Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Nashville Predators und den New Jersey Devils

Auch Teams, die selbst kaum noch Chancen auf die Stanley Cup Playoffs haben, können gegen Ende der Saison noch entscheidenden Einfluss haben. Das zeigten am Donnerstag die New Jersey Devils mit ihrem 4:2-Auswärtssieg bei den Nashville Predators in der Bridgestone Arena. Im Duell der Schweizer Kapitäne setzten sich Nico Hischiers Devils vor allem dank der Eidgenossen in ihren Reihen gegen Roman Josis Predators durch. 

Schweizer Qualität
Bei den Devils spielen die drei Schweizer Hischier, Timo Meier und Jonas Siegenthaler wichtige Rollen. Am Donnerstag glänzten sie mit einer besonders dominanten Leistung. An jedem Tor von New Jersey war mindestens einer von ihnen beteiligt.

Verteidiger Siegenthaler, der vor allem für seine Zuverlässigkeit in der Defensive bekannt ist, mischte gegen Nashville im Angriff mit. In der 19. Minute legte er aus dem Slot zur Seite auf Jack Hughes ab, dessen Schuss von Jesper Bratt zum 1:0 abgefälscht wurde. Später verdiente sich Siegenthaler bei Meiers Empty-Netter zum 4:2 (60.) noch seinen zweiten Assist des Spiels. Damit sammelte er schon im zweiten Spiel in Folge zwei Vorlagen. Am Dienstag war ihm das bereits beim 6:4-Sieg gegen die Dallas Stars gelungen.

„Siegenthaler spielt zur Zeit super“, lobte Trainer Sheldon Keefe. „Durch seine Beiträge zur Offensive, dass er bei Kontern mitgeht, landet der Puck bei ihm und er kreiert Chancen. Manchmal schafft er auch einfach durch seine Präsenz Raum für Mitspieler. Das macht er echt gut. Gut, dass er dafür belohnt wird. Er macht so viele gute und schwierige Sachen im Spiel, die nicht viel Beachtung kriegen, da hat er sich die Punkte echt verdient.“

Der Kapitän selbst packte ebenfalls mit an. Hischier fälschte in der 30. Minute einen Schuss von Bratt zum 2:0 ab. In der 55. Minute war er auf ähnliche Weise zur Stelle und lenkte einen Versuch von Hughes zum 3:0 ab. Hischier kommt auf 55 Punkte (26 Tore, 29 Assists) in 71 Spielen.

NJD@NSH: Hischier trifft doppelt beim Sieg

Devils in Form
Mit dem Sieg gegen Nashville fuhr New Jersey schon den fünften Sieg in den vergangenen sechs Spielen ein. Der Spielverlauf spiegelte die starke Form in letzter Zeit gut wider. Die Devils dominierten das Spiel mit 30:18 Torschüssen. Auch von zwei Gegentoren zum zwischenzeitlichen Ausgleich ließen sie sich nicht beeindrucken. Noch vor wenigen Wochen hätte das womöglich am Selbstbewusstsein genagt und zum Zusammenbruch geführt. Stattdessen blieben die Devils ruhig bei ihrem Spiel und holten sich die Führung zurück. 

„Wir wussten genau, dass sie dagegenhalten würden“, sagte Bratt. „Sie haben viele gute Spieler, talentierte Leute, die kleinste Chancen ausnutzen. Aber ich glaube, dass wir damit gut umgegangen sind. Wir haben im dritten Drittel Haltung gezeigt. Unsere Unterzahl war super und wir hatten im Powerplay die Chance, Verantwortung zu übernehmen und uns das Momentum zu holen.“

Der Aufschwung der Devils ist schön anzuschauen, kommt aber ziemlich sicher zu spät. Rein rechnerisch haben in der Eastern Conference noch alle Teams bis auf die New York Rangers eine Chance auf einen Playoff-Platz. 

Realistisch betrachtet wäre es aber beinahe ein Wunder, wenn die Devils den Sprung zur Wildcard noch schaffen würden. Sie haben noch elf Spiele vor sich und liegen mit 76 Punkten aus 71 Partien (37-32-2) auf dem 13. Platz der Conference. Um in die Playoffs zu kommen, müssten sie die Washington Capitals, Philadelphia Flyers, Detroit Red Wings, Ottawa Senators und New York Islanders überholen. Die Islanders halten die zweite Wildcard mit 87 Punkten.

Spielverderber klauen wichtige Punkte
Die Playoffs mögen für die Devils kaum noch zu erreichen sein, das heißt aber nicht, dass sie nicht noch gewaltigen Einfluss auf das Playoff-Bild haben können. Die Predators befinden sich selbst nämlich mitten im Kampf um die Wildcards in der Western Conference.

Nashville ist in den vergangenen Wochen ebenfalls stark in Form und gewann vor der Niederlage gegen New Jersey fünf Spiele in Folge. Dadurch kletterten die Predators auf den zweiten Wildcard-Platz. Nach der Niederlage liegen sie mit 77 Punkten aus 72 Partien (34-29-9) aber nur hauchdünn, um einen Zähler, vor den Los Angeles Kings. Die Seattle Kraken folgen weitere zwei Punkte dahinter und haben noch ein Spiel mehr zu absolvieren als die Predators und die Kings.

Josi und sein Team haben die Qualifikation für die Endrunde noch in der eigenen Hand. Besonders die beiden direkten Duelle, auswärts gegen die Kings am 2. und 6. April, werden wichtig sein. Zunächst geht es aber am Samstag zu Hause gegen die Montreal Canadiens weiter.

New Jersey hat ebenfalls am Samstag ein schwieriges Spiel gegen die Carolina Hurricanes vor sich. Besonders im April können die Devils noch zum Spielverderber werden. Sie bestreiten zwei Spiele gegen die Montreal Canadiens und haben je eine Begegnung mit den Flyers, Penguins, Red Wings, Senators und Boston Bruins vor sich, die allesamt um eine Wildcard im Osten kämpfen.

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