Nach Spiel drei der Best-of-7-Serie in der ersten Runde der NHL Playoffs der Eastern Conference zwischen den Tampa Bay Lightning und den Montreal Canadiens haben die Canadiens die Nase vorn. Erneut ging es in die Verlängerung, erneut gab es einen neuen Helden in dieser Serie. Dank eines Hammers von Lane Hutson gewann Montreal am Freitagabend 3:2 nach Verlängerung im Bell Centre und führt nun in der Serie, die alle Erwartungen erfüllt, 2:1.
Schon vor dem Start der Stanley Cup Playoffs konnte man erahnen, dass die Serie zwischen den Canadiens und den Lightning eine enge Kiste wird. Beide Teams schlossen die reguläre Saison mit je 106 Punkten ab. Am Ende landeten die Lightning auf Platz zwei in der Atlantic Division, die Canadiens auf Platz drei. Bislang hält die Serie, was man sich von ihr versprochen hatte. Jedes Spiel ging bisher in die Verlängerung. So auch Spiel drei. Erst zum vierten Mal in der langen Historie der Canadiens mussten sie in den Playoffs dreimal in Folge in die Overtime – zweimal in den Playoffs 1993, einmal im Stanley Cup Finale 1951. Dort sogar in den Spielen eins bis fünf. Die Lightning mussten zum ersten Mal in ihrer Franchisegeschichte dreimal in Folge in den Playoffs in die Verlängerung.
Hutson der Held in der Verlängerung
Es gehört dazu, dass jedes Spiel, das in die Verlängerung geht, einen anderen Helden hervorbringt, der das entscheidende Tor schießt. In Spiel eins war es Juraj Slafkovsky für Montreal, danach der Schweizer J.J. Moser für die Lightning. Diesmal gehörte die große Bühne Montreals Verteidiger Hutson, der sich nach gut zwei Minuten in der Overtime ein Herz fasste, den Hammer auspackte und das Bell Centre zum Beben brachte. „Ich wusste gar nicht, dass er so hart schießen kann“, meinte Teamkollege Nick Suzuki scherzhaft nach der Partie. „Irgendwie hat er einen Weg durch den Verkehr gefunden. Es war ein enorm wichtiges Tor für uns.“
Und auch Hutson selbst zeigte Humor bei der anschließenden Pressekonferenz: „Das war wohl mein erster Schlagschuss in der Saison. Ich habe Raum gesehen. Da waren viele Körper im Weg. Zum Glück ist er reingegangen. Die Lightning haben einen guten Goalie. Da braucht man viel Verkehr vor dem Tor.“ Er versuche immer, so hart zu schießen wie möglich.























