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Enger Kampf in der Metropolitan Division

Sechs Teams liegen im Rennen um die Playoff-Plätze nur wenige Punkte auseinander

von Alexander Gammel @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Etwa 25 Spiele vor Ende der regulären Saison ist der Kampf um die Plätze für die Stanley Cup Playoffs in vollem Gange. Dabei bieten sich in den einzelnen Divisionen sehr unterschiedliche Bilder. In der Central Division und der Atlantic Division stehen lediglich die drei punktbesten Teams auf einem Playoff-Platz. In der Pacific Division und der Metropolitan Division sind es jeweils fünf Teams, da zwei Teams aus der Pacific die Wildcard-Plätze in der Western Conference und zwei Teams aus der Metropolitan die Wildcard-Plätze in der Eastern Conference belegen. Besonders in der Metropolitan Division ist das Rennen an Spannung kaum zu überbieten, da selbst hinter den Playoff-Plätzen noch ein weiteres Team der Gruppe lauert.

An der Spitze der Division stehen die Washington Capitals, die die gesamte NHL lange anführten und mit 77 Punkten (36-15-5) weiterhin um die Presidents' Trophy für das punktbeste Team der regulären Saison kämpfen. Die Capitals verloren die Führung durch drei Niederlagen in den vergangenen vier Spielen. Diese für die Verhältnisse der Capitals ungewöhnlich enttäuschende Phase ging in der Berichterstattung der jüngsten Zeit jedoch beinahe unter, da der Fokus derzeit vor allem auf ihrem Kapitän Alex Ovechkin liegt. Der Russe arbeitet daran als achter Spieler der NHL-Geschichte die Schallmauer von 700 Toren zu durchbrechen. Er steht bei 698 Toren, erzielte in dieser Saison bereits 40 Treffer und ist auf Kurs zu seiner neunten Saison mit mindestens 50 Toren.

Drei Punkte hinter den Capitals folgen die Pittsburgh Penguins (34-15-6) mit Ovechkins größtem Rivalen Sidney Crosby. Die Penguins spielen trotz großem Verletzungspech eine hervorragende Saison und machten kürzlich mit einem hochklassigen Transfer klar, dass sie den Anspruch haben, an der Spitze zu stehen. Sie gaben Alex Galchenyuk an die Minnesota Wild ab und sicherten sich dafür die Dienste von Jason Zucker. Der erfahrene Außenstürmer dürfte die Durchschlagskraft ihrer Offensive weiter aufwerten und könnte ihnen helfen, den Capitals den Spitzenplatz streitig zu machen.

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Die Penguins müssen den Blick allerdings auch nach hinten richten, denn dort warten mit nur zwei Punkten Abstand die New York Islanders (33-16-6). Das Team von Thomas Greiss und Tom Kühnhackl schob sich erst am Dienstag mit einem 5:3-Sieg gegen die Philadelphia Flyers (31-19-7), einen weiteren direkten Konkurrenten aus der Division, wieder näher an die Penguins und Capitals heran. Mit dem Sieg wehrten die Islanders außerdem den Angriff der Flyers ab, die vor dem Spiel nur einen Punkt hinter ihnen lagen.

"Wir haben im zweiten und dritten Drittel wirklich gekämpft um zurückzukommen", haderte Flyers-Stürmer Sean Couturier mit der Niederlage. "Das Spiel müssen wir schnell vergessen. An diesem Punkt der Saison kann man nicht den Kopf hängen lassen und Punkte bereuen, die man nicht geholt hat. Es ist frustrierend, es hart, aber es gibt noch genug wichtige Spiele."

Nach der Niederlage stehen die Flyers weiterhin auf dem zweiten Wildcard-Platz, nur einen Zähler hinter den Columbus Blue Jackets (30-17-10). Bei den Blue Jackets ist damit zu rechnen, dass sie den drei Teams an der Spitze noch das Leben schwer machen, denn seit Silvester holten in der gesamten Liga nur die Tampa Bay Lightning mehr Punkte. Die Blue Jackets verdienten sich in den vergangenen 17 Spielen 26 von 34 möglichen Punkten.

Vor nicht allzu langer Zeit wurde noch über die Konkurrenzfähigkeit der Blue Jackets diskutiert. Ende November lagen sie mit 26 Punkten aus 26 Spielen auf dem vorletzten Platz der Division und deutlich außerhalb der Playoff-Ränge. Nach dem Abgang von Elitetorwart Sergei Bobrovsky und Topscorer Artemi Panarin im Sommer schienen die Blue Jackets eine enttäuschende Saison zu erleben. Doch dann kam der Aufstieg des Letten Elvis Merzlikins, der die Liga mittlerweile mit fünf Shutouts anführt. Columbus gibt sich alle Mühe die Kritiker zum Verstummen zu bringen und scheint auf dem richtigen Weg zu sein.

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Nach aktuellem Stand wären diese fünf Teams für die Playoffs qualifiziert, doch das Rennen ist noch lange nicht gelaufen. Wie Couturier sagte, bleiben noch genug Spiele, um die Division auf den Kopf zu stellen. Hinter den Flyers folgen mit 67 Punkten die Carolina Hurricanes (32-21-3). Zwischen den Capitals auf Platz eins und den Hurricanes auf Platz sechs liegen zehn Punkte.

Nach grob zwei Dritteln der regulären Saison bietet die Metropolitan Division jede Menge spannender Geschichten. In einem engen Kampf um die Playoffs feierten die Teams und Spieler bereits Meilensteine, Rekorde und Comebacks. Am Ende zählt jedoch nur die Frage, wer sich für die Runde der besten 16 qualifiziert. Besonders die Spiele gegen die direkte Konkurrenz aus der Division dürften für den Rest der Saison also zu hart umkämpften Partien werden. Laufen die Dinge so weiter wie bisher, könnte die Entscheidung über die Playoff-Plätze bis zum letzten Spieltag auf sich warten lassen und jeder Punkt wichtig werden.

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