Statistik spricht gegen Penguins
Geht es nach der Statistik, dann wird es jetzt schon eine ganz knifflige Nummer für die Penguins. Teams, die Spiel eins einer Best-of-seven-Serie gewonnen haben, haben in der Geschichte der NHL in 535 Fällen auch die Serie gewonnen und nur 252-mal nicht. Alleine in der vergangenen Saison hieß die Bilanz 10-5 in den Playoffs für die Teams, die Spiel 1 für sich entschieden haben, 6-2 sogar in Runde eins.
Solche Zahlen werden die Penguins versuchen, so gut wie möglich auszublenden. Stattdessen fand schon direkt nach der Partie eine erste Analyse statt, woran man bis Spiel 2 arbeiten muss. „In den Playoffs ist es ja immer eng. Wir müssen einen Weg finden, länger in der Angriffszone zu sein“, konstatierte Sidney Crosby. In Spiel 2 müsse man sich steigern – in allen Bereichen. Das Überzahlspiel sei nicht gut gewesen, meinte der Superstar der Gastgeber weiter. Die Unterzahleinheiten hätten dagegen einen guten Job gemacht. „Sie haben uns immer wieder Momentum gegeben. Wir konnten das aber nicht nutzen.“
Crosby klettert
Für Crosby, bereits dreimal Stanley Cup Sieger mit den Penguins, war es das 181. Playoffspiel im Trikot mit dem Pinguin auf der Brust. Damit hat er Ray Bourque (180 mit Boston), Henri Richard (180 mit Montreal) und Tomas Holmstrom (180 mit Detroit) von Platz acht in der Rangliste für die meisten Playoffspiele für ein Franchise verdrängt. Auf Platz sieben ist Bob Gainey mit 182 Spielen für Montreal.
Diese Marke wird Crosby nach Lage der Dinge in der Ersten Runde noch erreichen, so er verletzungsfrei bleibt. Wenn die Penguins aber noch tiefer in die Playoffs vorstoßen wollen, müssen sie sich gewaltig steigern. „Wir freuen uns auf Spiel 2. Wir wussten, dass wir nicht jedes Spiel gewinnen würden. Wir haben eine Gruppe erfahrener Spieler im Team, die schon einige Schlachten in den Playoffs geschlagen hat“, sagte Penguins-Verteidiger Erik Karlsson. Die Flyers seien ein gutes Team. „Sie waren von Anfang bis Ende besser als wir. So ist das eben manchmal. Das ist unglücklich gelaufen für uns. Selbstverständlich wollten wir besser in die Playoffs starten. Aber man gewinnt die Serie nicht im ersten Spiel. Wir wissen, dass wir besser sind. Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren und uns darauf besinnen, was uns die ganze Saison über erfolgreich gemacht hat.“ Das Team habe sich zu viele Turnover erlaubt. Entsprechend müsse man die Schuld für die Niederlage nur bei sich selbst suchen.
Ähnlich bewertete auch Penguins-Trainer Dan Muse das Spiel: „Die Flyers machen es einem schwer. Das ist Teil ihres Spiels. Sie machen das schon eine ganze Weile. Wir sind von den Dingen abgekommen, die für uns funktionieren. Ein Teil davon ist die Intensität. In den Playoffs wird alles nochmal ein Stück hochgefahren.“