Für beide Länder wäre also der Gewinn des Stanley Cups durch einen Landsmann ein weiteres dickes Plus zum Abschluss dieser tollen Saison und eine Bestätigung, dass mit ihnen im internationalen Eishockey in Zukunft zu rechnen ist. Der Erfolg könnte genutzt werden, um trotz bereits vorherrschenden sommerlichen Temperaturen weitere Schlagzeilen zu produzieren, damit wichtige Präsenz in den Medien zu bekommen und kostenlose Werbung für die schnellste Mannschaftssportart der Welt zu erhalten.
Dementsprechend werden die Verantwortlichen der beiden Nationalverbände beim Deutschen Eishockey-Bund, vor allem in den Personen von Präsident Franz Reindl und Sturm, sowie bei der Swiss Ice Hockey Federation mit interessierten Blick in Richtung Las Vegas und Washington blicken und das Geschehen am Montag ab Spiel 1 genau unter die Lupe nehmen und ihrem Mann die Daumen drücken.
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Sbisa kommt in den Playoffs in diesem Jahr erst auf sieben Einsätze, nachdem er in den ersten beiden Runden nur Ergänzungsspieler war. Spätestens im Western Conference Finale gegen die Winnipeg Jets gehörte er jedoch in allen Partien zum Stammpersonal, so dass darauf zu hoffen ist, dass er auch gegen Washington seine Eiszeit bekommen wird.
Backup Grubauer muss sich jedoch vorerst mit der Rolle des Zuschauers begnügen, solange Washingtons Nummer Braden Holtby, so hält wie zuletzt, als er in Spiel 6 und 7 gegen die Tampa Bay Lightning jeweils einen Shutout feierte, und verletzungsfrei bleibt.
Grubauers Gemütslage dürfte sich dabei in einer Zwickmühle befinden, denn sollte er ins Tor beordert werden, würde das höchstwahrscheinlich bedeuten, dass es für sein Team gar nicht gut läuft und das wünscht er sich bestimmt am allerwenigsten.