Lukas Reichel #75 of the Boston Bruins skates against the Winnipeg Jets during the first period at the TD Garden on March 19, 2026 in Boston, Massachusetts. The Bruins won 6-1. (Photo by Richard T Gagnon/Getty Images)

Jede Woche blickt NHL.com/de auf die Leistungen der Deutschen, Österreicher und Schweizer in den sogenannten „Minor Leagues“ wie der AHL und ECHL sowie auf bereits gedraftete DACH-Spieler in den kanadischen Juniorenligen WHL, OHL und QMJHL.

In dieser Woche im Minors Report: Rückblick auf die reguläre Saison 2025/26 und Vorschau auf die Calder Cup Playoffs 2026

Am Dienstag starten die Calder Cup Playoffs 2026 mit der Serie zwischen den Bridgeport Islanders und den Hershey Bears. Das Duell zwischen dem Vierten und Fünften der Atlantic Division ist keines wie jedes andere: Die Bears sind der AHL-Rekord-Champion mit 13 Meisterschaften und 25 Final-Teilnahmen. Die Islanders ziehen nach dieser Saison von Bridgeport (Connecticut, USA) nach Hamilton (Ontario, Kanada) um. NHL.com/de blickt auf den Modus und die Teilnehmer in den Playoffs sowie auf die nach der regulären AHL-Saison Ausgeschiedenen Mannschaften und Spieler.

Der Modus

Der Baum in den Calder Cup Playoffs besteht aus zwei Seiten und vier Ästen: In der Eastern Conference starten sechs Teams in der Atlantic Division sowie fünf in der North Division, um einen Final-Teilnehmer zu ermitteln. In der Western Conference treten fünf Mannschaften in der Central Division sowie sieben Klubs in der Pacific Division an, um sich den Weg ins Calder Cup Finale zu bahnen. Aufgrund der unterschiedlichen Teilnehmerzahl ist der Modus in jeder Division anders.

Die Ersten Runde wird im Best-of-3- (zwei Siege zum Serien-Sieg), das Division-Halbfinale und -Finale im Best-of-5- (drei Siege zum Serien-Sieg) sowie das Conference Finale und das Calder Cup Finale im Best-of-7-Modus (vier Siege zum Serien-Sieg) ausgetragen.

Die Teilnehmer

In der Atlantic Division sind die Providence Bruins (54-16-2) als bestes Team der gesamten AHL sowie die Wilkes-Barre/Scranton Penguins (46-17-9) als Division-Zweiter aufgrund ihrer Position in der Abschlusstabelle bereits automatisch fürs Division-Halbfinale qualifiziert. Providence, das Farmteam der Boston Bruins, stellt mit Michael DiPietro den statistisch besten Goalie der Hauptrunde (45 Spiele, 34 Siege, 1,91 Gegentore/Spiel, 93 Prozent Fangquote, drei Shutouts). Der deutsche Stürmer Lukas Reichel wurde nach nur einem Tag in der AHL wieder in die NHL zurückbeordert, kam in Bostons erstem Spiel in den Stanley Cup Finales aber nicht zum Einsatz. In der Ersten Runde der Atlantic Division trefft der Vorjahres-Finalist Charlotte Checkers (44-23-5, 3.) auf die Springfield Thunderbirds (32-32-6, 6.) sowie die Bridgeport Islanders (34-30-8, 4.) auf die Hershey Bears (32-31-9, 5.). Für das Team aus „Chocolate Town“ verteidigt der Schweizer Leon Muggli (27 Spiele, 1-6-7).

