Virtuelle Meetings - darauf greifen auch die Carolina Hurricanes in diesen von der Pandemie geprägten Tagen zurück. Das bedeutet laut Stürmer Jordan Martinook, dass jeder Spieler in einem separaten Raum ist. Und dann würden alle via Zoom zusammengeführt. "Das ist der größte Unterschied", sagt Martinook, der immerhin auf die Erfahrung von rund 400 NHL-Spielen zurückblicken kann. "Damit kommt auch jeder zurecht." Aber der Kanadier gesteht auch, dass es manchmal schwierig sei. "Diese ganze Saison ist schwierig. Und egal, in welche Situation man in dieser Spielzeit kommt, es ist in jedem Fall anders als in einer normalen Saison." Und das stelle alle vor große Herausforderungen. Aber dann obsiegt am Ende bei Martinook doch der Pragmatismus: "Wir müssen Lösungen finden und damit zurechtzukommen. Aber das gilt für alle Teams. Das ist eben ein Teil dieser Saison."
Martinooks Teamkollege Jaccob Slavin meint gar, dass es in Bezug auf die Kommunikation in dieser Saison gar nicht so viele Veränderungen im Vergleich zu den Vorjahren gebe. "Der Coach zieht immer noch den einen oder anderen Spieler auf die Seite und spricht mit ihm." Aber es seien nicht mehr so viele Gespräche im Büro. "Wir versuchen, auch jetzt viel zu kommunizieren. Das ist auch noch effektiv. Die Jungs hier sind clevere Spieler", betont der Verteidiger, der im vergangenen Jahr die Farben der Hurricanes beim NHL All Star Game vertrat.
Bei Rod Brind'Amour, Trainer der Hurricanes und NHL-Veteran mit der Empfehlung von fast 1500 Spielen, hält sich die Begeisterung ob der aktuellen Situation spürbar in Grenzen. Ja, es fühle sich mittlerweile so an, als ob man sich an die veränderten Umstände gewöhnt habe. "Aber es kein sehr effektiver Weg der Kommunikation", betont er. Allerdings: Die Alternativen sind rar gesät. Weshalb Brind'Amour auch gleich ergänzt: "Es ist das Beste, was wir machen können. Doch es ist natürlich effektiver, wenn man einen Spieler einfach ins Büro rufen und mit ihm sprechen kann." Bei den Teambesprechungen über Zoom bekomme man leider nicht so viel Feedback, als wenn man sich zusammen in einem Raum befinde. "Es ist großartig, dass wir überhaupt die Möglichkeit haben, so etwas zu machen. Es ist allerdings nicht ideal", meint der Trainer.