„Wir müssen unbedingt von der Strafbank wegbleiben“, erklärte Knoblauch deutlich. „Das hilft enorm – und außerdem müssen wir defensiv einfach ein paar bessere Entscheidungen treffen.“
Denn die Ducks bestrafen jede Nachlässigkeit. Zwei Powerplay-Tore im zweiten Drittel brachten Anaheim im Honda Center auch diesmal zurück ins Spiel. Edmontons Kapitän Connor McDavid brachte es auf den Punkt: „Die Tore in Unterzahl haben uns richtig wehgetan. Sie treffen zweimal im Powerplay – und plötzlich ist das Spiel wieder ausgeglichen.“
Besonders ärgerlich: Einige der Strafen sind vermeidbar. So führte auch diesmal ein Foul direkt zu einem Gegentor – ein Muster, das sich durch die Serie zieht. „Das darf uns einfach nicht passieren“, so McDavid weiter. „In den Playoffs wirst du dafür sofort bestraft.“
Starker Beginn reicht erneut nicht aus
Dabei begann Spiel 4 aus Sicht der Oilers nahezu perfekt. Bereits nach 38 Sekunden traf Kasperi Kapanen zur Führung, wenig später erhöhte Ryan Nugent-Hopkins im Powerplay auf 2:0 (7., PP). Edmonton spielte druckvoll, zielstrebig – genau so, wie es die Situation verlangte.
„Wir sind richtig gut ins Spiel gestartet“, sagte Jarry. „Genau das wollten wir – von Anfang an bereit sein und den Ton angeben.“ Auch Knoblauch lobte die Anfangsphase: „Wir haben uns in eine sehr gute Ausgangslage gebracht. Das war genau die Reaktion, die wir sehen wollten.“
Doch erneut gelang es nicht, dieses Niveau über die gesamte Spielzeit zu halten. Anaheim kämpfte sich zurück – und Edmonton fand keine Antwort mehr. Zwar brachte Evan Bouchard die Oilers im dritten Drittel noch einmal in Führung (44., PP), doch auch diese hielt nicht.