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Die Boston Bruins haben am Sonntag den Sieg in Spiel 1 der Ersten Runde der Stanley Cup Playoffs in der Eastern Conference bei den Buffalo Sabres leichtfertigt verschenkt. Die Utah Mammoth und JJ Peterka mussten sich den Vegas Golden Knights nach einem schwachen letzten Drittel ebenfalls geschlagen geben. Bei den Montreal Canadiens schwang sich Juraj Slafkovsky mit einem Hattrick zum Matchwinner bei den Tampa Bay Lightning auf. Und die Colorado Avalanche landete einen Arbeitssieg zum Auftakt ihrer Serie in der Ersten Runde der Western Conference gegen die Los Angeles Kings.

Die Spiele vom Sonntag in der Zusammenfassung:

Vegas Golden Knights – Utah Mammoth 4:2
(Serie 1:0)

Mit zwei kurz aufeinanderfolgenden Toren haben die Vegas Golden Knights den Utah Mammoth in Spiel 1 der Ersten Runde in der Western Conference in der T-Mobile Arena den Zahn gezogen. Mark Stone (46.) in Überzahl und Nic Dowd (48.) machten mit ihren Treffern aus einem 1:2 ein 3:2. Ivan Barbashev besorgte mit einem Schuss ins leere Tor den Endstand zum 4:2 (59.). Damit endete die Premiere von Utahs Stürmer JJ Peterka in den NHL-Playoffs mit einer Niederlage. Der gebürtige Münchner stand 13:47 Minuten auf dem Eis und gab einen Torschuss ab. Ein Scorerpunkt blieb ihm verwehrt.

In den ersten 40 Minuten zeigten die Mammoth eine starke Vorstellung. Logan Cooley brachte die Vertretung aus Salt Lake City mit einem beherzten Schuss aus dem rechten Bullykreis mit 1:0 nach vorne (20.). Selbst durch den schnellen 1:1-Ausgleich durch Colton Sissons in der Anfangsphase des zweiten Durchgangs (24.) ließ sich Utah nicht aus dem Konzept bringen. Kevin Stenlund stellte wenig später den alten Abstand wieder her (26.). Doch im letzten Drittel verloren die Mammoth zunehmend die Kontrolle. Vegas legte eine Schippe drauf und ließ dem Playoff-Neuling aus Utah am Ende keine Chance.

Spiel 2 wird am Dienstag (9:30 p.m. ET; Mi. 3:30 Uhr MESZ) in Las Vegas ausgetragen.

UTA@VGK, Spiel 1: Stone verwandelt Abpraller im Powerplay zum 2:2-Ausgleich.

Buffalo Sabres – Boston Bruins 4:3
(Serie: 1:0)

Schock für die Boston Bruins: Mit drei Gegentoren innerhalb von 4:34 Minuten gerieten sie in Spiel 1 der Ersten Runde in der Eastern Conference gegen die Buffalo Sabres im KeyBank Center auf die Verliererstraße.

Ähnliches: 406-Sekunden-Schock für Sturm: Bitterer Playoff-Auftakt

Dabei sah es lange nach einem Erfolg der Mannschaft von Trainer Marco Sturm aus. Morgan Geekie (11.) und Elias Lindholm (42.) hatten einen 2:0-Vorsprung herausgeschossen. Doch mit einem fulminanten Schlussspurt drehten die Hausherren die Partie zu ihren Gunsten. Tage Thompson stellte mit einem Doppelschlag (53./56.) den 2:2-Ausgleich her. Mattias Samuelsson erzielte wenig später die umjubelte 3:2-Führung (57.). Alex Tuch brachte die Arena mit einem Empty-Net-Goal zum 4:2 (59.) endgültig zum Kochen. David Pastrnak verkürzte bei einem Powerplay der Bruins acht Sekunden vor Ablauf der Uhr auf 3:4. Um mit einem weiteren Treffer die Verlängerung zu erzwingen, reichte die verbleibende Zeit für Boston allerdings nicht mehr.

Pastrnak war mit drei Punkten (ein Tor, zwei Assists) der erfolgreichste Scorer der Bruins. Auf der Gegenseite sammelte Thompson ebenfalls drei Zähler (zwei Tore, ein Assist).

Spiel 2 findet am Dienstag (7:30 p.m. ET; Mi. 1:30 Uhr MESZ) in Buffalo statt.

