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Final-Vorschau: Zehn Punkte, auf die es zu achten gilt

George McPhee und Nate Schmidt treffen auf alte Bekannte; Fleury könnte seinen dritten Titel in Folge eintüten

von Marc Rösch @nhlde / NHL.com/de Autor

Die Washington Capitals und Vegas Golden Knights werden am Montag um 8 pm ET (2:00 Uhr MESZ; NBC, CBC, SN, TVAS) in der T-Mobile Arena das Stanley Cup Finale 2018 einläuten.

Hier sind zehn Punkte, auf die ihr unbedingt achten solltet:

1. Kann sich McPhee selbst schlagen?

Vegas-Boss George McPhee lenkte von 1997 an die Geschicke der Capitals-Organisation. In seiner Amtszeit als General Manager baute er das Capitals-Team auf, das jetzt um den größten Pokal des Eishockey-Sports kämpft. Nicht weniger als 14 Spieler des aktuellen 26-Mann-Kaders lockte der Kanadier nach Washington.

In seinen 17 Jahren in der US-Hauptstadt blieb ihm der ganz große Coup verwehrt. Mit den Golden Knights ist er nun so nah am Stanley Cup dran wie nie zuvor. Um am Ende jedoch ganz oben zu stehen, müssen seine neuen Schützlinge jedoch sein altes Lebenswerk zum Einsturz bringen.

 

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2. Reist der Cup wieder nach Deutschland?

Zwei Mal in Folge reiste der Stanley Cup zuletzt über den großen Teich nach Deutschland. Penguins-Stürmer Tom Kuhnhackl brachte die knapp 90 cm große und 15,5 kg schwere Trophäe in den Sommern 2016 und 2017 nach Landshut. Diese Serie muss nicht reißen.

Sollten nach spätestens sieben Spielen die Capitals die Nase vorne haben, könnte der Pokal ein weiteres Fleckchen des Freistaates besuchen. Philipp Grubauers Heimatstadt Rosenheim würde dem Stanley Cup sicherlich ebenfalls einen gebührenden Empfang bereiten. 

3. Sind aller guten Dinge drei?

Vegas-Keeper Marc-Andre Fleury sieht einem einmaligen persönlichen Meilenstein entgegen. Nach zwei Titelgewinnen mit den Pittsburgh Penguins könnte Fleury in diesem Jahr erneut triumphieren. Seit den legendären New York Islanders von 1980 bis 1984 erreichte kein Team mehr drei Meisterschaften in Folge.. 

Jüngst meldete sich auch Fleurys ehemaliger Teamkapitän zu Wort. "Der Expansion Draft hat ihn mit Sicherheit motiviert", erzählte Sidney Crosby dem Sport-Magazin The Athletic. "Fleury hat einen unglaublich starken Charakter. Er ist mental sehr stark und glaubt an sich. Er liebt das Spiel und will die großen Saves machen."

4. Welche Überraschung kommt als nächstes?

Das diesjährige Stanley Cup Finale ist eines, das in dieser Form wohl niemand erwartet hätte. Im Osten gehen tatsächlich die Capitals ins Rennen. Eine Mannschaft, die regelmäßig die NHL-Hauptrunde dominiert, sich gleichzeitig aber auch einen Namen als Playoff-Niete der Liga erarbeitet hat.

In sieben der vergangenen zehn Spielzeiten knackten die Capitals die 100-Punkte-Marke. Drei Mal gewannen sie im gleichen Zeitraum die Presidents' Trophy doch so nah wie jetzt waren sie dem Stanley Cup seit 1998 nicht mehr. Eine Sensation, die nur noch vom Teilnehmer der Western Conference in den Schatten gestellt wird. Dass die Golden Knights in ihrer ersten Saison um den Pokal spielen, hätte noch im Herbst niemand, der bei klarem Verstand war, prophezeit.

"Es ist eine unglaubliche Geschichte", sagte NBC Sports Analyst Ed Olczyk. "Ein Team, das es vor einem Jahr noch gar nicht gab. Und wenn man sich erinnert, wo die Capitals nach zwei Spielen in den Playoffs standen. Sie verloren zwei Mal zu Hause gegen die Columbus Blue Jackets. Es ist einfach unglaublich."

