Skip to main content

NHL.com/de fünf Fragen an Brandon Prust

Ehemaliger NHL-Spieler im persönlichen Frage und Antwort von NHL.com/de

von Stefan Herget / NHL.com/de Chefautor

NHL.com/de Frage und Antwort Bericht genannt "Fünf Fragen an …" wird die komplette Saison über laufen. Wir sprechen über Schlüssel des Spiels und fragen die Spieler über Bereiche ihres Lebens, der Karriere und die letzten Neuigkeiten.

Die neueste Ausgabe präsentiert den ehemaligen 486-fachen NHL-Spieler und heutigen DEL-Stürmer der Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg Brandon Prust:

Der linke Flügelspieler mit der Nummer 8 gehört zu der Kategorie Spieler, den die eigenen Fans zumeist lieben und die gegnerischen Fans hassen. Die Spielweise ist bissig, jeden Zweikampf suchend, auch mal nickelig und provozierend. Nahezu jede Eishockeymannschaft hat einen Spielertypen dieser Art in ihren Reihen.

Der bald 33-jährige Prust ist seit Ende November der entsprechende Typ der Thomas Sabo Ice Tigers. Er wechselte damit erstmalig nach Europa, nachdem er sich in Nordamerika in der Sackgasse seiner Karriere sah.

Auch zu seinen NHL-Zeiten, die ihm 486 Spiele in der regulären Saison und 53 in den Playoffs für die Calgary Flames, Phoenix Coyotes, New York Rangers, Montreal Canadiens und Vancouver Canucks bescherte, war die oben angedeutete Beschreibung kaum von der Hand zu weisen. Seine im Schnitt über zwei Minuten Strafzeiten deuten zumindest darauf hin.

Ein Rangers Fan aus der NHL Redaktion sagte kürzlich über Prust, er hätte ihn als Spielertypen geliebt, bis zu dem Zeitpunkt, als er im Trikot der Canadiens seinen ehemaligen Teamkollegen Derek Stepan von den Rangers ausgeknockt hätte. Er unterstreicht damit die These.

Nichtsdestotrotz ist Prust ein lockerer Zeitgenosse, der auch für den einen oder anderen Spaß zu haben ist, wie er in unserer exklusiven Rubrik hier unter Beweis stellte.  

Hier die fünf Fragen an Brandon Prust:

Was ist für Dich der Unterschied ob Du NHL oder DEL spielst?

"Natürlich ist es ein großer Unterschied, ob Du zu Hause oder unterwegs bist. Seitdem ich hier bin, ist die Entfernung nach Hause sehr groß geworden. Das ist nicht einfach, hat aber auch seine Reize. Aber klar, dass man sich auch an die größere Eisfläche hier gewöhnen muss, denn es bleibt etwas mehr Zeit am Puck und die Wege zu den Gegenspielern sind oftmals weiter. Aber alles in allem bleibt es dasselbe Spiel."

Die NHL hat die 100 großartigsten Spieler veröffentlicht. Warum stehst Du nicht auf der Liste?

"Politische Entscheidung (lacht). Ich denke, das ist schon eine sehr exklusive Gruppe und jeder Einzelne davon, hat durch seine erbrachte Leistung das Recht erworben dort genannt zu werden. Vielleicht komme ich einmal auf eine Liste der 100 härtesten Spieler oder so ähnlich."

Welche Position würdest Du Deiner Meinung nach dann unter den härtesten Jungs einnehmen?

"Ich weiß es nicht. Es wäre eine schwere Wahl. Ich meine in diesem Fall müsste man Gewichtsklassen anführen. Milan Lucic, Chris Neil oder Steve MacIntyre sind in einer anderen Klasse. Mit denen wollte ich mich nicht vergleichen. Da würde das Verhältnis nicht stimmen. Aber in meiner Gewichtsklasse wäre ich sicher vorne dabei (lacht). Einer meiner härtesten Konkurrenten darin wäre sicher Rick Rypien. Er war immer einer der schwierigsten Gegner, gegen die ich jemals angetreten bin."

Was sind Deine besten Erlebnisse aus Deiner NHL-Zeit?

"Ich habe in einigen großartigen Städten gespielt. Ich hatte in New York eine fantastische Zeit. Ich spielte in Montreal, eine Stadt und auch die dortige Zeit, von der ich absolut begeistert bin. Aber am besten war, wenn ich mit New York und Montreal in den Playoffs weit gekommen bin. Das waren dann einfach von der Intensität und Spannung betrachtet besondere Spiele. Du bist in dieser Zeit wie in Trance."

Wenn Du kein Eishockeyspieler geworden wärst, was wärst Du heute vom Beruf?

"Als ich 18 war und auf die High-School ging, dann entschied ich mich zunächst auf ein College zu gehen. In der Zeit interessierte ich mich intensiv für die Feuerwehr. Das hätte ich immer gerne gemacht, wenn es mit dem Eishockey nicht geklappt hätte."

Mehr anzeigen