Playoff-Slapshots Colorado verbreitet Angst und Schrecken

Zwei Deutsche stehen am heutigen Sonntag bei den Stanley Cup Playoffs 2026 im Blickpunkt. Für Marco Sturm von den Boston Bruins ist es der erste Auftritt als Trainer in der NHL-Postseason. JJ Peterka von den Utah Mammoth wiederum feiert sein Debüt als Spieler in der K.o.-Phase. Eine beängstigende Nachricht für die Konkurrenz kommt von den Colorado Avalanche, einem der Topfavoriten auf den Titel. Für die Buffalo Sabres findet eine lange Durststrecke ihr Ende und bei den Tampa Bay Lightning nimmt die Rückkehr von Victor Hedman langsam Konturen an.

Bruins stecken laut Sturm voller Energie

Vor dem Auftaktmatch der Ersten Runde bei den Buffalo Sabres (7:30 p.m. ET, Mo. 1:30 Uhr MESZ) verbreitet Bruins-Coach Sturm viel Optimismus. „Die Jungs sind voller Energie. Wir haben die vergangenen Tage dazu genutzt, um an ein paar Dingen zu arbeiten und die Mannschaft mit Blick auf die Begegnung mit den Sabres an ihren Stärken auszurichten. Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Es geht nur um Kleinigkeiten“, sagte er am Samstag nach dem Training in der Warrior Ice Arena. Im Anschluss brach der Tross nach Buffalo auf. Boston kostete die zur Verfügung stehende Zeit im Abschluss der regulären Saison aus. In den vergangenen Tagen waren zwei Übungseinheiten auf und eine weitere abseits des Eises angesetzt.

Als Spieler kennt Sturm die Playoffs aus dem Effeff. In seiner aktiven Zeit absolvierte er 68 Einsätze in der Postseason für die San Jose Sharks, die Bruins, die Washington Capitals und die Florida Panthers. Als verantwortlicher Mann an der Bande erlebt er nun seine Premiere in dieser Hinsicht.

Traum von Peterka wird Wirklichkeit

Für Peterka von den Utah Mammoth geht mit der ersten Playoff-Teilnahme in seiner fünften NHL-Saison ein lang gehegter Traum in Erfüllung. „Ich bin sehr gespannt. Wir haben das ganze Jahr hart dafür gearbeitet, um in die Playoffs zu kommen. Es ist wirklich etwas Besonderes, dass wir es so früh geschafft haben“, sagte er. Die Mammoth schnappten sich schon im zweiten Jahr ihres Bestehens die erste Wildcard in der Western Conference. In ihrer Erstrundenserie treffen sie auf die Vegas Golden Knights. Zunächst müssen sie zweimal auswärts ran. Spiel 1 findet um 10 p.m. ET (Mo. 4 Uhr MESZ) in der T-Mobile Arena statt. Peterka dürfte wie zuletzt die Linksaußenposition in der dritten Reihe von Utah besetzen.

WPG@UTA: Peterka taucht frei vor dem Tor auf und verwandelt mit viel Geduld

Avalanche treten mit voller Kapelle an

Trotz einiger Verletzter sicherte sich die Colorado Avalanche mit 121 Punkten souverän die Presidents‘ Trophy als beste Mannschaft der regulären Saison. Jetzt stellt sich für die Gegner die bange Frage, wie stark sie erst in Bestbesetzung sein werden. Denn genau das ist zu Beginn der Playoffs der Fall, wie der Klub vermeldete. „Wir sind froh, dass wir mit dem kompletten Team antreten können. Das war in der Vergangenheit leider nicht allzu oft der Fall“, ließ Verteidiger Josh Manson nach dem Training am Samstag verlauten.

Für Trainer Jared Bednar eröffnen sich dadurch weitere Möglichkeiten. „Ich freue mich natürlich darüber. Das versetzt uns erst recht in die Lage, unser hohes Spieltempo beizubehalten“, erklärte er. Die Los Angeles Kings dürften also vor Spiel 1 in der Ball Arena von Denver (3 p.m. ET, 21 Uhr MESZ) gewarnt sein.

Durststrecke der Sabres geht zu Ende

15 Jahre des Wartens sind vorbei. Erstmals seit 2011 haben sich die Buffalo Sabres wieder für die Playoffs qualifiziert. „Alle sind total aufgeregt und voller Vorfreude“, beschrieb Alex Tuch die Stimmung in der Belegschaft vor dem Aufeinandertreffen mit den Bruins. Nicht minder groß ist die Euphorie bei den Fans. Die Tickets für die beiden Heimspiele zu Beginn der Serie im KeyBank Center gingen weg wie warme Semmeln. „Ich bin mir sicher, dass unsere Anhänger schon sehr früh zur Arena kommen. Sie werden uns sicherlich leidenschaftlich unterstützen“, prophezeite Tuch. Als drittbester Scorer mit 66 Punkten hatte er großen Anteil, dass die Sabres endlich wieder den Cut schafften

BUF@CHI: Thompson schlägt im dritten Drittel wieder zu

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Hedman arbeitet an seiner Rückkehr

Die Zeichen für die Rückkehr von Victor Hedman bei den Tampa Bay Lightning mehren sich. Der Kapitän hatte im März um eine persönliche Auszeit gebeten, weshalb er in den letzten 15 Spielen nicht mitwirkte. Im Saisonverlauf plagten ihn immer wieder Verletzungen und Krankheiten. Hedman trainiert inzwischen wieder, braucht jedoch nach Angaben von Trainer Jon Cooper noch etwas Zeit. Sein Einsatz in Spiel 1 der Erstrundenserie gegen die Montreal Canadiens (5:45 p.m. ET, 23:45 Uhr MESZ) sei ausgeschlossen. „Vic ist bei uns. Er bekommt langsam wieder Eiszeit und bringt sich in Form“, teilte Cooper mit.

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