BOS@BUF, Spiel 1: Samuelsson trifft mit einem wuchtigen Schuss und bringt die Sabres in Führung

Tampa Bay Lightning – Montreal Canadiens 3:4 n.V.
(Serie 0:1)

Juraj Slafkovsky hieß der Matchwinner für die Montreal Canadiens in Spiel 1 der Ersten Runde in der Eastern Conference bei den Tampa Bay Lightning in der Benchmark International Arena. Dem Angreifer gelang in der regulären Spielzeit ein Doppelpack (40./46.) bei zwei Überzahlsituationen. In der Verlängerung holte er wiederum im Powerplay zum entscheidenden Schlag aus. Er überwand Lightning-Torwart Andrei Vasilevskiy mit einem Schuss aus dem linken Bullykreis zum 4:3 (62.). Die Canadiens profitierten dabei von einer Zweiminutenstrafe gegen Jake Guentzel wegen hohen Stocks.

„Ich hatte ein wenig Platz, also habe ich einfach mal abgezogen. Zum Glück ging der Puck rein. Wir freuen uns riesig über den Erfolg“, sagte Slafkovsky. „Aber wir dürfen jetzt nicht abheben. In zwei Tagen haben wir schon wieder ein Spiel, auf das wir uns konzentriert vorbereiten müssen.“ Der Slowake ist der erste Canadiens-Spieler mit einem Playoff-Hattrick seit René Bourque in Spiel 5 des Conference-Finales 2014.

Der andere Torschütze für Montreal war Josh Anderson (14.). Für die Treffer von Tampa Bay zeichneten Darren Raddysh im Powerplay (33.) und zweimal Brandon Hagel (33./49. PP) verantwortlich.

Lightning-Coach Jon Cooper haderte nach der Niederlage mit seinen Mannen: „Wir haben vier Strafen in der Offensivzone kassiert. Das war Dummheit. Wir haben ihnen so die Chance gegeben, die Partie zu gewinnen.“

Spiel 2 ist am Dienstag (7 p.m. ET; Mi. 1 Uhr MESZ) in Tampa angesetzt.

MTL@TBL, Slafkovsky erzielt im ersten Spiel einen Hattrick und gewinnt

Colorado Avalanche – Los Angeles Kings 2:1
(Serie 1:0)

Mit einem Arbeitssieg ist Topfavorit Colorado Avalanche in die Playoffs gestartet. Nach 60 Minuten stand in Spiel 1 der Ersten Runde in der Western Conference ein 2:1 gegen die Los Angeles Kings zu Buche.

Es dauerte lange, bis die Gastgeber in der Ball Arena den Abwehrriegel der Kalifornier geknackt hatten. Mit einem Rebound nach einem Schuss von Nathan MacKinnon markierte Artturi Lehkonen das 1:0 (36.). Logan O’Connor erhöhte mit einem Handgelenkschuss über die Fanghand von Kings-Schlussmann Anton Forsberg auf 2:0 (46.). Es war sein erster Treffer seit seinem Comeback am 24. März nach einer Hüftoperation. In der Schlussphase wurde es noch einmal spannend. Artemi Panarin verkürzte im Powerplay auf 1:2 (58.). Sein Schuss fand den Weg durch viel Verkehr vor dem Gehäuse von Scott Wedgewood. In der Folge brachte Colorado den Sieg jedoch ins Ziel.

„Wir wussten, dass es gegen die intensiv checkenden Kings nicht leicht wird. Doch die Jungs haben richtig gut gespielt und ihren Job mit Bravour erledigt. Wir haben den Puck über weite Strecken kontrolliert und in der Defensive nur wenig gegnerischen Torchancen zugelassen. Diese Leistung müssen wir wiederholen“, lautete die Analyse von Avalanche-Trainer Jared Bednar.

D.J. Smith, der Interimstrainer der Kings, zeigte sich ebenfalls zufrieden. „Wir haben zwar unser Ziel verfehlt, aber es gibt viele positive Aspekte“, sagte er. „Letztendlich erzielen sie die meisten Tore der Liga. Wenn wir sie also auf zwei Tore beschränken, sollten sie sich die Frage stellen: Werden sie mit nur zwei Toren weiterhin gewinnen?“

Spiel 2 der Serie geht am Dienstag (10 p.m. ET; Mi. 4 Uhr MESZ) in Denver über die Bühne.

LAK@COL: O'Connor baut die Führung mit einem wunderschönen Handgelenksschuss aus

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