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Fiala exklusiv: Leistungen, Ziele und das Schweizer Trio

Nashville Predators Stürmer Kevin Fiala spricht im Interview über seine Leistungen, Ziele und die besondere Situation, mit seinen Landsleuten zu spielen

von Alexander Gammel / NHL.com/de Autor

Jeden Donnerstag während der Saison 2018/19 wird NHL.com/de in der Rubrik "Tete-à-Tete" eine exklusive Konversation mit Spielern oder Persönlichkeiten der NHL über alle Bereiche auf und abseits des Eises präsentieren.

In dieser Ausgabe: Kevin Fiala von den Nashville Predators.

Der St. Gallener Kevin Fiala hat sich in den letzten Jahren den Traum vieler junger Schweizer erfüllt. Er hat nicht nur den Sprung nach Nordamerika geschafft, sondern er hat sich seit der Saison 2016/17 auch als Stammspieler der Nashville Predators durchgesetzt.

Die Predators wählten den Außenstürmer im NHL Draft 2014 in erster Runde an insgesamt elfter Stelle. Zunächst verbrachte er zwei Jahre größtenteils bei den Milwaukee Admirals in der American Hockey League, wurde aber auch gelegentlich in der NHL eingesetzt. 2015/16 verbuchte er sein erstes Tor.

In der vorletzten Saison schaffte Fiala den großen Sprung in seiner Karriere und verdiente sich einen Platz im Kader der Predators. Er kam in 54 Spielen auf 16 Punkte (11 Tore, fünf Assists). Durch einen in der ersten Runde der Stanley Cup Playoffs erlittenen Oberschenkelbruch verpasste er den Einzug der Predators in das Stanley Cup Finale.

 

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Fiala steigerte sich In der Saison 2017/18 weiter auf 48 Zähler. Dabei bewies er als 23-facher Torschütze erneut seinen Torinstinkt und holte mit den Predators die Presidents' Trophy als punktbestes Team der regulären Saison.

In der aktuellen Spielzeit sucht er noch nach diesem Torriecher, den er bisher stets zeigte und steht bei zwei Toren und sieben Assists aus 22 Spielen. Allerdings hatte er selbst in der vorangegangenen Saison Phasen, in denen die Punkte nicht fallen wollten, um dann in neun Spielen acht Tore und vier Vorlagen zu sammeln. Kein Grund zur Panik also.

Bei seiner Mannschaft läuft es hervorragend. Mit 33 Punkten aus 22 Begegnungen (16-5-1) führen die Predators erneut die NHL an und sind unter den großen Favoriten für die Presidents' Trophy und den Stanley Cup.

Mit NHL.com/de unterhielt sich der 22-Jährige exklusiv über seine Leistungen und die seines Teams, ihre Ziele und das Schweizer Trio des Spitzenteams.

Video: NSH@ANA: Fiala trifft vom Kreis

Bei den Nashville Predators läuft es gerade richtig gut, Tabellenerster der gesamten Liga. Nach der Presidents' Trophy in der vergangenen Saison kann es aber auch nur ein Ziel geben, oder?

"Klar, es gibt nur ein Ziel, den Stanley Cup zu gewinnen. Aber wir sind gerade noch am Anfang der Saison und wir nehmen die Saison jetzt einfach Schritt für Schritt."

Ihr habt die besondere Situation, dass ihr bei den Predators drei Schweizer im Team seid, die auch absolut zum Kern der Mannschaft gehören. Macht das das Leben einfacher? Fühlt man sich da wohler, vielleicht mehr zu Hause?

"Ja klar. Gerade mit Roman Josi als Kapitän. Er ist ein Helfer, er läuft und arbeitet selbst sehr viel. Er und Yannick Weber sind beide etwas älter als ich und schon ein paar Jahre in der NHL. Wenn ich ein Problem habe, oder etwas brauche, sind sie immer da und helfen mir."

Letzte Saison lief für dich hervorragend, 23 Tore und 25 Assists in deiner ersten vollen Saison und das auch noch nach der schweren Verletzung in den vorherigen Playoffs. Wie bist du damals so schnell wieder so gut in Form gekommen?

"Ich hatte letztes Jahr gar keinen so guten Start. Aber nachdem wir Kyle Turris geholt hatten, hatte ich eine gute Chemie im Team und in der Reihe. Dann lief es sehr gut. Wenn es mit den Mitspielern läuft, dann funktioniert das eigene Spiel gleich viel besser."

Könnte dir ein Tausch der Reihen auch diese Saison helfen?

"Nein, die Chemie ist da in der Reihe. Nein, ich denke ich muss einfach mein Spiel wiederfinden. Ich muss die einfachen Dinge wieder besser machen, dann kommt der Erfolg auch wieder."

Video: NSH@CGY: Fiala nutzt Ellis' Vorlage in Überzahl

Diese Saison bist du nach den Zahlen nicht ganz auf dem Kurs der letzten Saison, setzen einen Spieler solche großen Leistungen sehr unter Druck?

"Ein bisschen Druck schafft das schon und es hilft nicht zu wissen, dass es gerade nicht so läuft, aber das hatte ich letztes Jahr auch und ich kann es wieder so machen wie letzte Saison. Ich muss hart arbeiten und kann nicht einfach denken, das wird schon. Dafür muss ich hart arbeiten und muss alles dafür tun, dass die Leistungen wiederkommen. Das kommt nicht von alleine."

In letzter Zeit hattet ihr viele Auswärtsspiele, in den nächsten Wochen spielt ihr vor allem wieder zu Hause in der Bridgestone Arena, vor euren Fans, die mittlerweile in der ganzen NHL für ihre Lautstärke und ihre Stimmung bekannt sind. Wie groß ist die Freude, wieder vor euren Fans spielen zu dürfen?

 

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"Die Freude ist sehr groß. Unsere Fans stehen ganz besonders hinter uns und unterstützen uns immer, die Arena ist immer voll. Das merken wir auch, das macht uns zu Hause besser. Es ist aber auch wichtig, dass wir jetzt auswärts sehr gut sind. Das ist wichtig, dass wir beides können."

Welche Ziele hast du persönlich noch für diese Saison?

"Auch für mich gibt es nur das große Ziel, den Stanley Cup. Wir sind vor zwei Jahren im Stanley Cup Finale gewesen, haben danach die Presidents' Trophy gewonnen und sind dann in der zweiten Runde rausgeflogen. Wir haben alles erreicht, außer den Stanley Cup. Das ist jetzt das größte Ziel, das einzige Ziel, dass es für uns noch zu erreichen gibt."

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