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Lausanner Spielern freuen sich über ihren Sieg

Geschlossene Teamleistung ist der Schlüssel zum Überraschungserfolg gegen die Philadelphia Flyers

von Axel Jeroma @NHLde / NHL.com/de Freier Autor

Erschöpft, aber überglücklich saßen die Spieler des Lausanne HC nach dem 4:3-Triumph am Montagabend gegen die Philadelphia Flyers in der Kabine. Sie wussten, dass sie mit dem Erfolg bei der NHL Global Series Challenge 2019 gegen die Mannschaft aus der nordamerikanischen Eliteliga gerade Klubgeschichte geschrieben hatten. Dabei stand der Leitspruch des Teams - "Die Einheit macht unsere Stärke aus" - sinnbildlich für die Leistung der Gastgeber. Jeder kämpfte aufopferungsvoll für den anderen und sorgte so dafür, dass man am Ende als Sieger vom Eis ging.

Lange Zeit hatte es gar nicht danach ausgesehen, als ob die Lausanner bei diesem Match überhaupt noch in Schwierigkeiten kommen könnten. Nach einem fulminanten ersten Drittel mit Toren von Yannic Herren (5.), Christoph Bertschy (11.) im Powerplay und Joel Genazzi (14.) lagen sie mit 3:0 vorne. Im zweiten Abschnitt ließ der HC wiederum in Überzahl das 4:0 durch Joel Vermin folgen (24.). Claude Giroux hatte allerdings eine schnelle Antwort der Flyers parat (26.). Im letzten Drittel schwanden dann bei den Einheimischen zusehends die Kräfte. Gleichzeitig drehte Philadelphia immer stärker auf. Nach Toren von Connor Bunnaman (46.) und Jakub Voracek (58.) wurde es deshalb doch noch einmal spannend. Mit Glück und Geschick überstand Lausanne jedoch die Drangperiode der Gäste in den letzten zwei Minuten. Nach der Schlusssirene ließen sich die Gewinner auf einer Ehrenrunde von den Fans feiern.

 

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Entscheidenden Anteil am Erfolg hatten auch die beiden Torleute der Lausanner "Löwen", Tobias Stephan und Luca Boltshauser. Sie waren mit ihren Paraden immer dann zur Stelle, wenn sie am nötigsten gebraucht wurden. "Wir haben insgesamt gut verteidigt. Das war der Schlüssel zum Sieg. Wenn man jedes Mal durch fünf Spieler von uns hindurchmuss, wird es selbst für eine Mannschaft wie Philadelphia schwierig", sagte Stephan. "Wir haben außerdem vor dem Spiel darüber gesprochen, dass unsere Special Teams funktionieren müssen, um eine reelle Siegchance zu besitzen. Unser Powerplay und Penalty-Killing war in den bisherigen Ligaspielen nicht so gut gewesen. Heute stellte sich das zum Glück anders dar", fügte er hinzu.

Dem Erfolg gegen Philadelphia misst Stephan große Bedeutung zu. "Das war ein besonderer Sieg für uns. Er tut gut und zeigt, welch enorme Fortschritte wir im Schweizer Eishockey gemacht haben, wenn wir in der Lage sind, solche Mannschaften zu schlagen."

Boltshauser, der nach der Hälfte der Begegnung aufs Eis kam, freute sich ebenfalls über den Coup. "Man spielt ja nicht jeden Tag gegen ein NHL-Team. Wenn man dann noch einen Sieg einfährt, ist das ein spezielles Erlebnis", sagte er. Da der Wechsel zwischen den Pfosten verabredet gewesen sei, habe er sich gedanklich frühzeitig auf seinen Einsatz einstellen können. "Das hat die Sache für mich etwas einfacher gemacht. Nachdem ich die ersten zwei, drei Schüsse gehalten hatte, wusste ich, dass es läuft", erläuterte der Schlussmann.

Als cooles Erlebnis bezeichnete Yannic Herren den Abend in der Vaudoise Arena. "Es hat sehr viel Spaß gemacht, heute gegen die Flyers zu spielen. Am Anfang haben wir sie mit unserem Speed ziemlich überrascht. Die drei schnellen Gegentore haben sie richtig aus dem Konzept gebracht", meinte er.

Für Tyler Moy war der Sieg das Ergebnis einer geschlossenen Mannschaftsleistung. "Wir haben in allen Bereichen hart dagegengehalten und vorne unsere Gelegenheiten clever genutzt. Das gesamte Match war eine positive Erfahrung für uns", sagte der Angreifer.

 

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Ähnlich lautete die Analyse von Joel Vermin. "Sicher haben die Flyers nicht so gut gespielt, wie sie sich das vielleicht vorgenommen hatten. Aber das war unser Verdienst. Wir standen ihnen auf den Füßen herum und haben ihnen das Leben schwer gemacht. Das war eine richtig starke Leistung, die wir heute geboten haben. Die ersten drei Tore haben uns die nötige Sicherheit gegeben. Da wussten wir, dass es läuft", erläuterte er. Trotz des deutlichen Vorsprungs sei ihm klar gewesen, dass man sich gegen einen Kontrahenten vom Schlage der Flyers nie zu sicher fühlen dürfe. "Sie haben einfach die Qualität, um jederzeit noch einmal zurückzukommen. Umso mehr bin ich froh, dass es für uns zum Schluss gereicht hat."

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