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Nashville setzt eine Duftmarke für den Titel

Auch im zweiten Duell mit den Favoriten aus der Eastern Conference blieben die Predators siegreich

von Stefan Herget @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Die reguläre Saison in der NHL umfasst für jede Mannschaft 82 Spiele über einen Zeitraum von etwas mehr als sechs Monaten, ehe die Stanley Cup Playoffs beginnen, innerhalb derer weitere 16 Siege für den großen Triumph, die Meisterschaft, den Gewinn des Stanley Cups, notwendig sind.

In den Playoffs kann viel passieren und nicht selten setzt sich dort mindestens ein Team bis ins Finale durch, mit dem vorher kaum jemand gerechnet hatte bzw. das eine schlechte Ausgangsposition hatte. Schließlich ist es entscheidend, mit welcher Form die KO-Runde angetreten wird, wodurch auch Außenseiter ihre Chance haben, den großen Favoriten ein Bein zu stellen.

 

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Seit ein paar Jahren zählen die Tampa Bay Lightning in der Eastern Conference und die Nashville Predators in der Western Conference zu diesen Favoriten, die bereits während der regulären Saison zeigen, welches Potenzial in ihnen steckt und dass sie bei der Vergabe des Stanley Cups ein Wort mitreden wollen.  

Bei der großen Anzahl im Spielplan sind daher die Aufeinandertreffen besonders, wenn die vermeintlichen Titelaspiranten aus dem Westen und Osten gegeneinander antreten und etwas Stanley Cup Final-Flair versprühen. Am Montag war es wieder soweit, als sich zum zweiten Mal in dieser Saison die Lightning und die Predators duellierten. Beide hatten zuvor mit 14-5-1 die gleiche starke Bilanz und 29 Punkte aus 20 Spielen vorzuweisen.

Video: TBL@NSH: Forsberg per verdecktem Handgelenkschuss

Am 1. November ging die erste Begegnung in der Amalie Arena von Tampa mit 4:1 an die Gäste aus Nashville und auch 18 Tage später in der Bridgestone Arena von Nashville behielten die Predators, wenn auch mit 3:2 am Ende deutlich knapper, die Oberhand.

"Wir haben 82 Spiele über das Jahr verteilt und einige davon sind nicht gerade besonders, aber so bald es eines dieser Spiele ist, wo 1 gegen 2 antritt und wir treten gegen einen richtig guten Gegner an, dann spüre ich, wie jeder von uns noch eine Schippe drauflegt", erzählte Predators-Verteidiger Mattias Ekholm, der zwei Vorlagen zum Sieg lieferte.

 

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Für die Fans war es ein Spektakel und Feuerwerk, das beide Mannschaften auf dem Eis abbrannten und dieses dadurch fast sprichwörtlich zum Schmelzen brachten. "Ich denke für einen Fan war das Spiel heute geil", betonte Nashvilles Stürmer Ryan Johansen. "Sie haben zwei der derzeitigen Topteams der Liga gesehen. Wir haben viel Tolles gezeigt und sie haben viel Tolles gezeigt und am Ende haben wir einen Weg gefunden, den Sieg einzustecken. Das ist definitiv eine gute Leistung, diese Jungs zweimal im Jahr geschlagen zu haben."

Wird das etwas nutzen, falls sich beide Teams tatsächlich im Juni 2019 im Stanley Cup Finale erneut begegnen würden? Diese Siege stärken das ohnehin vorhandene Selbstvertrauen der Predators weiter, es mit jedem Gegner aufnehmen zu können. Nicht mehr und auch nicht weniger. Die Playoffs haben ihre ganz eigenen Gesetze und gerade Verletzungen spielen eine nicht unwesentliche Rolle.

So mussten die Lightning dieses Mal auf ihren Stammtorhüter Andrei Vasilevskiy aufgrund dessen längerfristigen Verletzung von mehreren Wochen verzichten, der allerdings Anfang November bei der Niederlage noch im Tor stand. Ersatzmann Louis Domingue machte außerdem keine schlechte Figur und wehrte 31 Torschüsse ab.

"Dein Torhüter muss dir die Chance auf den Sieg geben und das hat er heute getan", merkte Tampas Trainer Jon Cooper über Domingue an. "Wir sind in Konter gelaufen und er hat sie abgewehrt. Bei Forsbergs Tor habe selbst ich den Puck nicht einschlagen sehen. Er sprang rein und raus. Ich weiß nicht, ob viele den gehalten hätten."

Auf der anderen Seite zeichnete sich Pekka Rinne aus, der 29 Saves verbuchte und für den die Lightning ein Lieblingsgegner sind. In seiner NHL-Karriere konnte der finnische Torhüter der Predators gegen die Lightning neun Siege einfahren und zog nur einmal in der Verlängerung den Kürzeren. Eine Statistik, die für ein mögliches Stanley Cup Finale Mut macht.

Doch soweit ist es noch lange nicht und im Vorjahr ging Nashville als Presidents Trophy-Gewinner mit den meisten in der regulären Saison geholten Punkten und Top-Favorit in die Playoffs und unterlag in der zweiten Runde überraschend gegen die Winnipeg Jets.

Der Weg ist noch lange, aber ohne eine Prognose abgeben zu wollen, vom sportlichen gesehen, wäre das Duell der Predators gegen die Lightning im Stanley Cup Finale 2019 ohne Zweifel ein Kracher. Andere wollen und werden jedoch ihren Hut genauso noch in den Ring werfen. 

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