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Penguins feiern Stanley Cup Gewinn

Die Freude über die erfolgreiche Titelverteidigung, erneut auf fremden Eis, war riesig

von Bernd Rösch / NHL.com/de Chefautor

Wenn die Anspannung von vier best-of-7 Serien sich auf einen Schlag Luft verschafft, wenn Handschuhe und Schläger in die Luft fliegen, wenn sich unrasierte Männer umarmen, zärtlich auf den Kopf tätscheln und wenn kurz zuvor ein 90cm großer, 16 kg schwerer Pokal herausgeputzt und frisch poliert wurde, dann ist die Zeit gekommen, den Stanley Cup Champion zu küren.

Turbulente Szenen spielten sich auf dem Eis der Bridgestone Arena von Nashville ab. Nach dem Ertönen der Schlusssirene bildete sich um Matt Murray eine Spielertraube. Der Torwart der Pittsburgh Penguins konnte im Stanley Cup Finale 2017 seinen zweiten Shutout in Folge feiern und verhalf seinem Team erfolgreich den Titel zu verteidigen - als erste Mannschaft seit 19 Jahren.

Auch den fünften Cup-Triumph ihrer Franchisegeschichte (1991, 1992, 2009, 2016, 2017) machten die Penguins auf fremden Eis perfekt.

Carl Hagelin, der Schütze des Empty Net Goals zum 2-0 Endstand als noch 14 Sekunden auf der Uhr standen, konnte gegenüber NHL.com/de seine Glücksgefühle kaum in Worte fassen, vergaß aber auch nicht den Nashville Predators Respekt zu zollen: "Ich weiß gar nicht was ich sagen soll, das ist so fantastisch. Man erhofft es sich den Cup-Gewinn wiederholen zu können. Jeder sagt dir wie schwer das ist, doch wir haben es geschafft. Sie [Predators] hatten ein gutes Team und uns alles abverlangt."

Video: PIT@NSH, Sp6: Penguins feiern Stanley Cup Sieg

Über einen roten Teppich trugen zwei Trustees die begehrteste Trophäe des Eishockeysports in das weite Rund. Pittsburghs Teamkapitän Sidney Crosby durfte sie zum dritten Mal in seiner Karriere in Empfang nehmen. Dann machte der Pokal über Verteidiger Ron Hainsey die Runde. Der Schweizer Mark Streit hob ihn ebenso in die Höhe und liebkoste ihn, wie der deutsche Stürmer Tom Kuhnhackl, der schon im vergangenen Jahr zu solchen Ehren gekommen war.

"Das ist ein unbeschreibliches Gefühl. Es ist einfach klasse mit diesen Jungs zu spielen und ein Teil dieser Gruppe zu sein - in der regulären Saison und in den Playoffs", sagte Kühnhackl gegenüber NHL.com/de und fügte hinzu, dass er glücklich sei im Sommer den Cup in Deutschland seinen Fans präsentieren zu dürfen und er sich auch für Streit, der schon so viele Jahre in der NHL spielt, freue.

Nach dem standardmäßigen Mannschaftsfoto mit Pokal waren die Protagonisten und die Teamverantwortlichen gerne bereit sich den Fragen zu stellen. Pittsburghs Miteigentümer Mario Lemieux, der zweimal als Spieler und dreimal als Funktionär den Cup gewinnen konnte, war stolz auf diese Mannschaft.

Video: SC Sieger: Mark Streit

"Wenn ich zurückblicke was hier in den letzten zehn, fünfzehn Jahren entstanden ist, dann ist das schon wunderbar. Es ist etwas ganz Besonderes zweimal in Folge Champion zu werden. Der Dank geht da auch an Mike Sullivan mit seinem Trainergespann und an Rick Tocchet."

Lemieux hob noch einmal die Leistungen von Crosby und Evgeni Malkin hervor.

"Das sind großartige Spieler seit vielen Jahren. Dreimal haben sie nun den Stanley Cup gewonnen. Sidney wurde zweimal mit der Conn Smythe Trophy als bester Spieler der Playoffs ausgezeichnet. Für mich zählen sie zu den Größten dieses Sports."

Video: SCF, Sp6: Penguins, Predators beim Händeschütteln

Headcoach Sullivan war verständlicherweise voll des Lobes über das gesamte Team und ging anschließend detaillierter auf seine beiden Stars Crosby und Malkin ein.

"Es ist ein solches Privileg diese Gruppe an Spielern coachen zu dürfen. Sie sind als allererstes großartige Menschen und sie sind überragende Eishockeyspieler. Jeder von ihnen hat genau das umgesetzt, was wir gepredigt und von ihnen verlangt haben. Wir haben echte Führungsspieler im Kader. Es beginnt mit Sid, doch er ist nicht der Einzige. Wir haben viele tolle Spieler. Sid und Geno helfen sich auch gegenseitig, wenn Sid einmal nicht so gut ist, dann springt Geno in die Bresche und umgekehrt. Sie sind einige der wenigen Spieler in der Liga, die alleine den Ausgang eines Spiels beeinflussen können. Ich weiß nicht, ob ich jemals einen solchen Eishockeyspieler, mit der Arbeitseinstellung wie der von Sid gesehen habe. Er hat den Willen immer noch etwas mehr zu machen. Er möchte der Beste sein. Er bedeutet so viel für diese Mannschaft, für diese Organisation und er hilft uns zu gewinnen."

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