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Da geht noch mehr für Zucker bei den Penguins

Pittsburghs Neuzugang ist mit zwei Toren im zweiten Spiel an seiner neuen Wirkungsstätte angekommen. Dienlich war ihm hierbei Crosby

von Bernd Rösch @NHLde / NHL.com/de Freier Chefautor

Zuckers erstes Tor für Penguins

MTL@PIT: Crosby legt Zuckers erstes Tor mit Pens auf

Jason Zucker nimmt Sidney Crosbys Pass im Gegenzug direkt und verbucht sein erstes Tor als ein Penguin spät im 2. Drittel

  • 00:46 •

Neue Mitspieler, neuer Trainer, neues Spielkonzept und eine fremde Stadt, Jason Zucker erfährt zum ersten Mal in seiner NHL-Karriere wie es ist, sich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden. 

Von den Minnesota Wild beim NHL Draft 2010 in der zweiten Runde (Nr. 59) ausgewählt, schnürte er seit der Saison 2011/12 seine Schlittschuhe für die Minnesota Wild. Es waren acht lange Jahre mit Höhen, wie dem zweiten Platz in der Western Conference 2016/17 und mit Tiefen, wie dem Verfehlen der Qualifikation für die Stanley Cup Playoffs im letzten Jahr. 

Am vergangenen Montag kam die Zeit zur Luftveränderung. Im Tausch gegen Alex Galchenyuk, einem Nachwuchsverteidiger und einem Erstrundenpick wurde Zucker von den Pittsburgh Penguins verpflichtet.

 

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So schwer ihm das Kofferpacken und der Abschied von Freunden und Mannschaftskameraden auch gefallen sein mag, weniger Sorgen bereitet Zucker das Erreichen der Postseason bei seinem neuen Arbeitgeber. Während die Wild außerhalb der Playoffränge im Westen liegen, verfolgen die Penguins größere Ziele. Seit der Spielzeit 2006/07 erreichten die Penguins 13 Mal in Folge die Playoffs und gewannen in diesem Zeitraum dreimal den Stanley Cup (2009, 2016, 2017).

Mit den Erfolgen einhergehend, wachsen jedoch auch die Ansprüche, die an Neuzugänge gestellt werden. Eine Herausforderung, die der 28-jährige Linksaußen bereit ist anzunehmen. Und er erhält bei der komplexen Aufgabe namhafte Unterstützung vom besten Führungsspieler, den es seit über einem Jahrzehnt in der NHL gibt - Sidney Crosby.

Am Dienstag, zur Heimpartie gegen die Tampa Bay Lightning, streifte sich Zucker erstmals das Jersey der Penguins über. Bei der 1:2-Overtimeniederlage bekam er 15:26 Minuten Eiszeit. Meist stand er zusammen mit Crosby und Patric Hornqvist auf dem Eis. Mit seinen fünf Torschüssen zeigte er bereits in der Partie gegen die seit mittlerweile neun Spielen ungeschlagenen Lightning, dass er gewillt ist, der Begegnung seinen Stempel aufzudrücken.

Bereits drei Tage später, nach intensiven Trainingseinheiten mit seinen neuen Kollegen, war es soweit. Coach Mike Sullivan baute die Crosby-Reihe um: Dominik Simon übernahm den Posten von Hornqvist in Pittsburghs Top-Formation, und die Maßnahme sollte sich auszeichnen. Zucker avancierte in der PPG Paints Arena zum Matchwinner beim 4:1-Heimsieg gegen die Montreal Canadiens. Beim Stande von 1:0 waren im zweiten Durchgang 18 Minuten absolviert als der Flügelstürmer zündete. Crosby führte die Scheibe ins Verteidigungsdrittel der Frankokanadier und passte genau im richtigen Moment durch den Torraum schräg nach hinten zu dem mitgelaufenen Zucker. Dieser ließ sich nicht zweimal bitten und netzte unhaltbar für Montreals Torwart Carey Price zum 2:0 ein. 

 

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"Dieser Pass war unglaublich. Zum Glück habe ich ihn noch berührt", freute sich der Schütze über sein Premierentor.

Die Frankokanadier meldeten sich zwar in den letzten 120 Sekunden dieser wilden Schlussphase durch ein Powerplaytor zurück, doch als noch 18 Sekunden auf der Uhr standen, zog Zucker seinen zweiten Pfeil aus dem Köcher. Von Crosby ausgehend, schloss er eine Puck-Stafette über Verteidiger Marcus Pettersson zur erneuten 2-Tore-Führung der Penguins ab.

Zwei Tore, darunter der Game Winner und dann noch gekürt als 'First Star' des Spiels, selbstverständlich war der gebürtige Kalifornier mit seiner Vorstellung sehr zufrieden. Er ließ aber auch umgehend wissen, was für ihn den obersten Stellenwert hat. "Mir geht es nur um den Sieg. Der war großartig. Es war schön, das Gefühl des Gewinnens zurückzubekommen. Es war toll, dass es mit diesen Jungs geklappt hat. Dementsprechend war es ein Abend, der mir viel Spaß bereitet hat."

 

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Hochzufrieden über das Spiel von Zucker zeigte sich ebenfalls Sullivan.

"Heute hat man gesehen wie schnell Zucker ist und wie gut er bei Puckbesitz von Verteidigung auf Angriff umschalten kann. Er hat die Fähigkeit, den Raum zu erkennen und in diesen zu laufen. Wir haben ein paar Kerle, die ihm den Puck auflegen können, das haben wir heute Abend deutlich gesehen. Ich glaube einfach, dass sich Jason mit jedem Tag, den er hier ist, wohler fühlen wird. Man hat seine Abschlussstärke gesehen. Ihm gelangen zwei wirklich schöne Tore. Das sind alles Gründe, warum wir glücklich sind, dass er hier ist", attestierte ihm sein neuer Übungsleiter.

Zucker könnte sich als jenes Puzzlestück erweisen, das den Penguins noch gefehlt hat, um den Washington Capitals als Tabellenersten der Metropolitan Division richtig auf die Pelle zu rücken. Pittsburghs Chancen auf den ersten Divisionstitel seit 2013/14 sind durch ihn enorm gestiegen.

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