Die Erwartungen an die Golden Knights waren vor der Saison hoch und das nicht ohne Grund. In der vorherigen Saison, der ersten in der Vereinsgeschichte, überraschten sie die gesamte Eishockey-Welt mit ihren Leistungen. Am Ende der regulären Saison landeten sie mit 109 Punkten (51-24-7) auf dem ersten Platz der Pacific Division und kämpften sich bis in das Stanley Cup Finale, in dem sie in fünf Spielen den Washington Capitals unterlagen. Diese Niederlage ist jedoch alles andere als eine Schande, mit einer Reihe von Rekorden und Premieren ging die Debüt-Saison in die Geschichtsbücher des Sports ein.
Die neuesten Nachrichten aus der NHL auf Twitter bekommst Du bei [@NHLde]
Entsprechend groß waren die Hoffnungen der Fans vor dieser Saison, doch sie sollten zunächst enttäuscht werden. Wie einige Kritiker vorhergesagt hatten, taten sich die Golden Knights zunächst deutlich schwerer. Sie verloren vier der ersten fünf Spiele und sechs der ersten zehn Partien.
Das Team erinnerte sich aber offenbar an einige der Mantras aus den vorangegangenen Playoffs: Nie aufgeben, immer weiter kämpfen und arbeiten, was nun entsprechende Erträge einbringt. Sie kamen besser in Form und arbeiteten sich in der Tabelle nach oben. Zuletzt gewannen sie vier Spiele in Folge und sechs der letzten acht, gekrönt von ihrem Kantersieg gegen Chicago. Damit stellten sie einen neuen Franchise-Rekord auf, denn noch nie hatte das Team so viele Tore in einem Spiel erzielt. Wie schon in der ersten Saison, zeigten sich die Golden Knights nach dem Sieg aber vorsichtig und bescheiden.
"Wir lagen nach dem ersten Drittel 3:0 in Führung, aber ich finde nicht wirklich, dass wir gut gespielt haben", analysierte Trainer Gerard Gallant. "Chicago hatte im ersten Drittel einige großartige Chancen und Fleury hat ein paar wichtige Saves gemacht. Wenn man ehrlich ist, hätte es nach diesem Drittel wohl 3:3 stehen müssen, aber Fleury war großartig. Danach haben wir dann auch deutlich besser gespielt."