PIT@BUF: Crosby stürmt auf das Tor zu und trifft

Die NHL hat am 26. Mai den Re-Start des Spielbetriebes mit 24 Mannschaften angekündigt. Sie werden in einem Format mit Vorrunde der Stanley-Cup-Qualifikanten, in Best-of-5-Serien der Stanley-Cup-Qualifikation und Playoffs den Stanley-Cup-Sieger 2020 ermitteln. In einer Serie wirft NHL.com/de einen Blick auf den Starfaktor der einzelnen Teams und präsentiert jeweils einen herausragenden Spieler. In dieser Ausgabe: Sidney Crosby von den Pittsburgh Penguins.

In ihrer Ausgabe vom 28. Juni 2002 titelte The Hockey News über einen Artikel, der von einem 14-jährigen Nachwuchsspieler handelt, 'The Next One: Sidney Crosby'. Die Überschrift war eine Anspielung auf 'The Great One' Wayne Gretzky, jenem Mann der drei Jahre zuvor als Inhaber von 61 NHL-Rekorden sein Karriereende bekanntgegeben hatte. Es war gewagt, einen Teenager von den Dartmouth Subways mit dem besten Eishockeyspieler aller Zeiten zu vergleichen, doch das Fachblatt aus dem Mutterland des Eishockeys lag mit seiner Prophezeiung nicht falsch.
Crosby, von den Penguins beim NHL Draft 2005 an insgesamt erster Stelle ausgewählt, startete als 18-Jähriger in der besten Eishockeyliga der Welt von 0 auf 100 durch. Bereits in seiner Rookie-Saison 2005/06 brach er mit 39 Toren und 63 Assists die magische Grenze von 100 Punkten, im Jahr darauf überbot er mit 120 Punkten (36 Tore, 84 Assists) seine hochgesetzte Marke erneut. Bis Weihnachten 2006 hatte das 'Eishockey-Wunderkind' 55 Punkte (17 Tore, 38 Assists) gesammelt und veranlasste The Hockey News zu der Schlagzeile 'Superstar status has already arrived for 19-year-old Sidney Crosby' (Superstar-Status ist für den 19-jährigen Sidney Crosby schon eingetreten)..

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Jeder Eishockeyspieler, der es bis in die NHL schafft ist ein Star, doch auch unter diesen Stars stechen welche deutlich hervor - Superstars eben!
Es folgte eine Eishockeykarriere, die in diesem Jahrhundert seinesgleichen sucht. Seit 15 Jahren ist Crosby in der NHL und im Welteishockey omnipräsent. Für die Penguins ist er unverzichtbar und für jeden Freund des Eishockeysports ist es ein großes Vergnügen diesem Ausnahmeathleten bei der Ausübung seines Sports zuzusehen.
Vielleicht gibt es Spieler, die ähnlich geschickt am Puck sind wie Crosby, die ein ähnlich gutes Auge für den Mitspieler haben, Spieler mit ähnlichem Ehrgeiz und der Bereitschaft, sich immer weiter zu verbessern. Es gibt Spieler, die über ähnlich gute Führungsqualitäten wie Pittsburghs langjähriger Kapitän verfügen, Spieler die noch einen Deut besser am Bullypunkt sind als Crosby mit seinen starken 55,6 Prozent Gewinnquote in 2019/20, und es gibt welche, deren Schuss noch etwas gefährlicher ist, doch es gibt keinen anderen, der alle diese Qualitäten auf einem solch hohen Niveau vereint und keinen, der ein Spiel so lesen kann wie er. Einen Spielmacher wie ihn, gibt es kein zweites Mal.

COL@PIT: Crosby trifft nach einer herrlichen Bewegung

Mit Crosby holten sich die Penguins nicht nur ihre glorreichen Zeiten von Anfang der 1990er Jahre zurück, in denen sie zum ersten Mal den Stanley Cup gewannen und verteidigten (1991, 1992), sondern sie übertrumpften diese Erfolge. Seit der Saison 2006/07 qualifizierten sich die Penguins 13 Mal hintereinander für die Stanley Cup Playoffs, schlossen elfmal ihre Division als Tabellenerster oder -zweiter ab und holten sich drei Stanley Cup Championships (2009, 2016, 2017). Errungenschaften, die eng mit dem Namen Crosby verknüpft sind.
Auch auf der internationalen Bühne verhalf er seinen Teams zu Titelgewinnen: Als Kapitän der kanadischen Nationalmannschaft holte er mit Team Canada zweimal Olympisches Gold (2010, 2014) und wurde 2015, nach dem Gewinn der IIHF-Weltmeisterschaft, als 26. Spieler der Geschichte in den Triple Gold Club aufgenommen. Seit 2016 ist er einer von zwölf Spielern, die zusätzlich den World Cup of Hockey bzw. dessen Vorgänger, den Canada Cup, gewinnen konnten.
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818 Spieler bestritten seit der Jahrhundertwende mindestens 400 NHL-Partien, keiner von ihnen kam auch nur annähernd auf Crosbys Punkteschnitt von 1,28 pro Spiel (984 Spiele, 462-801--1263), obwohl der 32-jährige Center immer wieder mit Verletzungssorgen zu kämpfen hatte, wie zuletzt vom 12. November 2019 bis 12. Januar 2020, als er für 28 Spiele pausieren musste. Crosbys Teamkollege Evgeni Malkin rangiert mit 1,19 Punkten/Spiel (907 Spiele, 416-660--1076) auf dem zweiten Platz.
Ein Crosby im Kader ist noch lange kein Siegesgarant, doch wenn er in ihren Reihen steht, dann sollte man die Penguins stets zum Favoritenkreis auf den Titelgewinn zählen. Auch in diesem Jahr, in dem sie zur Saisonunterbrechung in der Metropolitan Division den dritten und in der Eastern Conference den fünften Platz belegen.
In der Stanley Cup Qualifikationsrunde mit 24 Teams werden die Penguins gegen die Montreal Canadiens in einer Best-of-5-Serie antreten, gegen jene Mannschaft also, von der Crosby einst erzählte, dass er ihr zuzuschauen, aufgewachsen sei.