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Die vier Duelle am heutigen Sonntag in den Stanley Cup Playoffs werden von unterschiedlichen Persönlichkeiten und Anlässen geprägt. Leon Draisaitl und Connor McDavid von den Edmonton Oilers feiern Jubiläum, Lukas Reichel von den Boston Bruins gibt sein Postseason-Debüt, die Buffalo Sabres suchen einen Knotenlöser fürs Powerplay, die Tampa Bay Lightning und die Montreal Canadiens halten Ausschau nach einem neuen Overtime-Helden und bei den Los Angeles Kings erzählen Anze Kopitar und Drew Doughty eine alte Wundergeschichte.

Draisaitl rüstet sich für mindestens ein Jubiläum

Leon Draisaitl und Connor McDavid von den Edmonton Oilers feiern ein Jubiläum. In Spiel 4 (9:30 p.m. ET; Mo. 3:30 Uhr MESZ) der Ersten Runde in der Western Conference gegen die Anaheim Ducks streifen sie sich zum 100. Mal das Trikot mit dem Playoff-Emblem über. Draisaitl hat seine Verletzung aus der regulären Saison gut überstanden. Mit sechs Punkten (ein Tor, fünf Assists) aus drei Einsätzen steht er in der teaminternen Playoff-Scorerliste an erster Stelle. In der Gesamtwertung bedeutet seine Ausbeute die dritte Position. Bei einem entsprechenden Verlauf der Begegnung mit den Ducks könnte Draisaitl sogar einen zweiten Meilenstein verbuchen. Sollte er drei Punkte sammeln, wäre er der vierte Akteur in der NHL-Geschichte mit mindestens 150 Playoff-Zählern aus 100 Spielen. Wayne Gretzky (208), Mario Lemieux (168) und McDavid (152) haben das bereits geschafft.

ANA@EDM, GM 2: Draisaitl profitiert von einem Abfälscher

Bruins schicken wohl gleich zwei Debütanten ins Rennen

Mit Lukas Reichel und Jordan Harris schicken die Boston Bruins in Spiel 4 (2 p.m. ET; 20 Uhr MESZ) der Ersten Runde in der Eastern Conference gegen die Buffalo Sabres vermutlich gleich zwei Playoff-Debütanten ins Rennen. Der Einsatz von Reichel gilt als sicher, der von Harris als sehr wahrscheinlich. „Lukas hat etwas, was uns im Moment fehlt – viel Tempo und Zug zum gegnerischen Tor. Genau das erhoffen wir uns von ihm. Er muss alles geben und sich im Wettkampf beweisen“, sagte Sturm über seinen deutschen Landsmann. Im Training am Samstag bildete Reichel zusammen mit Fraser Minton und Marat Khusnutdinov die dritte Sturmreihe der Bruins. Harris könnte im zweiten Verteidigerpaar die Stelle von Mason Lohrei einnehmen.

WPG@BOS: Reichel überwindet Hellebuyck und trifft

Sabres suchen den Knotenlöser im Powerplay

Die jüngsten Erfolge der Buffalo Sabres haben ein großes Problem zugekleistert, mit dem sie sich seit geraumer Zeit herumschlagen. Seit 2. April ist der Mannschaft kein Treffer mehr im Powerplay gelungen. In nackten Zahlen lautet die erschreckende Bilanz: 0 von 36. Dass dies nicht so bleiben kann, wenn man wie die Sabres einen langen Run in der Postseason anpeilt, ist den Spielern bewusst. „Die Special Teams sind in den Playoffs oft spielentscheidend. Wir müssen deshalb unsere Chancen nutzen“, erklärte Angreifer Tage Thompson. Der Center gehört zur ersten Powerplay-Einheit von Buffalo, die sich seit Wochen vergeblich müht, die Pucks bei numerischer Überlegenheit ins Netz zu befördern. In Spiel 4 gegen die Boston Bruins, übrigens in Europa Sonntag abends zur besten Sendezeit, soll der Knoten endlich platzen.

Sabres 2, Bruins 1

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Kopitar und Doughty haben was zu erzählen

Die Ausgangslage der Los Angeles Kings vor Spiel 4 (4:30 p.m. ET; 22:30 Uhr MESZ) der Ersten Runde in der Western Conference gegen die Colorado Avalanche ist kompliziert. Nach drei Niederlagen am Stück brauchen sie eine Siegesserie von vier Partien zum Weiterkommen. Gut möglich, dass Anze Kopitar und Drew Doughty im Hotel oder in der Kabine eine positive Erzählung verbreiten werden. Die beiden haben nämlich ein solches Wunder mit dem Klub schon einmal erlebt. 2014 waren sie mit den Kings in der Auftaktrunde mit exakt der gleichen Situation konfrontiert. Seinerzeit drehte Los Angeles den 0:3-Rückstand gegen die San Jose Sharks und zog glorreich in Runde 2 ein. Am Ende hielten Kopitar, Doughty und ihre Teamkollegen sogar den Stanley Cup in Händen. Ob der Kontrahent aus Denver mit alten Ruhmesgeschichten auf dem Weg zum Sweep in der Serie zu stoppen ist, muss sich allerdings erst zeigen.

Lightning und Canadiens mögen es heiß

Herkömmliche Playoff-Spiele sind offenbar nichts für die Tampa Bay Lightning und die Montreal Canadiens. Beide mögen es heiß. Ihre ersten drei Aufeinandertreffen in der Ersten Runde der Eastern Conference wurden erst in der Verlängerung entschieden. Zweimal behielten die Canadiens dank ihrer Overtime-Helden Juraj Slafkovsky und Lane Hutson die Oberhand und einmal holte J.J. Moser für die Lightning in der Zusatzschicht zum entscheidenden Schlag aus. Sollten die 60 Minuten in Spiel 4 (7 p.m. ET; Mo. 1 Uhr MESZ) erneut nicht ausreichen, um einen Gewinner zu ermitteln, käme es zur erst dritten Serie in der Historie der NHL-Playoffs, in der die ersten vier Partien allesamt in die Verlängerung gehen.

MTL@TBL, GM 2: Mosers erstes Playoff-Tor ist ein Laser für den OT-Winner

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