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Leon Draisaitl tritt aus dem Schatten hervor

Der junge Deutsche glänzt bei den Edmonton Oilers und muss den Vergleich mit Connor McDavid nicht scheuen

von obin Patzwaldt @RobinPatzwaldt / NHL.com/de Autor

Die Edmonton Oilers geben sich bei ihrem Kampf um einen Platz in den Stanley Cup Playoffs 2019 nicht geschlagen. Am Montag bezwangen die Oilers auf heimischem Eis im Rogers Place die New York Rangers mit 3:2 Toren nach Verlängerung.

Es war Edmontons fünfter Sieg aus den vergangenen sechs Spielen. Der Rückstand auf den zweiten Wildcard-Platz in der Western Conference, den aktuell die Minnesota Wild innehaben, beträgt damit fünf Zähler.

Connor McDavid und Matt Banning trafen im ersten Drittel für Edmonton. In der Verlängerung, die fällig wurde, nachdem die Rangers durch Brendan Lemieux im zweiten und Brett Howden im dritten Durchgang auf 2:2 herangekommen waren und sich dadurch zumindest einen Zähler sichern konnten, war Leon Draisaitl einmal mehr der Held des Abends für die Kanadier.

Draisaitl, der zudem zwei Assists dem Sieg seiner Mannschaft beisteuern konnte, gab sich im Nachgang des Spiels unverändert kämpferisch mit Blick auf einen positiven Saisonausgang für die Oilers, die im Oktober angetreten waren, um es deutlich besser zu machen als im Vorjahr.

Video: NYR@EDM: Draisaitl nutzt McDavids Pass in Overtime

In der Saison 2017/18 fanden überraschend die KO-Spiele ohne den Klub aus Alberta statt, nachdem im Jahr zuvor noch große Hoffnungen geweckt worden waren. Das Team mit seinen ambitionierten Jungstars unterlag in den Playoffs 2017 nur unglücklich gegen die Anaheim Ducks. In der 'Best of 7'-Serie der zweiten Runde zogen sie mit 3:4-Siegen denkbar knapp den Kürzeren.

"Jeder Punkt ist in der aktuellen Situation sehr wichtig für uns", gab sich Draisaitl nach seinem Siegtreffer in der ersten Minute der Extraschicht gegen die Rangers unverdrossen engagiert. "Wir wissen um unsere Lage und versuchen uns wieder in das Playoff-Rennen hinein zu kämpfen. Daher war der Erfolg für unser Team sehr wichtig."

In der siebten Minute des ersten Drittels traf Kapitän McDavid nach einem Zuspiel von Alex Chiasson. Benning erhöhte in Spielminute Neun auf 2:0 für die Hausherren. Der Treffer war nicht unumstritten. Zunächst wurde er wegen einer vermeintlichen Behinderung des Torhüters nicht anerkannt. Erst nach einem erfolgreichen Protest von Trainer Ken Hitchcock und der Hinzunahme des Videobeweises, wurde ihm letztendlich Anerkennung zuteil.

 

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Nachdem Verteidiger Oscar Klefbom in der zwölften Minute des ersten Drittels verletzt vom Eis musste, standen den Oilers sehr früh im Spiel nur noch fünf Defensivkräfte zur Verfügung und die Rangers kämpften sich in der Folgezeit Schritt für Schritt zurück ins Spiel.

Erst der Siegtreffer von Draisaitl nach 35 Sekunden in der Verlängerung sicherte den Gastgebern den zweiten Punkt auf den man so sehr gehofft hatte um seine Playoff-Ambitionen weiter am Leben zu erhalten.

Wie der Kampf ausgeht, ist nicht verlässlich vorherzusagen. Was aber in jedem Falle bereits feststeht, ist die Tatsache, dass sich Draisaitl aus dem einst schier übermächtigen Schatten von Nummer 1-Pick McDavid längst erfolgreich herausgespielt hat.

Und das nicht nur, weil er während seiner laufenden Punkteserie von inzwischen 14 Begegnungen zehn Tore und 13 Assists markieren konnte und damit seine Saisonausbeute auf stolze 42 Tore und 47 Vorlagen zu steigern vermochte, während McDavid bei 'nur' 34 Treffern und 64 Assists steht.

Besonders ein Vergleich mit den Zahlen aus den Vorjahren zeigt die positive Entwicklung von Draisaitl.

 Video: EDM@BUF: Nurse haut Draisaitls Rückhandpass rein

McDavid kann in den vergangenen zwei Spielzeiten auf 30 Tore und 100 Punkte in 2016/17 sowie 41 Treffer und 108 Zähler in 2017/18 verweisen. Der Deutsche kam im vergleichbaren Zeitraum auf 29 Tore und 77 Punkte (2016/17) und 25 Tore und 70 Zähler (2017/18).

In der laufenden Saison trifft Draisaitl klar häufiger (42 zu 34 Tore) als sein Mannschaftskapitän, und selbst in Sachen Gesamtpunktzahl (89 zu 98) liegt er nicht mehr allzu weit hinter ihm.

 

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Die Zeiten in denen McDavid der unumstrittene Star im Team der Oilers war, sind offenkundig Geschichte. Der 23-jährige Kölner ist eindeutig aus dem Schatten von McDavid in das Rampenlicht getreten und zählt zu den ganz großen seiner Zunft. Unabhängig davon, ob das Team aus Edmonton die Endrunde im April verpassen sollte oder sich qualifiziert.

Die nächste Gelegenheit diese positive Gesamtentwicklung weiterzuführen, bietet sich Draisaitl am Mittwochabend, wenn der Kampf um einen Platz in den Playoffs für ihn und sein Team im Aufeinandertreffen mit den New Jersey Devils weitergehen wird (9:30 p.m. ET; NBCSN, SN1, NHL.TV).

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