WPG@BOS: Reichel überwindet Hellebuyck und trifft

In der North Division gibt es nur eine einzige Paarung in der Ersten Runde: Die Toronto Marlies (36-26-10, 4.) bekommen es mit den Rochester Americans (31-31-10, 5.) zu tun. Der Siege aus dieser Serie wird im Division-Halbfinale auf Staffel-Sieger Laval Rocket (41-23-8, 1.) treffen. Laval sicherte sich kurz vor dem Playoff-Start die Dienste des österreichischen Stürmers Vinzenz Rohrer (ein Spiel, 1-1-2). Das Drittrunden-Pick der Montreal Canadiens (NHL Draft 2022, 75. Stelle) spielte zuvor in der Schweiz für die ZSC Lions (41 Spiele, 4-8-12; neun Playoff-Partien, 1-0-1). Landsmann und Verteidiger David Reinbacher (57 Spiele, 5-19-24) erhielt den Call-up aus der NHL und debütierte in Montreal (zwei Spiele, 0-1-1). Doch zurück ins Halbfinale in der North Division. Diese Stufe haben die Syracuse Crunch (41-24-7, 2.) und Cleveland Monsters (37-26-9, 3.) ebenfalls mit einer Wildcard erreicht und treffen dort aufeinander. Syracuse stellte mit Jakob Pelletier (63 Spiele, 28-49-77) den AHL-Top-Scorer.

In der Central Division tragen die Manitoba Moose (35-29-8, 4.) und die Milwaukee Admirals (32-33-7, 5.) eine vorgeschaltete Erste Runde aus. Der Gewinner wird im Division-Halbfinale auf die Grand Rapids Griffins (51-16-5, 1,) und den deutschen Stürmer Wojciech Stachowiak (zehn Spiele, 4-11-15) treffen. Die zweite Halbfinal-Begegnung steigt zwischen den Chicago Wolves (36-21-15, 2.) und den Texas Stars (37-29-6, 3.). Bei Texas hofft Torwart Arno Tiefensee auf Playoff-Einsätze. In der Hauptrunde kam er 20-mal zum Zug (zehn Siege, 3,3 Gegentore/Spiel, 89,2 Prozent Fangquote, ein Shutout).

In der Pacific Division sind einzig die Ontario Reign (47-20-5, 1.) automatisch für die nächste Runde qualifiziert. In der Ersten Runde kämpfen gleich sechs Teams in drei Serien ums Weiterkommen: Die Colorado Eagles (41-20-11, 2.) bekommen es mit den San Diego Gulls (33-27-8, 7.) zu tun. Die Henderson Silver Knights (39-21-12, 3.) stehen dem San Jose Barracuda (40-28-4, 6.) gegenüber. Und die Coachella Valley Firebirds (41-25-6; 4.) nehmen es mit den Bakersfield Condors (37-23-12) auf. Für Bakersfield absolvierte der deutsche Stürmer Josh Samanski 45 Spiele (8-23-31), ist seitdem aber fester Bestandteil der Edmonton Oilers in der NHL.

Die Ausgeschiedenen

Mit den Abbotsford Canucks (28-37-7) hat der amtierende Calder Cup Champion die Playoff-Qualifikation nicht geschafft - und das sogar sehr deutlich: Abbotsford fehlten am Ende 15 Punkte auf den letzten Playoff-Platz.

Keine weiteren Spiele werden auch für den AHL-Top-Torjäger Arthur Kaliyev hinzukommen. Für das North-Division-Schlusslicht Belleville Senators erzielte er in 70 Spielen 40 Treffer.

Auch zwei Deutsche haben die Calder Cup Playoffs verpasst: Verteidiger Maksymilian Szuber (65 Spiele, 7-25-32) und Stürmer Julian Lutz (47 Spiele, 2-11-13) schafften den Cut mit den Tucson Roadrunners (34-28-10) ganz knapp nicht: Der Achte der Pacific Division war punktgleich mit den San Diego Gulls, muss aufgrund der geringeren Anzahl an Siegen nach regulärer Spielzeit aber vorzeitig den schweren Gang in die Sommerpause antreten.

