Special Teams und die Mauer der Hurricanes
Ein wesentlicher Faktor für das vorzeitige Aus war die beispiellose defensive Kompaktheit der Hurricanes. Sebastian Aho lobte die strukturierte Abwehrarbeit seines Teams nach dem Seriengewinn in den höchsten Tönen. „Wir haben sehr gut ohne den Puck gespielt. Ich glaube, wir haben ihnen keinen Raum gelassen, wir haben Schüsse geblockt, wir haben gecheckt.“
Dieses erstickende mannorientierte System von Trainer Rod Brind'Amour ließ der Kreativität der Senators keinen Raum. Besonders schmerzhaft offenbarte sich diese Mauer in den Special Teams. Das Überzahlspiel glich bei Ottawa einem Totalausfall. Eine Erfolgsquote von lediglich einem Treffer bei 21 Versuchen in der gesamten Serie markierte eine unübersehbare Problemstelle. Batherson legte den Finger in seiner Analyse schonungslos in die Wunde. „Unser Powerplay hätte besser sein müssen. Wir hätten damit wahrscheinlich ein paar Spiele übernehmen können.“
Verletzungssorgen und der starke Rückhalt
Trotz der widrigen Umstände entwickelte sich zwischen den Pfosten ein hochklassiges Duell. Frederik Andersen parierte auf Seiten der Hurricanes mit enormer Ruhe und zwang Brind'Amour zu einem respektvollen Lob. „Sie haben Save für Save geliefert, und wir brauchten ihn. Sonst hätte diese Sache ganz anders ausgehen können.“ Der Beweis dafür sind die lediglich fünf Tore der Senators in den vier Duellen.
Auf der Gegenseite erwies sich Linus Ullmark als der Fixpunkt der Senators. Green adelte seinen Schlussmann. „Er war fantastisch. Er hat uns genau gezeigt, wozu er fähig ist.“
Ullmarks Leistung ist umso höher einzuschätzen, wenn man die personellen Umstände in der Verteidigung betrachtet. Ottawa musste in nur vier Spielen zehn verschiedene Abwehrspieler einsetzen. Schwerwiegende Ausfälle der defensiven Eckpfeiler Jake Sanderson und Artem Zub brachten das strukturelle Fundament ins Wanken. „Sandy und Zub zu haben, wäre ein himmelweiter Unterschied gewesen“, analysierte Green.