5. Braucht Ovechkin einen neuen Titel?

Größter Spieler aller Zeiten, der nie ein Stanley Cup Finale erreicht hat - Washington Capitals Kapitän Alex Ovechkin bemühte sich zuletzt redlich darum, diesen Titel zu verlieren. Dabei knausert der 32-jährige russische Sturmstar sonst nicht mit persönlichen Auszeichnungen. 

Sieben Mal führte er die NHL nach Toren an, sieben Mal wurde er zum All-Star ernannt. Er gewann die Calder Trophy, die Hart Trophy und den Ted Lindsey Award. Seine Liste ist lang, aber eine Errungenschaft fehlte ihm noch. Nie spielte er ein Stanley Cup Finale. Sticht er gleich in seinem ersten zu?

6. Macht Vegas die Sensation perfekt?

Aus der ganzen Sportwelt wurden die Golden Knights mit Lob überschüttet. Nach den Toronto Arenas (1918) und St. Louis Blues (1968) sind sie die erst dritte Mannschaft, die in ihrer ersten Saison ein Stanley Cup Finale erreicht hat. Alle sind sich einig, dass Vegas das meiste aus einer beim Expansion Draft zusammengewürfelten Mannschaft herausgeholt hat. Doch noch sind sie nicht am Ziel. Ein kleines bisschen geht noch und die Sensation wäre perfekt.

7. Wer entscheidet das Goalie-Duell?

Mit Fleury und Braden Holtby stehen sich keine Unbekannten gegenüber. In der Metropolitan Division trafen sie jahrelang oft aufeinander. Nun gibt es das Wiedersehen auf der großen Stanley Cup Final-Bühne. Doch wer von ihnen wird mit dem Pokal nach Hause gehen? 

Video: WSH@TBL, Sp2: Holtby rettet zweimal gegen Point

Während Holtby zeitweise schwächelte und durch Ersatzmann Grubauer ersetzt wurde, legte Fleury eine seiner besten NHL-Hauptrunden hin. Mit einer Fangquote von 92,7 % und einem Gegentorschnitt von 2,24 erreichte der 33-Jährige in der regulären Spielzeit persönliche Bestmarken. In den Stanley Cup Playoffs führt er mit einer Fangquote von 94,7 %, einem Gegentorschnitt von 1,68 und vier Shutouts. 

Doch Holtby braucht sich nicht zu verstecken. Auch er zeichnete sich in den Playoffs mit grandiosen Leistungen aus. Im Eastern Conference Finale gegen die Tampa Bay Lightning hielt er zwei Mal die Null fest.

8. Kann Vegas die Postseason-Topscorer stoppen?

Wenn die Washington Capitals vor etwas strotzen, dann ist das Feuerkraft. Mit Evgeny Kuznetsov und Oveckin schicken die Hauptstädter die beiden Topscorer der Postseason ins Rennen. Kuznetsov markierte in 19 Playoff-Spielen 24 Punkte (11 Tore, 13 Assists) und sein Landsmann Ovechkin sammelte 22 Zähler (12 Tore, 10 Assists). 

Wird die Golden Knights Defensive um Brayden McNabb, Shea Theodore, Nate Schmidt und Deryk Engelland ein Mittel gegen die Capitals-Offensive finden?

 

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9. Überzeugt Nate Schmidt auch gegen sein Ex-Team?

Vor nicht allzu langer Zeit fühlte sich Vegas Defensivspieler Schmidt noch wie das fünfte Rad am Wagen. Sieben Jahre lang verteidigte Schmidt für die Capitals-Organisation. Fünf Jahre, in denen er nie über die Rolle des sechsten Verteidigers hinauskam.

Dies änderte sich mit seinem Wechsel zur den Golden Knights schlagartig. Schmidt katapultierte sein Spiel in der Wüste auf ein neues Level. In 76 Hauptrundenspielen erreichte er 36 Punkte (5 Tore, 31 Assists) und in den Playoffs ist er ein wichtiger Pfeiler der Vegas-Defensive.

10. Wer wird sein erstes Mal erleben?

Sowohl bei den Golden Knights als auch bei den Capitals steht jeweils nur ein Akteur im Aufgebot, der den Stanley Cup bereits gewinnen konnte. Capitals-Verteidiger Brooks Orpik und Golden Knights-Keeper Fleury gewannen ihn zusammen in 2009 mit den Penguins. 

Abgesehen von diesen beiden werden, egal welche Mannschaft am Ende das Finale auch für sich entscheiden sollte, so einige ihr erstes Mal erleben.

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