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DACH-Spieler in den CHL-Playoffs

In den OHL-Playoffs hat der Schweizer Torwart Christian Kirsch (NHL Draft 2024, 4. Runde, 116. Stelle, San Jose Sharks) mit den Kitchener Rangers das Conference Finale erreicht und trifft dort auf die Windsor Spitfires. In der Ersten Runde hatte sich Kitchener mit 4:0 gegen die Saginaw Spirit sowie in der Zweiten Runde mit 4:1 gegen die Soo Greyhounds durchgesetzt. Kirsch (19, Basel) kam in allen neun Playoff-Partien zum Einsatz und hielt acht Siege fest (2,31 Gegentore/Spiel, 89,6 Prozent Fangquote, ein Shutout). 

In den QMJHL-Playoffs bleiben die Chicoutimi Sagueneens um den deutschen Stürmer Maxim Schäfer (NHL Draft 2025, 3. Runde, 96. Stelle, Washington Capitals) ungeschlagen und stehen im Halbfinale. Zuvor wurden bereits die Halifax Mooseheads und die Quebec Remparts jeweils mit 4:0 aus dem Weg geräumt, nun trifft Chicoutimi auf die Rouyn-Noranda Huskies. Schäfer (18, Nürnberg) spielte bislang in zwei Playoff-Partien (0-1-1), fehlt seit Ende März jedoch aufgrund einer Handgelenksfraktur.

In den WHL-Playoffs ist der deutsche Stürmer David Lewandowski (NHL Draft 2025, 4. Runde, 117. Stelle, Edmonton Oilers) mit den Saskatoon Blades in der Zweiten Runde ausgeschieden. Gegen die Prince Albert Raiders kassierte Saskatoon sogar einen Sweep (0:4 in der Best-of-7-Serie). Lewandowski (19, Düsseldorf) markierte in elf Playoff-Spielen neun Scorerpunkte (4-5-9).

Playoffs verpasst: Verteidiger Maksymilian Szuber (65 Spiele, 7-25-32) und Stürmer Julian Lutz (47 Spiele, 2-11-13) schafften den Cut mit den Tucson Roadrunners (34-28-10) ganz knapp nicht: Der Achte der Pacific Division war punktgleich mit den San Diego Gulls, muss aufgrund der geringeren Anzahl an Siegen nach regulärer Spielzeit aber vorzeitig den schweren Gang in die Sommerpause antreten.

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DACH-Spieler in den CHL-Playoffs

In den OHL-Playoffs hat der Schweizer Torwart Christian Kirsch (NHL Draft 2024, 4. Runde, 116. Stelle, San Jose Sharks) mit den Kitchener Rangers das Conference Finale erreicht und trifft dort auf die Windsor Spitfires. In der Ersten Runde hatte sich Kitchener mit 4:0 gegen die Saginaw Spirit sowie in der Zweiten Runde mit 4:1 gegen die Soo Greyhounds durchgesetzt. Kirsch (19, Basel) kam in allen neun Playoff-Partien zum Einsatz und hielt acht Siege fest (2,31 Gegentore/Spiel, 89,6 Prozent Fangquote, ein Shutout). 

In den QMJHL-Playoffs bleiben die Chicoutimi Sagueneens um den deutschen Stürmer Maxim Schäfer (NHL Draft 2025, 3. Runde, 96. Stelle, Washington Capitals) ungeschlagen und stehen im Halbfinale. Zuvor wurden bereits die Halifax Mooseheads und die Quebec Remparts jeweils mit 4:0 aus dem Weg geräumt, nun trifft Chicoutimi auf die Rouyn-Noranda Huskies. Schäfer (18, Nürnberg) spielte bislang in zwei Playoff-Partien (0-1-1), fehlt seit Ende März jedoch aufgrund einer Handgelenksfraktur.

In den WHL-Playoffs ist der deutsche Stürmer David Lewandowski (NHL Draft 2025, 4. Runde, 117. Stelle, Edmonton Oilers) mit den Saskatoon Blades in der Zweiten Runde ausgeschieden. Gegen die Prince Albert Raiders kassierte Saskatoon sogar einen Sweep (0:4 in der Best-of-7-Serie). Lewandowski (19, Düsseldorf) markierte in elf Playoff-Spielen neun Scorerpunkte (4-5-9).

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