Den Wild gelang es in vier der letzten fünf Spiele mindestens vier eigene Treffer zu erzielen. Dabei lagen sie in Sachen Torgefahr mit 2,83 Treffern im Durchschnitt vor dem Spiel lediglich auf Rang 16 unter den 31 Teams der NHL. Der jüngste Trend spricht also deutlich für die endlich vom Verletzungspech befreite Truppe.
Trainer Bruce Beaudreau versprüht in diesen Tagen daher ebenfalls viel Optimismus. "Wir waren uns schon die ganze Runde hinweg sicher, dass das Potenzial grundsätzlich da ist", erklärte er bereits nach dem 5:1-Erfolg über die Florida Panthers am vergangenen Dienstag. Der Donnerstagabend bestätigte ihn diesbezüglich zusätzlich.
Begünstigt wurde der klare Sieg gegen Buffalo jedoch maßgeblich durch einen schnellen Start gegen das Tabellenkellerkind aus dem Westen des Bundesstaates New York. Niederreiter eröffnete den Torreigen nämlich bereits nach 69 Sekunden.
So etwas verschafft die notwendige Ruhe und das erforderliche Selbstvertrauen für ein solches Spiel, das ansonsten recht zäh werden kann, wenn der Führungstreffer gegen den vermeintlichen Außenseiter länger auf sich warten lässt.
Der Coach war deswegen entsprechend zufrieden mit dem letztendlich völlig ungefährdeten Sieg, der sich nach der frühen Führung entwickelte. "Zu Saisonbeginn war das noch nicht unbedingt unsere Stärke", so Boudreau zu den versammelten Medienvertretern. "Du musst einfach den Instinkt und die Ruhe haben so ein Spiel möglichst souverän nach Hause zu bringen."
Niederreiter zeigte an diesem Abend wieder einmal beides, vollendete seinen Hattrick fast schon als wäre es das Normalste der Welt.
Wenn die Wild in den nächsten Wochen auch weiterhin so imposant von ihrem kompletten Kader profitieren können, dann ist dem Team im kommenden Frühjahr viel zuzutrauen, dann kann der durchwachsene Saisonstart schon bald in Vergessenheit geraten. Der Anfang für einen tollen Endspurt ist jedenfalls getan und hat durchaus Lust auf mehr geweckt.