Lausanne HC v SCL Tigers - National League

International Ice ist die wöchentliche Serie von NHL.com/de, in der über Spieler mit NHL-Bezug aus den wichtigen europäischen Ligen berichtet wird. Dabei richtet sich der Fokus auf Akteure aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.

In der PENNY DEL und der Schweizer National League laufen die Viertelfinals in den Playoffs. In den bisherigen Partien machten zahlreiche ehemalige NHL-Profis mit herausragenden Darbietungen von sich reden.

Michaelis und Kühnhackl mit starkem Auftritt

Die Adler Mannheim sind am Mittwoch mit einem 5:2-Heimsieg gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven ins Viertelfinale der Playoffs gestartet. Marc Michaelis und Tom Kühnhackl boten eine starke Vorstellung. Michaelis brachte das Team bereits in der dritten Minute mit 1:0 in Führung. Alles in allem gab der Kapitän in dieser Partie fünf Torschüsse ab. Kühnhackl lieferte die Vorlagen zum 3:1 und 5:1. Besonders gefordert war er im Penalty-Killing. Mit 3:33 Minuten spulte der zweifache Stanley Cup Champion die meiste Zeit aller Adler-Angreifer in Unterzahl ab.

Mannheims Trainer Dallas Eakins zeigte sich im Großen und Ganzen zufrieden mit dem Playoff-Start seiner Mannschaft. „Unsere Fans waren heute überragend, die Unterstützung zu Hause ist ein riesiger Faktor für uns. Nach der längeren Pause haben wir im Laufe des Spiels immer besser in den Rhythmus gefunden. Einsatz, Einstellung und Zusammenhalt haben gestimmt, besonders am Ende. Es war ein ordentlicher Start, aber in einigen Details müssen wir uns noch verbessern“, ließ der ehemalige NHL-Coach auf der Klubwebseite verlauten.

michaelis

Tor von Rieder läutet turbulente Schlussphase ein

Nicht wunschgemäß verlief am Dienstag das erste Viertelfinalspiel für Tobias Rieder und den EHC Red Bull München. Sie zogen vor eigenem Publikum mit 5:6 gegen den ERC Ingolstadt den Kürzeren. Nach 26 Minuten lagen die Red Bulls beinahe aussichtslos mit 0:4 hinten. Die letzten fünf Minuten der Partie verliefen dann turbulent. Nach dem Anschlusstor von Rieder zum 3:5 setzten die Münchner zu einem fulminanten Endspurt an, der fast noch von Erfolg gekrönt gewesen wäre. Doch mit Glück und Geschick retteten sich die Ingolstädter ins Ziel. Die Red Bulls hatten 43 Torschüsse zu verzeichnen und damit 16 mehr als ihr Kontrahent. Das zeigt die Überlegenheit der Gastgeber. Drei Tore markierten die Münchner mit einem Extra-Angreifer auf dem Eis. Das waren fast so viele wie in der gesamten Hauptrunde, als sie fünfmal mit einem zusätzlichen Feldspieler trafen.

Tobias Rieder

Eisbären verpatzen Auftakt, Haie erkämpfen sich Sieg

Ohne den nach wie vor verletzten Lean Bergmann unterlagen die Eisbären Berlin am Dienstag in Spiel 1 der Runde der letzten Acht den Straubing Tigers deutlich mit 1:5. Die Kölner Haie mühten sich tags darauf bei den Schwenninger Wild Wings zu einem 1:0.

Kahun an zwei Siegtoren beteiligt

Dominik Kahun hatte bei zwei Siegtoren des Lausanne HC in den vergangenen Tagen seine Hände im Spiel. Beim zweiten Aufeinandertreffen der Viertelfinalserie gegen den Geneve-Servette HC am Montag in Lausanne schoss er das 2:0, das sich später als Game-Winner entpuppte. Mit einem Empty-Net-Goal im Powerplay machte er den 5:1-Endstand und zugleich seinen Doppelpack perfekt. Zwei Tage später in Spiel 3 setzte sich der LHC in Genf mit 5:2 durch. Diesmal lieferte Kahun die Vorlage zum letztlich entscheidenden 3:1. In Spiel 1 am Samstag hatten sich die Genfer daheim mit 1:0 behauptet.

Malgin und Andrighetto drehen auf

Denis Malgin und Sven Andrighetto haben es in den ersten drei Partien im Viertelfinale krachen lassen. Die beiden Topscorer der ZSC Lions steuerten insgesamt 13 Punkte zu den drei Erfolgen gegen den HC Lugano bei.

Los ging das beeindruckende Spektakel der beiden am Samstag beim 3:0 in eigener Halle. Zwei Tore Malgin, zwei Assists Andrighetto war auf dem Spielberichtsbogen nachzulesen. Am Montag setzten sich die Zürcher knapp mit 5:4 im Tessin durch. Diesmal gelangen Malgin zwei Assists, während Andrighetto einmal einnetzte und einen Treffer vorbereitete. Mit Dean Kukan trug sich ein weiterer Ex-NHL-Profi in die Torschützenliste der ZSC Lions ein. Am Mittwoch behielten sie daheim mit 4:0 die Oberhand. Andrighetto kam wieder auf ein Tor und einen Assist, während Malgin drei Assists verbuchte.

Denis Malgin

Berra glänzt mit Shutout

In der dritten Begegnung mit dem SC Rapperswil-Jona Lakers sicherte sich Torhüter Reto Berra von Fribourg-Gottéron den ersten Shutout in den laufenden Playoffs. Beim Heimsieg am Dienstag wehrte er alle 18 Schüsse auf sein Gehäuse ab. Die Partie endete 4:0. Bereits zwei Tage zuvor hatte Berra stark gehalten, wenngleich er die 1:2-Auswärtsniederlage trotz einer Save-Quote von 91,30 Prozent nicht verhindern konnte. Auch im ersten Spiel stand Berra zwischen den Pfosten. Das ging am Freitag in Fribourg überraschend deutlich mit 2:5 verloren.

Hofmann und Zug kassieren drei Niederlagen

Gregory Hofmann und der EV Zug liegen nach drei Duellen mit dem HC Davos mit 0:3 zurück. Im ersten Match am Freitag sah es zunächst gut aus für den EVZ. Hofmann hatte den Secondary Assist beim 2:0 im Powerplay gutgeschrieben bekommen. Später führte Zug noch mit 3:1. Danach lief jedoch nicht mehr viel zusammen. Davos drehte das Match und siegte mit 4:3. Am Sonntag triumphierte der HCD in Zug mit 2:0. Am Dienstag in eigener Arena deklassierten die Graubündner ihren Gegner. 7:3 lautete das Endresultat.

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