Chytil, Shesterkin führen Rangers zu 6:2 in Spiel 1

Die kurze Pause war offenbar kein Nachteil! Die New York Rangers haben im Eastern Conference Finale gegen die Tampa Bay Lightning dort angefangen, wo sie zwei Tage zuvor in der zweiten Runde der Stanley Cup Playoffs gegen die Carolina Hurricanes aufgehört haben. Mit viel Offensivpower und dem exakt gleichen Ergebnis, nämlich einem 6:2, wurde das Spiel gewonnen.

"Wir waren richtig scharf", freute sich Rangers-Trainer Gerard Gallant. "Offensichtlich waren sie (die Lightning, Anm.d.Red.) heute Abend ein bisschen eingerostet. Sie waren nach neun freien Tagen nicht mehr dieselben. Aber unser Spiel war gut. Wir spielen gut, wir machen jetzt die richtigen Dinge. Das müssen wir einfach weiterhin so machen."
18.006 Zuschauer sorgten bei Spiel 1 im Madison Square Garden für Gänsehautstimmung.

TBL@NYR, Sp1: Zibanejad netzt im Powerplay ein

"Es war gut, wieder zu Hause zu sein", lobte Mika Zibanejad die Unterstützung des Publikums. Er und seine Mitspieler saugten die Atmosphäre auf und zahlten dies mit Effektivität zurück. "Wir glauben aneinander und an die Gruppe, die wir haben. Wenn wir auf die Art und Weise spielen, die wir uns vorgenommen haben zu spielen, geben wir uns selbst die beste Chance zu gewinnen. Und genau das haben wir auch heute Nacht getan", erklärt Zibanejad.
Der 22-jährige Filip Chytil war mit zwei Treffern erneut effektiv. Der Center hat seine Tor-Serie damit auf drei Spiele verlängert und verbuchte in dieser Zeitspanne insgesamt fünf Treffer.
Trainer Gerrad Gallant lobt: "Er wächst heran, um ein Mann zu sein. Jedes Mal, wenn er rausgeht, ist er selbstbewusster. Er ist stärker. Er wird erwachsen." Der Doppel-Torschütze selbst freut sich über seine Entwicklung: "Ich habe die ganze Saison hart gearbeitet. Es gab harte Momente, so viele Chancen, aber ich konnte sie nicht im Netz unterbringen. Wenn du keine Pucks ins Netz legst, hilfst du dem Team nicht so sehr und fängst vielleicht an, ein wenig frustriert zu sein. Aber jetzt geht es endlich los, ich bin so glücklich, dass ich dem Team so helfen kann, die Spiele zu gewinnen."

TBL@NYR, Sp1: Chytil erzielt sein 2. per Onetimer

Überhaupt erweist sich seine junge Angriffs-Reihe, zu der auch der 21-jährige rechte Flügelstürmer Kaapo Kakko und der 20-jährige linke Flügelstürmer Alexis Lafreniere zählen, in den Playoffs als sehr effektiv. Nur 97 Sekunden nachdem Lightning-Stürmer Ondrej Palat im zweiten Spielabschnitt den Ausgleich zum 2:2 erzielt hatte, legten Chytil, Kakko und Lafreniere richtig los. Bei dem durch Chytil erzielten 3:2 assistierten beide Reihen-Partner. Knapp sechs Minuten später, als Chytil auf 4:2 erhöhte, war erneut Lafreniere unter den Vorlagengebern. Bemerkenswert: Die drei Sturm-Youngster haben in den diesjährigen Playoffs zusammen bereits zehn Tore erzielt.
Auch Artemi Panarin, Chris Kreider, Frank Vatrano und Mika Zibanejad trugen sich gegen Tampa Bay in die Torschützenlinie ein. Zibanejad erhöhte damit seine Punkt-Serie auf sechs Spiele und verbuchte in dieser Zeit jeweils fünf Tore und fünf Assists. "Man versucht einfach, für jeden Pass bereit zu sein. Es ist gut, dass das auch heute geklappt hat."

TBL@NYR, Sp1: Panarin trifft nach 30 Sekunden im 3.

Ein Grund für den Sieg von New York war auch die Torhüterleistung. Bereits vor dem Spiel wurde viel darüber gesprochen, dass mit Rangers-Goalie Igor Shesterkin und Lightning-Schlussmann Andrei Vasilevskiy zwei der besten Torhüter der Welt aufeinandertreffen.
"Igor is better" (Igor ist besser) riefen die Fans der Rangers, nachdem Vasilevskiy das sechste Gegentor durch Zibanejad kassiert hatte. Die Zahlen geben den Fans recht: Während Vasilevskiy lediglich 28 der 34 Schüsse parierte und auf eine Save-Quote von 82,4 Prozent kam, überragte Shesterkin mit starken 37 Saves und einer Quote von 94,9 Prozent. Kurios: Exakt die gleiche Save-Quote hatte er in den letzten beiden Spielen gegen die Hurricanes.
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Der Heimsieg gegen Tampa Bay hat New York nun die erste Serien-Führung in den Playoffs beschert. In Spiel 2, welches am Freitag (8:00 p.m. ET; NHL.tv; Sa. 2:00 Uhr) am selben Ort stattfindet, müssen die Rangers beweisen, dass sie mit der Führung umgehen können.