Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Utah Mammoth und den Edmonton Oilers

Die Zuschauer im Delta Center in Salt Lake City haben am Dienstag einen Vorgeschmack auf die Stanley Cup Playoffs bekommen. In einem wilden Spiel, das von Intensität und Verlauf her einem Spiel 7 einer Postseason-Serie entsprach, setzte sich Gastgeber Utah Mammoth mit 6:5 n.V. gegen die Edmonton Oilers durch. Möglicherweise stehen sich beide Kontrahenten in weniger als zwei Wochen in der ersten Runde der K.o.-Phase erneut gegenüber. Das wäre dann der Fall, wenn sich an der aktuellen Tabellenkonstellation nichts mehr ändern, sprich die Oilers die reguläre Saison auf dem ersten Platz in der Pacific Division abschließen und die Mammoth sich die erste Wildcard in der Western Conference sichern.

„Es war ein tolles Spiel. Wir lagen mehrfach hinten und sind jedes Mal zurückgekommen. Das haben wir auch unseren Fans zu verdanken“, sagte Utahs Angreifer Nick Schmaltz, der einen Doppelpack schnürte. „In der Arena herrschte eine tolle Atmosphäre. Es war wahnsinnig laut. Ich bin froh, dass wir am Ende den Sieg für uns und unseren Anhang geholt haben. Diese zwei Punkte sind enorm wichtig.“

EDM@UTA: Peterka bringt die Mammoth in Führung

Eine gute Vorstellung in der Begegnung mit den Oilers bot Utahs deutscher Angreifer JJ Peterka. Er brachte seine Mannschaft in der zweiten Minute mit einer fulminanten Direktabnahme mit 1:0 in Führung. Für den gebürtigen Münchner war es das 24. Saisontor und der zweite Treffer in den vergangenen drei Partien. In der teaminternen Torjägerliste befindet er sich an vierter Position. Seine 45 Scorerpunkte bedeuten die fünfte Stelle in der Mammoth-Rangliste.

Nach dem vielversprechenden Start geriet Utah in Bedrängnis. Mit drei Toren binnen zwölf Minuten schossen die Oilers bis zum Ende des ersten Durchgangs einen 3:1-Vorsprung heraus. Doch die Hausherren ließen sich von diesem Rückstand nicht beirren und schafften den Ausgleich. Gleiches galt, als sie im weiteren Verlauf ein 3:4 und 4:5 wettmachen mussten.

In der Verlängerung holte Clayton Keller nach gerade einmal 33 Sekunden zum entscheidenden Schlag aus. Den Mammoth kam dabei eine 4-gegen-3-Überzahl zupass. Oilers-Stürmer Matt Savoie hatte sich zu Beginn der Overtime eine Zweiminutenstrafe wegen Beinstellens gegen Logan Cooley eingehandelt. Zwischen der Hinausstellung und dem Treffer lagen nur sieben Sekunden. Keller vollendete mit einem Schlenzer vom rechten Bullypunkt und sorgte damit für Ekstase auf dem Eis, der Spielerbank und den Zuschauerrängen.

„Trotz der Rückstände haben wir insgesamt ein gutes Spiel gemacht. Wir sind immer drangeblieben und haben im letzten Drittel richtig Gas gegeben“, konstatierte der Schütze des Siegtores. Er bezeichnete die Gesamtleistung als Schritt in die richtige Richtung. In den restlichen Partien gelte es, an den Auftritt gegen die Oilers anzuknüpfen.

EDM@UTA: Keller in Überzahl

Utah hat nun vier Siege in Folge vorzuweisen. Dadurch schuf sich das Team eine hervorragende Ausgangsposition für die Playoff-Teilnahme. Allerdings ist die zum jetzigen Zeitpunkt längst nicht in trockenen Tüchern. Der Vorsprung auf die Los Angeles Kings, die sich als erste Mannschaft außerhalb der Postseason-Zone im Westen befinden, beträgt fünf Punkte bei für beide jeweils fünf verbleibenden Spielen.

Doch der Trend spricht für die Schützlinge von Trainer André Tourigny. Hinzu kommt, dass sich die zwei Top-Stürmer Schmaltz und Cooley in bestechender Form befinden. Sie haben jeweils einen Punktestreak von fünf Partien am Laufen. Schmaltz erreichte durch seinen Zweierpack gegen die Oilers die Marke von 30 Saisontoren. „Er ist immer dann am stärksten, wenn er dieses Spielverständnis und die Entschlossenheit von heute an den Tag legt“, sagte Utahs Coach über den Center. Cooley zollte er ebenfalls ein Lob, nicht nur wegen dessen Offensivaktionen und dem Ausgleichstor zum 3:3, sondern weil er in der Overtime die Strafzeit gegen Edmonton herausholte. „Er hat einen richtig guten Job gemacht und kann stolz auf sich sein“, so Tourigny.

Der Trainer stellte in seiner Analyse besonders die Widerstandsfähigkeit seiner Mannschaft heraus – eine Eigenschaft, die man gerade in den Playoffs benötigt. „Die Jungs wollen ein Team werden, dass um die Meisterschaft mitspielt. Sie wissen, dass sie sich dafür noch weiterentwickeln müssen. Was mir aber schon jetzt imponiert, ist ihr starker Glaube an sich selbst. Sie wissen, dass sie eine verschworene Einheit bilden, die gemeinsam Großes erreichen kann“, erklärte Tourigny.

EDM@UTA: McDavid bringt die Oilers in Überzahl in Führung

Das Restprogramm für die Mammoth ist machbar. Vier der fünf Partien finden zu Hause statt. Am Donnerstag empfangen sie die Nashville Predators und am Samstag die Carolina Hurricanes. Nach dem Gastspiel am Sonntag bei den Calgary Flames erwartet Utah in der kommenden Woche noch die Winnipeg Jets und die St. Louis Blues im Delta Center.

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