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Von den sechs Teams, die am heutigen Freitag in der Ersten Runde der Stanley Cup Playoffs 2026 im Einsatz sind, verfolgen jeweils drei ein unterschiedliches Ansinnen. Der eine Teil will sich mit einem Erfolg den Einzug in die nächste Runde sichern, während der andere Teil danach strebt, die Best-of-7-Serie um einen Showdown zu verlängern.

Bruins wollen bittere Heimpleite vergessen machen

Die Boston Bruins sind in Spiel 6 (7:30 p.m. ET; Sa. 1:30 Uhr MESZ) der Ersten Runde der Eastern Conference gegen die Buffalo Sabres auf Wiedergutmachung aus. In Spiel 4 am Sonntag im TD Garden erlebten die Hausherren nach der schlechtesten Saisonleistung ein 1:6-Debakel. Mit dem 2:1 n.V. in Spiel 5 am Dienstag in Buffalo zeigte Boston bereits eine starke Reaktion, nun soll noch das treue Heimpublikum versöhnt werden. „Jeder weiß, was beim letzten Heimspiel passiert ist. Keiner war glücklich darüber. Jetzt ist die Gelegenheit, die Dinge geradezurücken“, sagte Bruins-Angreifer Mark Kastelic. „Der Sieg bei den Sabres war großartig. Wir wollen unbedingt darauf aufbauen.“

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Buffalo Sabres und den Boston Bruins

Aufgrund der starken Darbietung im jüngsten Duell ist davon auszugehen, dass Bostons Trainer Marco Sturm an der erfolgreichen Aufstellung nichts ändert. Für Lukas Reichel würde das bedeuten, dass er zum Zuschauen verurteilt ist.

Thompson über die Wirkung einer Erfolgsdroge

Der Erfolgshunger bei den Sabres bei der ersten Postseason-Teilnahme seit 2011 ist enorm. Sie wollen deshalb unter allen Umständen den zweiten Matchpuck gegen die Bruins nutzen und sich mit dem vierten Sieg das Weiterkommen sichern. „Es ist ein tolles Gefühl, wieder in den Playoffs zu stehen. Darum geht es doch – um die großen Spiele“, verdeutlichte Buffalos Stürmer Tage Thompson. „Ich hatte in meiner Laufbahn das Glück, schon in einigen wichtigen Partien dabei gewesen zu sein. Und wenn man einmal Blut geleckt hat, ist es wie eine Droge. Man will nichts anderes mehr“, fügte der Center hinzu.

Gesetz der Serie verheißt nichts Gutes für die Lightning

Dass sie in der ersten Playoff-Runde vom Ausscheiden bedroht sind, ist für die Tampa Bay Lightning in jüngster Vergangenheit eine vertraute Erfahrung. Im mittlerweile vierten Jahr in Folge sehen sie sich mit dieser Ausgangslage konfrontiert. Die schlechte Nachricht für alle, die es mit dieser Mannschaft halten: Zwischen 2023 und 2025 kam sie nicht über die Auftaktserie hinaus. Und auch diesmal sieht es nicht gut aus. 2:3 liegen die Lightning mit J.J. Moser in der Gesamtwertung hinten.

MTL@TBL, GM 2: Mosers erstes Playoff-Tor ist ein Laser für den OT-Winner

Entsprechend realistisch schätzte Lightning-Trainer Jon Cooper die Situation vor Spiel 6 (7 p.m. ET; Sa. 1 Uhr MESZ) der Serie in der Eastern Conference im Bell Centre bei den Montreal Canadiens ein. „Mir ist bewusst, dass dieses Match für uns über Wohl und Wehe entscheidet“, sagte der Coach. Mut mache ihm der Auftritt beim 3:2-Erfolg an Ort und Stelle in Spiel 4. Die Spieler wüssten deshalb, wie man sich bei den Canadiens durchsetze.

Canadiens auf der Suche nach dem Gleichgewicht

Die Montreal Canadiens peilen derweil für Freitag den Gewinn der ersten Playoff-Serie seit 2021 an. Die enthusiastischen Anhänger auf den Rängen sollen ihren Teil dazu beitragen. „Wir können die Unterstützung der Fans zu unserem Vorteil nutzen“, ist Montreals Verteidiger Kaiden Guhle überzeugt. „Wir müssen in der Begegnung eine gute Balance finden, das ist ziemlich wichtig. Es gilt ruhig zu bleiben und sich nicht nervös machen zu lassen. Wir dürfen nicht zu viel und nicht zu wenig tun und nicht euphorisch oder frustriert werden. Es kommt darauf an, dass wir unser stabiles System weiter beibehalten“, erläuterte der Blueliner. Alle fünf Aufeinandertreffen der Serie endeten mit nur einem Tor Unterschied. Viermal hieß es 3:2 zum Schluss, zweimal für die Canadiens und zweimal für die Lightning. Darunter war für beide ein Overtime-Erfolg. Die Auftaktbegegnung ging mit 4:3 n.V. an Montreal.

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Tampa Bay Lightning und den Montreal Canadiens

Showdown lautet das Ziel der Mammoth

Die Utah Mammoth können zum siebten Team in der NHL-Geschichte werden, dass in seiner ersten Playoff-Serie ein Spiel 7 absolviert. Unabdingbare Voraussetzung dafür ist jedoch ein Sieg in Spiel 6 (10 p.m. ET; Sa. 4 Uhr MESZ) der Ersten Runde in der Western Conference zu Hause im Delta Center gegen die Vegas Golden Knights. Bei den zwei vorangegangenen Vorstellungen in eigener Halle machten die Mammoth eine gute Figur. Spiel 3 entschieden sie mit 4:2 für sich und in Spiel 5 zogen sie unglücklich mit 4:5 n.V. den Kürzeren.

Alle wichtigen Szenen aus dem Spiel zwischen den Vegas Golden Knights und den Utah Mammoth

Vielleicht platzt in der anstehenden Partie auch der Knoten bei Utahs Stürmer JJ Peterka. Er wartet noch immer auf den ersten Scorerpunkt seiner Karriere in den Stanley Cup Playoffs.

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