Marc Michaelis

International Ice ist die wöchentliche Serie von NHL.com/de, in der über Spieler mit NHL-Bezug aus den wichtigen europäischen Ligen berichtet wird. Dabei richtet sich der Fokus auf Akteure aus Deutschland, der Schweiz und Österreich.

Die Finalteilnehmer in den Playoffs der PENNY DEL stehen fest. Am Montag sicherten sich die Eisbären Berlin den erforderlichen vierten Sieg im Halbfinale gegen die Kölner Haie. Den hatten die Adler Mannheim bereits am Freitag zu Hause gegen den EHC Red Bull München unter Dach und Fach gebracht. Mit Marc Michaelis und Tom Kühnhackl kämpfen zwei ehemalige NHL-Profis mit den Kurpfälzern um den Meistertitel. Die Finalserie im Modus Best-of-7 beginnt am Freitag mit Spiel 1 in der Mannheimer SAP Arena. In den Playoffs der Schweizer National League sind bereits zwei Finalpartien zwischen dem HC Davos und Fribourg-Gottéron ausgetragen. Jedes Team gewann einmal.

Michaelis und Kühnhackl punkten im letzten Halbfinalspiel

Beim 4:1-Triumph in Spiel 5 der Halbfinalserie gegen den EHC Red Bull München trugen sich sowohl Michaelis als auch Kühnhackl als Scorer in den Spielberichtsbogen ein. Michaelis lieferte die Vorlage zum 1:0 und Kühnhackl steuerte den Secondary Assist beim vierten Mannheimer Treffer bei.
„Nach einem schwierigen Start sind wir immer besser geworden und haben verdient gewonnen. Spätestens nach dem 4:1 hatten wir das Gefühl, das Spiel nicht mehr herzugeben, weil wir danach sehr diszipliniert gespielt haben“, ließ Michaelis nach dem entscheidenden Erfolg auf der Klubwebseite verlauten. Der Kapitän punktete in vier der fünf Begegnungen mit den Red Bulls. Nach zehn Einsätzen in den Playoffs stehen für ihn sieben Zähler (zwei Tore, fünf Assists) zu Buche. Für seinen Stürmerkollegen Kühnhackl sind fünf Punkte (ein Tor, vier Assists) aus zehn Auftritten verzeichnet.

Marc-Michaelis

Mannheims Trainer Dallas Eakins freute sich ungemein über den Finaleinzug. „Wir sind glücklich, diese Serie gewonnen zu haben. Viele Spiele in dieser Runde waren extrem eng und hätten auch anders ausgehen können. München gehört zu den besten Teams der Liga. Sie spielen sehr strukturiert und unangenehm, dafür gebührt ihnen großen Respekt. Ich bin stolz auf unsere Mannschaft, die jeden Tag daran arbeitet, besser zu werden“, erklärte der frühere NHL-Coach.

Rieder führt weiter die Torschützenliste an

Tobias Rieder von den Red Bulls hat sich mit einem persönlichen Erfolgserlebnis aus den Playoffs verabschiedet. Bei der Niederlage am Freitag in Mannheim erzielte er den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich und damit das einzige Tor seines Teams. Mit acht Treffern ist er momentan der erfolgreichste Knipser der gesamten Endrunde. Seine zwölf Punkte (acht Tore, vier Assists) aus elf Spielen bedeuten den dritten Rang in der Playoff-Scorerwertung. Lediglich in zwei Partien der K.o.-Phase ging Rieder leer aus.

Tobias Rieder

Eisbären von Haien nicht zu stoppen

Ohne den verletzten Lean Bergmann holten die Eisbären Berlin die zwei noch fehlenden Siege in der Semifinalserie gegen die Kölner Haie (Endstand 4:2). Am Freitag in Spiel 5 behielten sie in eigener Halle mit 5:2 die Oberhand und am Montag in Spiel 6 setzten sie sich im Rheinland mit 4:1 durch. Die Haie hatten die Hauptrunde auf Platz eins abgeschlossen. Doch ihr Traum vom ersten Meistertitel seit 2002 ist ein weiteres Mal geplatzt.

Beste Teams der Ligageschichte treffen aufeinander

Im Finale stehen sich mit Berlin und Mannheim die beiden erfolgreichsten Mannschaften der DEL-Geschichte gegenüber. Die Eisbären sind mit elf Meisterschaften der Rekordsieger, die Adler liegen mit sieben Titeln auf Rang zwei. Es ist das vierte Mal, dass diese beiden Klubs in einer Finalserie aufeinandertreffen. Zweimal behielten bisher die Berliner die Oberhand (2005 und 2012), einmal konnten sich die Mannheimer durchsetzen (1998).
Insgesamt gab es bislang zehn Playoff-Duelle dieser beiden Kontrahenten. Dabei gewannen die Eisbären achtmal – zuletzt sieben Mal in Folge. In der Hauptrunde 2025/26 ist die Bilanz dagegen ausgeglichen. Beide Teams setzten sich jeweils in der eigenen Arena durch – Mannheim mit 7:1 und 8:5, Berlin mit 4:3 n.V. und 4:2.

Sieg und Niederlage für Berra und Bertschy

Jeweils einen Sieg und eine Niederlage gab es für Reto Berra und Christoph Bertschy von Fribourg-Gottéron in den ersten zwei Partien der Playoff-Finalserie der Schweizer National League gegen HC Davos. Am Samstag in Spiel 1 behaupteten sich die Westschweizer beim HCD mit 3:2. Am Montag in Spiel 2 mussten sie sich in eigener Halle mit 1:3 geschlagen geben. Berra stand in beiden Begegnungen zwischen den Pfosten. Angreifer Bertschy hatte kein Glück im Abschluss und blieb zweimal ohne Punkte. Mit zehn Zählern (sechs Tore, vier Assists) aus 14 Einsätzen rangiert er jedoch weiter an erster Stelle der Playoff-Scorerliste.

Verwandte Inhalte