose Sharks, ehe am 11. Oktober mit dem Heimspiel gegen die Colorado Avalanche das erste Saisonspiel bevorsteht. 

Voraussichtliche Aufstellung

Byfield – Kopitar – Kempe
Fiala – Dubois – Kaliyev
Moore – Danault – Arvidsson
Grundstrom – Lizotte – Lewis

Anderson – Doughty 
Gavrikov – Roy
Bjornfot – Clarke

Copley 
Talbot 

Top Talent, auf das es zu achten gilt

Brandt Clarke (Verteidiger) – Der 20-jährige Verteidiger wurde beim NHL-Draft 2021 an Position 8 von den Kings gepickt. Nachdem er in der vergangenen Saison seine ersten neun Spiele in der NHL absolvierte und zwei Tore vorbereitet hatte, wird Clarke in der Preseason nun alles daran setzen, sich in den Vordergrund zu spielen und ein fester Bestandteil der Kings zu werden. 

Die wichtigste Frage

Ist die Verpflichtung von Pierre-Luc Dubois die hohe Investition wert?

Die Qualität des Neuzugangs steht außer Frage. Alleine in der vergangenen Saison gelangen Dubois 27 Tore und 36 Assists. Dies war für den 25-Jährigen die beste Ausbeute seiner bisherigen Karriere. Die Frage ist allerdings, ob er so einen starken Einfluss auf das Spiel der Kings haben wird, dass sich der kostspielige Trade wirklich rentiert. Die Kings gaben für ihn nicht nur einige starke Spieler ab, sondern setzten den Offensivspieler auch noch einen Achtjahresvertrag mit einem durchschnittlichen Jahresverdient von 8.500.000 US-Dollar vor. 

Rob Blake, der General Manager der Kings, ist von der Verpflichtung überzeugt: "Pierre-Luc Dubois ist ein Elite-Zwei-Wege-Center mit einzigartigen Fähigkeiten, und wir freuen uns, ihn in der Organisation zu haben und ihn langfristig an uns zu binden. In den letzten Spielzeiten hat er bewiesen, in allen Facetten des Spiels mitwirken zu können.“ 

Klar ist aber auch: Nur wenn Dubois in Los Angeles wirklich voll einschlägt, wird der Trade von Fans und Medien positiv bewertet.

Verwandte Inhalte