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Die Edmonton Oilers sind in den Stanley Cup Playoffs ab sofort zum Siegen verdammt. Am Sonntag zogen sie in Spiel 4 bei den Anaheim Ducks mit 3:4 n.V. den Kürzeren. Damit liegen sie in der Gesamtwertung mit 1:3 hinten. Die Colorado Avalanche hat dagegen den Sweep gegen die Los Angeles Kings geschafft. In Spiel 4 setzte sich die Mannschaft ohne größere Mühe mit 5:1 durch und sicherte sich so das Weiterkommen. Erstmals ohne Overtime kamen die Montreal Canadiens und die Tampa Bay Lightning in ihrer Serie aus. Spiel 4 ging mit 3:2 an das Team aus Florida. Die Boston Bruins stehen nach der 1:6-Heimpleite in Spiel 4 gegen die Buffalo Sabres ebenfalls mit dem Rücken zur Wand.

Die Spiele vom Sonntag in der Zusammenfassung:

Anaheim Ducks – Edmonton Oilers 4:3 n.V.
(Serie 3:1)

Für die Edmonton Oilers wird die Luft immer dünner. Nach dem 3:4 n.V. in Spiel 4 bei die Anaheim Ducks in der Ersten Runde der Western Conference benötigen sie jetzt drei Siege in Folge. Sonst ist die Postseason vorbei. In der Begegnung im Honda Center entschieden wenige Millimeter über Erfolg und Misserfolg. Ein Schuss von Ryan Poehling in der dritten Minute der Verlängerung ging durch die Beine von Oilers-Schlussmann Tristan Jarry und trudelte knapp über die Linie. Es dauerte eine Zeitlang, bis die Hausherren endgültig jubeln durften. Die Schiedsrichter sahen sich die Szene auf Video lange an und gaben den Treffer.

Die Oilers erwischten einen Blitzstart. Nach gerade einmal 38 Sekunden brachte Kasperi Kapanen die Gäste mit 1:0 nach vorne. Noch im ersten Drittel erhöhte Ryan Nugent-Hopkins auf 2:0 (7.). Im Powerplay war er nach einem Zuspiel von Evan Bouchard zur Stelle.

Doch Edmonton vermochte es nicht, die Gunst der Stunde zu nutzen. Die Ducks glichen im Mitteldurchgang durch zwei Überzahltore von Cutter Gauthier (28.) und Mikael Granlund (39.) aus. Im letzten Drittel legten die Oilers erneut vor. Diesmal netzte Bouchard (44.) auf Vorlage von Connor McDavid und Leon Draisaitl ein. Aber wieder ließen sie sich die Butter vom Brot nehmen. Jeffrey Viel stellte den Gleichstand für die Ducks her (54.). Der Schuss von Poehling in der Verlängerung traf Edmonton schließlich mitten ins Herz.

Spiel 5 zwischen den Oilers und den Ducks geht am Dienstag (10 p.m. ET; Mi. 4 Uhr MESZ) im Rogers Place in Edmonton über die Bühne. Edmontons Kapitän McDavid machte sich nach der jüngsten Niederlage keine Illusionen über die vertrackte Ausgangslage. „Wir stecken in einem Loch und müssen zusehen, dass wir uns daraus befreien", sagte er.

EDM@ANA, Sp 4: Poehling findet mit Schuss in OT den Weg des Pucks über die Linie

Los Angeles Kings – Colorado Avalanche 1:5
(Serie: 0:4)

Die Colorado Avalanche hat den Sweep in der Ersten Runde der Western Conference gegen die Los Angeles Kings geschafft. Nach drei vorangegangenen Siegen gewann das Team aus Denver in Spiel 4 in der Crypto.com Arena souverän mit 5:1. Überragenden Akteur der Gäste war Nathan MacKinnon mit zwei Toren und einem Assist. Auf der anderen Seite herrschte bittere Enttäuschung, vor allem bei Anze Kopitar. Der Kapitän der Kings musste sich in seinem letzten NHL-Spiel mit einer Niederlage von den Fans verabschieden. Er beendet seine aktive Laufbahn.

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Los Angeles Kings und den Colorado Avalanche

In der einseitigen Partie hatte MacKinnon das erste und das letzte Wort. Im Powerplay brachte er die Avalanche im ersten Drittel mit 1:0 in Führung (14.). Es handelte sich um den ersten Überzahltreffer der Mannschaft in dieser Serie. Mit einem Empty-Net-Goal im letzten Durchgang zum 5:1 (55.) machte Colorados Topscorer seinen Doppelpack und den Endstand perfekt.

Das 2:0 der Avalanche ging auf das Konto von Cale Makar. Im zweiten Abschnitt bezwang er Kings-Schlussmann Anton Forsberg mit einem Handgelenkschuss auf dessen Fanghandseite (26.). Der Anschlusstreffer von Joel Edmundson zum 1:2 (34.) brachte die Avalanche nicht aus dem Konzept. Nicolas Roy (44.) und Devon Toews (47.) stellten den Zwischenstand im letzten Drittel auf 4:1 und sorgten so für die Vorentscheidung. Trotz aller Versuche konnten die Kings den Rückstand nicht mehr verkürzen. Nach dem zweiten Tor von MacKinnon war nurmehr Schaulaufen angesagt.

