fiala zuccarello

„Ja, er war ein großer Faktor“, beschrieb Mats Zuccarello auf seiner ersten Pressekonferenz als Spieler der Los Angeles Kings die Bedeutung von Gesprächen mit Kevin Fiala. Der Schweizer und Zuccarello spielten bereits von 2019 bis 2022 gemeinsam für die Minnesota Wild und so war es ein natürlicher Schritt für den Neuzugang der Kings, sich bei seinem ehemaligen Weggefährten zu erkundigen. „Ich habe eine wirklich gute Beziehung zu Kevin“, unterstrich Zuccarello vor den Medienvertretern noch.

Es scheint, als hätten Fialas Worte wie ein Assist noch vor Beginn der NHL-Saison 2026/27 gewirkt. Er legte mit seinen Aussagen die Vertragsunterschrift von Zuccarello auf und machte damit einen ersten, bedeutsamen Punkt für Los Angeles.

Nur Gutes über LA

Der neue Angreifer der Kings berichtete, dass Fiala regelrecht von der Franchise schwärmte. „Er hatte nur gute Dinge über das Team, die Stadt, die Fans und alles in der Organisation zu sagen“, so Zuccarello. Die positive Darstellung des Schweizers schien Eindruck bei ihm hinterlassen zu haben, so dass die Wahl deutlich einfacher wurde. Zuccarello verließ sich auf die Einschätzung und entschied sich für eine Vertragsunterschrift bei den Kings.

Zuccarello in Zahlen

Der Norweger bringt mit 38 Jahren und 963 NHL-Spielen (232 Tore, 512 Vorlagen, 744 Punkte) viel Erfahrung mit nach Los Angeles. Die Kings sind nach den New York Rangers, den Dallas Stars und den Wild erst die vierte Station in der NHL. Für Dallas absolvierte er dabei 2019 lediglich zwei Partien in der Hauptrunde und 13 in den Playoffs. Insgesamt kam er bislang auf 110 Playoff-Partien mit 21 Treffern, 46 Assists und 67 Punkten.

MIN@DAL, GM 5: Zuccarello lauert am zweiten Pfosten und schiebt zum 1:0 ab

Mehr als nur ein Freund im Kader

Auch wenn Fiala einen Anteil an der Unterschrift von Zuccarello bei den Kings gehabt hat, waren weitere Gründe mindestens ebenso ausschlaggebend für die Entscheidung. „Er ist ein guter Freund von mir. Ich freue mich riesig, dass er Teil des Teams ist“, befand Zuccarello und ergänzte: „Aber auch die Top-Spieler, die sie haben, und das Team, mit dem sie in die Saison gehen, haben mich wirklich begeistert.“

Für den Angreifer geht es im Herbst seiner Karriere auch darum, die Chance auf den bisher noch nicht erreichten Stanley Cup im Blick zu behalten. „Die Spieler, die sie aktuell haben, sind wirklich talentiert. Es ist schwer, gegen die Kings zu spielen“, lobte er sein neues Team. „Sich dieser Gruppe anschließen zu dürfen, ist eine Ehre und eine Chance, auf die ich mich freue.“ Auch wenn Zuccarello den Titel nicht explizit erwähnte, dürfte er genau diese Hoffnung hegen.

Das Gefühl, gewollt zu sein

Für Zuccarello war es ebenso wichtig, dass er von den Verantwortlichen Peter Laviolette, Ken Holland und Luc Robitaille überzeugt wurde, dass es eine gute Passung geben könnte. „Ich hatte ein richtig gutes Gespräch mit Luc, Lavy und Kenny und mir hat alles gefallen, was sie gesagt haben“, verriet der Angreifer.

Man habe über vieles gesprochen, was das Verständnis von Eishockey betreffe, wie „auf beiden Seiten des Eises spielen, jeden Tag hart arbeiten und Spaß haben und ein Team formen, das füreinander arbeitet und hoffentlich den ganzen Weg geht.“ Genau diese Werte verkörperte Zuccarello in seiner bisherigen Karriere, womit er eine gute Ergänzung für die Kings sein sollte. Und auch das gemeinsame Titel-Ziel verband die Führungsriege und ihren Neuzugang: „Das ist sein Ziel und das ist mein Ziel – und hoffentlich können wir hier etwas aufbauen.“

Der nächste Schritt

Die Kings wollen in der kommenden Saison offensiv stärker werden, ohne ihre defensive Stabilität zu gefährden. „Aus den Gesprächen habe ich mitgenommen, dass sie phasenweise etwas offensiver auftreten wollen. Hoffentlich kann ich dazu beitragen“, so der Angreifer, nachdem er zu seiner Rolle zuvor gescherzt hatte: „Ich glaube, ich werde Captain, GM und Präsident.“ Im Anschluss wurde er ernst und zeigte seine realistische Seite. „Es gibt keinen garantierten Platz. Das ist die NHL. Du musst dich beweisen“, erklärte er.

Besonders nach dem Abgang von Anze Kopitar ist es eine Herausforderung, in dessen Fußstapfen zu treten. „Es ist traurig, Kopitar gehen zu sehen. Einer meiner Lieblingsmenschen im Hockey. Ich wünschte, er wäre noch hier, aber hoffentlich können wir diese Lücke füllen und in der kommenden Saison ein starkes Team sein“, so Zuccarello, der die Bedeutung des Teams in den Vordergrund stellte. „Wir brauchen 20 Spieler, die das Gewicht tragen, damit wir erfolgreich sind.“

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