Pittsburgh Penguins: Bereit f�r mehr!

Die NHL hat am 26. Mai den Re-Start des Spielbetriebes mit 24 Mannschaften angekündigt. Sie werden in einem Format mit Vorrunde der Stanley-Cup-Qualifikanten, in Best-of-5-Serien der Stanley-Cup-Qualifikation und Playoffs den Stanley-Cup-Sieger 2020 ermitteln. In einer Serie lotet NHL.com/de die Chancen der beteiligten Teams auf den Titelgewinn aus. In dieser Ausgabe: Fünf Gründe, warum die Pittsburgh Penguins den Stanley Cup holen.

Die Pittsburgh Penguins standen mit einer Bilanz von 86 Punkten (40-23-6) zur Saisonunterbrechung am 12. März auf dem dritten Rang in der Metropolitan Division und auf dem fünften Rang in der Eastern Conference. In der Stanley Cup Qualifikation treten sie in einer Best-of-5-Serie gegen die im Osten zwölftplatzierten Montreal Canadiens an.
Pittsburghs Star-Center Crosby und Malkin
Ein Team, das mit Sidney Crosby den weltweit besten Eishockeyspieler des vergangenen Jahrzehnts in seinen Reihen hat und mit Evgeni Malkin einen weiteren Top-Star auf der Center-Position, ist immer bereit für den Gewinn des Stanley Cups.
Mit Crosby und Malkin im Kader haben die Penguins bereits dreimal den Cup nach Pittsburgh entführen können (2009, 2016, 2017) und die beiden Star-Stürmer gehören im besten Eishockeyalter von 32 und 33 Jahren noch lange nicht zum alten Eisen, wie sie in dieser Saison bewiesen haben.

PIT@DET: Crosby gewinnt Spiel in OT nach Malkins Pass

Crosby konnte verletzungsbedingt nur an 41 der 69 Saisonpartien mitwirken, brachte es dabei auf stattliche 47 Punkte (16 Tore, 31 Assists) und knackte im 15. Jahr hintereinander die Durchschnittsmarke von einem Punkt pro Spiel (1,15).
Malkin kam mit einem Schnitt von 1,35 Punkten pro Spiel (55 Spiele, 25-49--74) in 2019/20 sogar auf seinen besten Punkteschnitt seit der Saison 2011/12 (1,45). In welcher Kombination Coach Mike Sullivan seine zwei besten Stürmer auch auf das Eis schickt, sie wissen jeden ihrer Nebenleute in Szene zu setzen und gut aussehen zu lassen.
Spieler kennen sich, kein Systemwechsel
Verteidiger Kris Letang ist der Dritte im Bunde, der bei den drei Championships der Penguins in den vergangenen elf Jahren mit von der Partie war. Weitere sechs Spieler, Linksaußen Conor Sheary, Rechtsaußen Patric Hornqvist, Rechtsaußen Bryan Rust, die Verteidiger Brian Dumoulin und Justin Schultz sowie Schlussmann Matt Murray gehörten bei den Cup-Gewinnen 2016 und 2017 bereits zum Aufgebot der Penguins.
Linksaußen Jake Guentzel, der die letzten 30 Saisonpartien aufgrund einer Schulterverletzung verpasste, könnte rechtzeitig zur Stanley Cup Qualifierungsrunde wieder fit sein und die Riege im Team aus der Meistermannschaft 2017 ergänzen. Sie alle wissen, was man liefern muss, um im Kampf um den Stanley Cup zu bestehen.
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Penguins haben sich zur Trade-Deadline gezielt verstärkt
Die Penguins hatten während der regulären Saison mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen. Verteidiger Marcus Pettersson und Center Teddy Blueger waren ihre einzigen Spieler, die in allen 69 Partien aufliefen. Die Verletztenmisere war einer der Gründe, warum sich die Penguins bis zur Trade-Deadline am 24. Februar entschieden, gezielt nach Verstärkungen zu suchen. Sie wurden fündig in Buffalo, Minnesota und San Jose.
Sheary und Center Evan Rodrigues kamen im Tausch gegen Dominik Kahun von den Buffalo Sabres, der erfahrene Center Patrick Marleau wurde von den San Jose Sharks für einen Draft Pick nach Pittsburgh abgegeben und die Minnesota Wild gaben in einem Trade Jason Zucker gegen Alex Galchenyuk ab.
Die drei Neuzugänge und Rückkehrer Sheary integrierten sich schnell. Besonders gut fand sich Zucker an seiner neuen Wirkungsstätte zurecht. Der 28-jährige Linksaußen erzielte sechs Tore und sechs Assists in 15 Spielen für die Penguins. Pittsburghs Kader hat deutlich an Tiefe gewonnen.
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Penguins wollen Erstrunden-Aus nicht auf sich sitzen lassen
Die Penguins waren in der NHL-Playoffhistorie nicht die ersten gewesen, denen das Missgeschick unterlief, ohne gewonnenes Spiel in einer ersten Runde der Stanley Cup Playoffs auf Wiedersehen sagen zu müssen, doch ihren stets hohen Ansprüchen wurden sie damit keineswegs gerecht.
Sie unterlagen in den Stanley Cup Playoffs 2019 den New York Islanders mit 0:4-Siegen (3:4 OT, 1:3, 1:4, 1:3) klar und deutlich. Besonders schmerzen dürfte den Penguins, dass ihnen in den zwei Heimpartien nur zwei Tore gelungen waren.
Die Blamage wollen die Penguins gewiss nicht auf sich sitzen lassen und auf Wiedergutmachung aus sein. Auch Coach Mike Sullivan wird seine Lehren aus der Playoff-Pleite gezogen haben und sein Team entsprechend vorbereitet ins Rennen schicken.

sullivan

Weil nicht nur die Penguins, sondern alle wieder bei null beginnen
Den Penguins wird zu Gute kommen, dass sie in diesem Jahr nicht die große Favoritenrolle innehaben und ihr Spiel durchziehen können. Nach der mehrwöchigen Pause kann kein Team mit geschwellter Brust, aufgrund eines vielleicht starken Saisonendspurts, in die Stanley Cup Qualifikation starten.
Die Penguins lieferten eine reguläre Saison mit Höhen und mehr Tiefen als ihnen lieb war ab. Ob bei den erzielten Toren (221, 13. Platz), bei den Gegentreffern (196, 11.), im Powerplay (19,9 %, 16.) oder im Penalty Killing (82,1 %, 10.), Pittsburgh belegte nur Plätze im Liga-Mittelfeld. Doch sei's drum, das zählt alles nichts mehr. Letang brachte es auf den Punkt: "Ich bin der Meinung, dass alle Teams auf dem spielerisch selben Level sein werden. Es wird schwierig werden, doch das gilt ohne Ausnahme für alle."