In der Zweiten Runde der Western Conference trifft Colorado auf den Gewinner der Serie zwischen den Dallas Stars und den Minnesota Wild.

Montreal Canadiens – Tampa Bay Lightning 2:3
(Serie 2:2)

Die Montreal Canadiens und die Tampa Bay Lightning liefern sich in der Ersten Runde der Eastern Conference weiter einen Kampf auf des Messers Schneide. Zwar gab es in Spiel 4 im Bell Centre zum ersten Mal in der Serie keine Verlängerung, doch erneut setzte sich der Gewinner nur mit einem Tor Vorsprung durch. Zum Matchwinner für die Lightning avancierte Brandon Hagel, der im letzten Drittel einen Zweierpack schnürte. Jake Guentzel kam auf ein Tor und einen Assist. Nikita Kucherov und J.J. Moser steuerten jeweils zwei Assists zum Erfolg bei.

Nach einem torlosen ersten Drittel brachte Zachary Bolduc die Canadiens mit 1:0 in Führung (31.). Cole Caufield erhöhte im Powerplay auf 2:0 (34.). Es war das fünfte Überzahltor von Montreal in der Serie. Kurz vor Ablauf des Mitteldurchgangs verkürzte Guentzel auf 1:2 (40.). Der Schweizer Moser lieferte die Vorlage.

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Montreal Canadiens und den Tampa Bay Lightning

In der dritten Periode schlug die Stunde von Hagel. Zunächst erzielte er im Powerplay nach einem Pass von Kucherov von hinter dem Tor den 2:2-Ausgleich (42.). Knapp fünf Minuten vor Schluss setzte er noch einen drauf. Hagel platzierte sich vor dem Gehäuse der Canadiens und lenkte einen Schuss von Kucherov zum 3:2 in die Maschen (56.). Den Secondary Assist bekam Moser gutgeschrieben. Der Treffer fiel kurz nachdem Montreal eine 1:11 Minuten andauernde 3-gegen-5-Unterzahl überstanden hatte.

Spiel 5 zwischen den Lightning und den Canadiens wird am Mittwoch in der Benchmark International Arena in Tampa ausgetragen.

Boston Bruins – Buffalo Sabres 1:6
(Serie 1:3)

Einen enttäuschenden Nachmittag erlebten die Boston Bruins und ihr deutscher Trainer Marco Sturm. Anstatt mit ihrer Heimstärke den Serienausgleich herzustellen, unterlagen sie den Buffalo Sabres in Spiel 4 vor 17.850 Zuschauer im ausverkauften TD Garden deutlich mit 1:6 und liegen in der Best-of-7-Serie nun mit 1:3 hinten. Spiel 5 findet am Dienstag (7:30 p.m. ET; Mi. 1:30 Uhr MESZ) in Buffalo statt.

PEINLICH

Bei dem Playoff-Debüt von Lukas Reichel erlebten die Boston Bruins ein Heim-Debakel. Trainer Sturm fand danach klare Worte.

40 Sekunden vor dem Ende gelang Sam Kuraly der Ehrentreffer für Boston. Damit vermieste Sabres-er Torhüter Alex Lyon (23 Saves) den Shutout. Zuvor taten sich die Bruins äußerst schwer, offensiv Akzente zu setzen und leisteten sich angesichts großen Drucks der Gäste zu viele Scheibenverluste, die prompt mit Gegentreffern bestraft wurden.

Die Highlights und spielentscheidenden Szenen aus dem Spiel zwischen den Boston Bruins und den Buffalo Sabres

Peyton Krebs (5.), Josh Doan (8.), Zach Benson (10.) und Bowen Byram (15.) krönten mit vier Toren ein dominantes erstes Drittel der Sabres (19:5 Torschüsse). Boston zeigte sich zwar nach der ersten Pause im Mittelabschnitt etwas verbessert und entwickelte mehr Zug zum Tor, doch am Spielstand änderte sich nichts, ehe Buffalo im dritten Drittel durch zwei weitere Treffer von Beck Malenstyn (46.) und Alex Tuch (47.) auf 6:0 erhöhten und die Partie endgültig entschieden.

Bruins-Torhüter Jeremy Swayman wehrte 23 Torschüsse ab (79,3 Prozent), ehe er nach dem sechsten Gegentor durch Backup Joonas Korpisalo (6 Saves) ersetzt wurde. Bostons Stürmer Viktor Arvidsson musste das Spiel gegen Ende des ersten Drittels wegen einer Verletzung im Oberkörperbereich verlassen und kehrte nicht mehr zurück.

Bostons Trainer Sturm zeigte sich bitter enttäuscht. „Das war ein beschämender Auftritt, über den intern noch zu reden sein wird. Dieses Spiel verlangt nach einer tiefgreifenden Analyse", erklärte er.

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