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Grubauer oder Sbisa - Das ist hier die Frage

Entweder der deutsche Torhüter oder der Schweizer Verteidiger wird den Stanley Cup als nächster Deutschsprachiger holen

von Stefan Herget @nhlde / NHL.com/de Chefautor

Seit die Begegnung des Stanley Cup Finales 2018 zwischen den Vegas Golden Knights und den Washington Capitals feststeht, ist klar, dass der begehrte Stanley Cup im dritten Jahr in Serie von einem Deutschen oder einem Schweizer gewonnen werden wird. Nach den deutschen Dennis Seidenberg im Jahr 2011 mit den Boston Bruins, Tom Kuhnhackl in den Jahren 2016 und 2017 mit den Pittsburgh Penguins, sowie dem Schweizer Mark Streit ebenfalls in der vergangenen Saison, wird es bereits zum fünften Mal in den abgelaufenen acht Jahren der Fall sein.

Wenn am Ende der Best-of-7-Serie eine Mannschaft vier Siege errungen hat, dann wird entweder der deutsche Torhüter der Capitals Philipp Grubauer oder der Schweizer Verteidiger der Golden Knights Luca Sbisa den Stanley Cup in die Höhe stemmen.

 

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Es wäre ein schönes Zeichen für den Eishockeysport in beiden Ländern, und der Abschluss einer nahezu perfekten Saison. Erinnert sei dabei daran, dass sowohl die Schweizer Nationalmannschaft, als auch die deutsche bei einem internationalen Turnier in diesem Jahr einen sensationellen Auftritt hinlegten. 

Den Anfang machte Deutschland bei den Olympischen Spielen in Südkorea im Februar, als sie sich in der Qualifikation zum Viertelfinale gegen die Schweiz, dann gegen die favorisierten Schweden und Kanadier durch setzten und im Finale nur denkbar knapp gegen Russland an der Goldmedaille vorbeischrammten.

Leider reichte es bei der IIHF Weltmeisterschaft mit einer verjüngten Mannschaft erstmals unter Bundestrainer Marco Sturm nicht zum Einzug in das Viertelfinale und nur zu dem elften Platz, was ebenso enttäuschend war, wie das frühe Ausscheiden der Schweiz bei Olympia.

Die Eidgenossen machten das wiederum bei der WM wett und zogen sensationell in das Finale ein, wo sie erst im Penaltyschießen unglücklich an Schweden scheiterten und Vize-Weltmeister wurden.

Für beide Länder wäre also der Gewinn des Stanley Cups durch einen Landsmann ein weiteres dickes Plus zum Abschluss dieser tollen Saison und eine Bestätigung, dass mit ihnen im internationalen Eishockey in Zukunft zu rechnen ist. Der Erfolg könnte genutzt werden, um trotz bereits vorherrschenden sommerlichen Temperaturen weitere Schlagzeilen zu produzieren, damit wichtige Präsenz in den Medien zu bekommen und kostenlose Werbung für die schnellste Mannschaftssportart der Welt zu erhalten.

Dementsprechend werden die Verantwortlichen der beiden Nationalverbände beim Deutschen Eishockey-Bund, vor allem in den Personen von Präsident Franz Reindl und Sturm, sowie bei der Swiss Ice Hockey Federation mit interessierten Blick in Richtung Las Vegas und Washington blicken und das Geschehen am Montag ab Spiel 1 genau unter die Lupe nehmen und ihrem Mann die Daumen drücken.

 

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Sbisa kommt in den Playoffs in diesem Jahr erst auf sieben Einsätze, nachdem er in den ersten beiden Runden nur Ergänzungsspieler war. Spätestens im Western Conference Finale gegen die Winnipeg Jets gehörte er jedoch in allen Partien zum Stammpersonal, so dass darauf zu hoffen ist, dass er auch gegen Washington seine Eiszeit bekommen wird.

Backup Grubauer muss sich jedoch vorerst mit der Rolle des Zuschauers begnügen, solange Washingtons Nummer Braden Holtby, so hält wie zuletzt, als er in Spiel 6 und 7 gegen die Tampa Bay Lightning jeweils einen Shutout feierte, und verletzungsfrei bleibt.

Grubauers Gemütslage dürfte sich dabei in einer Zwickmühle befinden, denn sollte er ins Tor beordert werden, würde das höchstwahrscheinlich bedeuten, dass es für sein Team gar nicht gut läuft und das wünscht er sich bestimmt am allerwenigsten.

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